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Umwelt & Nachhaltigkeit

Solarpflicht soll den Schub bringen

Studie: Aktuell wird das Solarpotenzial längst nicht ausgereizt

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Foto: djd/LichtBlick SE/Getty Images/Thomas Fluegge

Dächer von Neubauten sind der ideale Ort für neue Photovoltaikanlagen. Sie bieten ein riesiges Potenzial für die Energiewende. Das hat auch die deutsche Politik erkannt, diskutiert wird über eine bundesweite Solarpflicht. Derzeit gleicht das Land allerdings noch einem Flickenteppich. Wer etwa in Baden-Württemberg ein neues Haus bauen will, muss ab dem 1. Mai 2022 eine Solaranlage auf dem Dach installieren lassen. Ab Januar 2023 gilt das dann auch bei einer „grundlegenden“ Dachsanierung von Bestandsgebäuden. Berlin und Hamburg machen Solaranlagen auf Neubauten ab 2023 zur Pflicht, in einigen anderen westdeutschen Bundesländern sind entsprechende Pläne weit gediehen. Das alles ist Zukunftsmusik, aber wie wird das Solarpotenzial auf den Dächern der 14 größten deutschen Städte derzeit ausgeschöpft? Das Ergebnis des LichtBlick Solarchecks 2021 ist ernüchternd: Der Solarfaktor – das Verhältnis der Fläche neu errichteter Solaranlagen zu neu gebauten Dachflächen – liegt in 8 der 14 Metropolen unter 30 Prozent.

Große regionale Unterschiede: Essen top, Hamburg flop

Die regionalen Unterschiede in Sachen Solarfaktor sind enorm. In der Ruhrgebietsmetropole Essen liegt er bei knapp 63 Prozent, in Köln bei gut 47 Prozent und in Leipzig bei 46,5 Prozent. Der Berliner Solarfaktor beträgt lediglich etwa 15 Prozent, in Frankfurt sind es knapp 12 und in Hamburg sogar nur gut 10 Prozent. Die Elbmetropole ist damit zum zweiten Mal nach 2020 Schlusslicht des Solarchecks. Das könnte sich jedoch ab 2023 ändern, wenn die besagte Solarpflicht in der Hansestadt in Kraft tritt. „Dächer sind die grünen Kraftwerke der Zukunft. Hier kann Klimaschutz bezahlbar und verbrauchernah realisiert werden“, bestätigt Ralf Schmidt-Pleschka, Koordinator Klima- und Energiepolitik beim Ökostromanbieter LichtBlick. Derweil könnte eine Verpflichtung bei Neubau in der nächsten Legislaturperiode auch im Bund zum Thema werden.

Ausschlaggebend sind im Moment noch große Dachanlagen

Auffällig bei den Ergebnissen des Solarchecks ist auch, dass ein guter Solarfaktor oft auf den Neubau weniger großer Dachanlagen zurückgeht. So machen in Leipzig, Bremen, Dortmund und der Siegerstadt Essen solche Anlagen mit einer Leistung von mindestens 100 Kilowatt über die Hälfte des gesamten Photovoltaik-Neubaus aus. Solarmodule auf neuen Mehrfamilienhäusern oder kleineren Gewerbebauten sind dagegen auch in den gut platzierten Städten eher die Ausnahme.

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Umwelt & Nachhaltigkeit

Nachhaltige Weihnachten

Tipps für ein umweltfreundlicheres Fest

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Die besonders große Faden- oder Filament-LED im Kerzenkopf strahlt fast dreimal heller als herkömmliche LEDs - bei gleichem Energieverbrauch. Foto: djd/Krinner

Wir machen anderen eine Freude und lassen es uns im Kreis der Familie gut gehen: Für viele sind die Weihnachtsfeiertage die schönste Zeit im Jahr. Doch nachhaltig ist das Fest meist noch nicht. Massenhaft Geschenke, die unbeachtet in der Ecke landen, Berge an Lebensmittelresten und Geschenkpapier, das die Umwelt belastet. Dabei gibt es Möglichkeiten, um die Weihnachtstage umweltfreundlicher zu gestalten und dennoch viel Freude zu haben.

Beim Weihnachtsbaum aufs Siegel achten

Auf einen Weihnachtsbaum wollen die wenigsten verzichten. Müssen sie auch nicht. Allerdings sollte man beim Kauf einen einheimischen Baum mit FSC-Siegel wählen. Dieser stammt aus naturverträglicher Waldwirtschaft und nicht aus Monokulturen. Ein Baum mit dem Naturland- oder Bioland-Siegel kann ebenso bedenkenlos gekauft werden. Auch bei der Dekoration lässt sich die Umwelt schonen. Statt Lametta und Plastikkugeln bieten sich zum Beispiel Sterne aus Stroh, Figuren aus Bienenwachs oder Holz, getrocknete Orangenscheiben oder Zimtstangen an.

Kurze Transportwege

Bei der Beleuchtung sollte man zu energiesparenden LED-Varianten greifen. Die besonders große Faden- oder Filament-LED im Kerzenkopf der Lumix Super Light Flame etwa strahlt fast dreimal heller als herkömmliche LEDs – bei gleichem Energieverbrauch. Fünf Helligkeitsstufen lassen sich per Knopfdruck auf der Fernbedienung auswählen, ebenso wie der Flackermodus in zwei verschiedenen Schnelligkeiten. Die kabellose Christbaumkerze wird in limitierter Stückzahl in Niederbayern hergestellt, wodurch umweltschädliche Schweröl-Schiffstransporte aus Fernost vermieden werden können. Bei der regionalen Herstellung der Christbaumkerzen wird zudem ausnahmslos recycelter Plastikmüll verwendet. Das gilt ebenso für den Baumständer Green Line von Krinner. Die Rundum-Einseil-Technik des ökologischen Baumständers, den es in zwei Größen gibt, sorgt dafür, dass jeder Baum sicher und gerade steht – ob dick, dünn oder krumm gewachsen.

Konsumbewusst schenken

Kaum sind die Präsente ausgepackt, landen Berge von Geschenkpapier im Müll. Am besten greift man daher zu recyceltem Geschenkpapier oder verwendet alternativ Körbe, Kisten oder Stofftaschen. Auch Packpapier sieht gut aus und lässt sich persönlich beschriften. Und statt Geschenkbändern aus Plastik eignen sich Stoffbänder und Wollreste. Bei der Auswahl der Weihnachtsgeschenke kann man zum Beispiel auf nachhaltig gefertigte Geschenke und Fairtrade-Produkte achten. Oder man verschenkt Selbstgemachtes, einen Ausflug oder eine Einladung zum Essen. Für einen nachhaltigen Festtagsschmaus gilt: am besten saisonal, regional, frisch und bio.

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Umwelt & Nachhaltigkeit

Müllreduktion ist Top-Thema beim Umweltschutz

Viele Menschen wollen Abfälle vermeiden – und erwarten das auch von Unternehmen

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Die Entwicklung von umweltfreundlichen Designs für Medikamente und deren Verpackung steht auch im Fokus von Gesundheitsunternehmen. Foto: djd/Sanofi/Getty Images/Yuri Arcurs

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland will in den nächsten drei Jahren Müll reduzieren, Wasser sparen, mehr regionale und saisonale Lebensmittel kaufen sowie auf umweltfreundliche Verpackungen achten. Das antworteten jeweils mindestens acht von zehn Personen im aktuellen Sanofi Gesundheitstrend auf die Frage, wie sie persönlich in Zukunft die Umwelt entlasten und damit auch ihre Gesundheit positiv beeinflussen wollen. Alle Antworten des Gesundheitstrends gibt es unter www.sanofi.de. Dort auch nachzulesen: Bei der Mobilität existiert weit weniger Veränderungsbereitschaft: Alternative Fortbewegungsmittel zum Auto wollen in den nächsten Jahren nur 43 Prozent der Befragten öfter verwenden. Und nur etwa 30 Prozent können sich vorstellen, auf ein E- oder Hybrid-Fahrzeug umzusteigen oder Carsharing zu nutzen.

Auch Unternehmen sollen Müll vermeiden

Die Müllreduktion ist über alle Altersgruppen hinweg das Top-Thema beim privaten Umwelt- und Gesundheitsschutz. Im Schnitt wollen 86 Prozent zukünftig weniger Abfälle produzieren. Dasselbe erwarten die Menschen auch von Gesundheitsunternehmen. Auf die Frage, welche Aspekte diese in Hinblick auf die Umwelt berücksichtigen sollten, wählen 59 Prozent „Abfälle vermeiden“ und 50 Prozent „Abfälle recyceln“ unter die Top 3. Eine Diskrepanz zeigt sich bei der Bewertung von Arzneimittelverpackungen. Zwar wollen acht von zehn Menschen in Deutschland (79 Prozent) zukünftig mehr auf umweltfreundliche Verpackungen achten, aber scheinbar nicht unbedingt bei Medikamenten. Nur knapp drei von zehn Befragten erachten dies in diesem speziellen Segment als wichtig.

Verbesserungspotenzial bei Medikamentenpackungen

Dabei spielt das Abfallmanagement sowohl in der Produktion als auch in Darreichung von Medikamenten eine große Rolle. Denn auch bei Verpackungen im Arzneimittelbereich wird aktuell noch viel zu viel Plastik, Metall oder Papier verbraucht. Deshalb sucht etwa Sanofi nach ressourcenschonenden Möglichkeiten und investiert darin, Produkte nachhaltiger zu machen – ob es nun um FSC-Zertifizierungen von Verpackungen, den CO2-Fußabdruck, Wasserverbrauch oder Recycling geht. Selbstgesteckte Ziele sind dabei unter anderem: 100 Prozent Eco-Design für alle neuen Produkte bis zum Jahr 2025, blisterfreie Impfstoffverpackungen bis 2027 und erneuerbare Energie für alle Standorte bis 2030.

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Umwelt & Nachhaltigkeit

Upcycling für Einweg-Papierbecher

Nachhaltigkeitsprojekt gewinnt Preis der Deutschen Systemgastronomie 2021

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Allein in Deutschland werden laut Umweltbundesamt jährlich rund 1,7 Milliarden kunststoffbeschichtete Einweg-Papierbecher verbraucht. Foto: djd/Bundesverband der Systemgastronomie/Getty Images/benzoix

Allein in Deutschland werden jährlich zig Millionen kunststoffbeschichtete Einweg-Papierbecher verbraucht. Die Beschichtung ist notwendig, damit die Becher nicht undicht werden oder aufweichen. Das Problem: Nach Gebrauch landen sie im Müll, da der Verbundstoff einen Recyclingprozess ausbremst. Ein neues Verfahren macht künftig das nachhaltige Recyceln von jeglichen Arten von Einweg-Papp- und Einweg-Papierbechern für Heiß- und Kaltgetränke im Papieraufbereitungsprozess möglich. Das so gewonnene Papier heißt CoffeeCup Paper. Als wertvoller Branchenbeitrag zum Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz wurde diese innovative Idee mit dem Preis der Deutschen Systemgastronomie 2021 ausgezeichnet.

Becher sammeln statt entsorgen

Auch für Systemgastronomen waren die Einwegbecher bislang nur zu entsorgender Abfall. Nun kann es für sie heißen: Becher sammeln und rückführen. Denn die Einwegbecher liefern hochwertige Papierfasern zur Herstellung der CoffeeCup Paper. Das grafische Papier besteht zu etwa 25 Prozent aus Einweg-Papierbechern und rund 75 Prozent aus direkt recycelbarem Altpapier. Die Kunststoffanteile in der Beschichtung der Einwegbecher werden mit dem neuen Verfahren zunächst abgelöst, damit die Papierfasern, die ohne diese Trennung im Müll verloren gehen würden, wieder in den Recyclingprozess zurückgeführt werden können. Das Grafikpapier kann von jedem Unternehmen vielseitig für eigene Kommunikationsmittel verwendet werden – etwa für Flyer, Briefumschläge oder Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichte. „Die Systemgastronomen können durch einfache Bechersammlung und -rückführung nicht nur Entsorgungskosten sparen, sondern vor allem auch beweisen, dass sie den gesamten Lebenszyklus von Verpackungen im Blick haben und mit daran arbeiten, Kreisläufe zu schließen sowie Rohstoffe zu schonen“, so Torsten Gröger, Ideengeber des Projekts und Prokurist bei der creart Neidhardt Werbe GmbH.

Zehn Jahre Preis der Deutschen Systemgastronomie

Den Preis der Deutschen Systemgastronomie hat der Bundesverband der Systemgastronomie e.V. (BdS) bereits zum zehnten Mal vergeben. Mit ihm werden Personen, Unternehmen, Projekte, Initiativen oder Einrichtungen in Deutschland geehrt, die sich in besonderer, beispielhafter und zukunftsorientierter Weise um die Branche der Systemgastronomie und deren Herausforderungen verdient gemacht haben. Einen Sonderpreis erhielt die Burger King Deutschland GmbH für ihren solidarischen Social-Media-Appell „Bestellt bei McDonald’s“ in der Corona-Zeit, denn in keiner anderen Branche in Deutschland wurde während der Pandemie diese beispielgebende Solidarität als wettbewerbsübergreifender Zusammenhalt untereinander gelebt.

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Kreise & NRW

Wesseling: Mikroplastik belastet weiterhin den Rhein

Greenpeace schlägt Alarm

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Bei den letzten Wasserproben hat Greenpeace erneut eine hohe Belastung des Rheins mit Mikroplastik festgestellt, auch vor Wesseling und Bornheim. (Foto: Greenpeace)

Nach Angaben der Umweltorganisation Greenpeace wird der Rhein zwischen Bonn und Düsseldorf weiterhin mit Mikroplastik verschmutzt. In sieben Wasserproben seien durchschnittlich 0,63 fabrikneue Mikropartikel pro Kubikmeter Wasser gefunden worden. Diese kämen aus industriellen Produktionsabläufen. Unter der Annahme, dass die Konzentrationen über den Tagesverlauf annähernd gleich bleiben und aufgrund der Durchmischung durch die starke Strömung des Rheins, betrage die tägliche Fracht Richtung Nordsee grob geschätzt 125 Millionen Partikel. Auch vor Wesseling und Bornheim sei die Belastung mit Mikroplastik weiterhin enorm hoch. Die Stichproben, so Greenpeace, bestätigen die umfassende Studie „Nicht sauber, sondern Rhein“ vom März 2021. „Dass sich seit Jahren nichts an der Mikroplastikverschmutzung im Rhein ändert, ist unverantwortlich. Das NRW-Umweltministerium muss endlich feststellen, woher die Mikroplastikartikel im Rhein stammen und die Verschmutzung beenden“, fordert Daniela Herrmann, Umweltwissenschaftlerin von Greenpeace.

NRW-Umweltministerium will Verursacher ermitteln

Das Umweltministerium, so Sprecherin Tanja Albrecht auf Anfrage, nehme das Thema Mikroplastik sehr ernst. Es gelte insbesondere die Gewässer vor Verunreinigungen oder Belastungen mit Mikroplastik zu schützen. Das Ministerium habe das Landesumweltamt (LANUV) beauftragt, ein Konzept für die Probenahme und Identifikation der Mikroplastikpartikel zu erarbeiten. „Dabei wurden bereits aufgrund des ersten Greenpeace-Berichtes Untersuchungen zur Quellenermittlung initiiert“, teilte Albrecht mit. Das LANUV habe begonnen, ein aufwendiges Verfahren zur Beprobung industrieller Direkteinleiter zu entwickeln. Albrecht: „Das Verfahren soll eine repräsentative und vergleichbare Beprobung verschiedener Einleiter ermöglichen, um potenzielle Verursacher gleichwertig beurteilen zu können.“

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Umwelt & Nachhaltigkeit

Solarparks sind besser als ihr Ruf

Großanlagen produzieren umweltfreundliche Energie und fördern die Artenvielfalt

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Solarparks produzieren umweltfreundliche Energie und schaffen gleichzeitig neue Lebensräume für Tier- und Pflanzenwelt. Foto: djd/BELECTRIC Solar & Battery/István - stock.adobe.com

Die Klimabewegung ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen und findet weiterhin starken Zulauf. Bis 2045 will Deutschland klimaneutral werden. Mit dem Abschied von fossilen Energieträgern geht der Umstieg auf erneuerbare Quellen wie Wind- und Sonnenkraft einher. Ihr Anteil soll bereits bis 2030 auf gut 60 Prozent des Bruttostromverbrauchs wachsen. Für 2045 strebt die Bundesregierung Klimaneutralität an. Insbesondere Solarkraftwerke dürften in den kommenden Jahren beim Erreichen dieser Ziele eine wichtige Rolle spielen. Allerdings verbindet sich mit der Technologie so manches Vorurteil: Viele denken dabei an große, versiegelte Flächen mit entsprechenden Nachteilen für die Ökologie. Tatsächlich aber zeigen Studien, dass Solarparks sogar die Artenvielfalt fördern können.

Blühwiesen für mehr Biodiversität

Dass Solarparks zur Biodiversität beitragen können, ergab bereits im Jahr 2019 eine Studie im Auftrag des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft. Eine wesentliche Voraussetzung für ein solches positives Ergebnis ist die Gestaltung der Anlagen – etwa indem die Grünstreifen zwischen den Reihen der Solarmodule bewusst selten gemäht werden. So entstehen sogenannte Blühwiesen, welche die Artenvielfalt unterstützen. „Spezielle Saatgutmischungen für niedrig wachsende Blütenpflanzen schaffen Rückzugsorte für Insekten, insbesondere für Wild- und Honigbienen“, erläutert Ingo Alphéus, Geschäftsführer des Solarunternehmens Belectric. Der Anbieter verzichtet zudem bei seinen Anlagen bewusst auf den Einsatz auf Pestiziden. Davon profitieren Landwirte in der Umgebung, da durch die wachsende Bienenpopulation auch ihre Erträge steigern. Unter www.belectric.com gibt es weitere Informationen rund um das Thema Artenvielfalt und dazu, wie Solarparks die konventionelle Stromproduktion durch klimafreundliche Alternativen ersetzen können.

Geringer Flächenverbrauch, effektive Energieproduktion

Bereits bei der Planung einer Solaranlage spielen ökologische Aspekte eine zentrale Rolle. So werden beispielsweise die Fundamente der Solarmodule gerammt und nicht betoniert, um Böden nicht unnötigerweise zu versiegeln. Der Flächenverbrauch ist ohnehin viel geringer, als Laien auf den ersten Blick vermuten könnten: Aufgrund der tischartigen Konstruktion der Solarmodule wird weniger als ein Prozent der genutzten Fläche tatsächlich verbraucht. Der Großteil bleibt der Natur überlassen. Auch auf lange Sicht verursachen moderne, rückbaufähige Solarkraftwerke nahezu keinen biologischen Fußabdruck. Sie sind nach vielen Jahren der effektiven Energiegewinnung vollständig recycelbar.

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Umwelt & Nachhaltigkeit

Mehr Kapazitäten, weniger CO2

Paketboom: So stellen sich Logistikdienstleister auf das Weihnachtsgeschäft ein

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Logistikdienstleister setzen aus ökologischen Gründen verstärkt auf alternative Zustellfahrzeuge wie diese Lastenräder. Foto: djd/www.hermesworld.com

Die Corona-Pandemie hat dem Onlineshopping einen weiteren Schub gegeben. Zu spüren war dies vor allem im Weihnachtsgeschäft 2020, als stationäre Einkäufe und Treffen von Familien und Freunden im Lockdown schwierig bis unmöglich waren. Die Menschen bestellten Geschenke im Internet und versendeten sie durch Logistikdienstleister. Die Pandemielage entspannt sich zusehends – aber werden deshalb jetzt auch weniger Pakete verschickt?

Alternative Zustellkonzepte verkleinern ökologischen Fußabdruck

Das Gegenteil scheint der Fall zu sein: „Wir erwarten im Weihnachtsgeschäft von Oktober bis Dezember rund 137 Millionen Sendungen, das wären noch einmal neun Prozent mehr als im Rekordquartal 2020“, berichtet Olaf Schabirosky, CEO von Hermes Germany. Vor einem Jahr hat allein dieser Anbieter in der stärksten Kalenderwoche 51 fast zwölf Millionen Sendungen zugestellt, auch dieser Rekord könnte in diesem Jahr gebrochen werden. „Um das Volumen bewältigen zu können, sind bei uns rund 3.500 zusätzliche Arbeitskräfte und täglich 3.900 zusätzliche Fahrzeuge bundesweit im Einsatz“, erklärt Schabirosky. Mit steigenden Paketmengen rücken auch die Maßnahmen in den Fokus, mit denen der Anbieter seinen ökologischen Fußabdruck verkleinert. „Wir setzen verstärkt auf E-Mobilität und Ökostrom, eine moderne Lkw-Flotte, alternative Zustellkonzepte wie Lastenräder, den Ausbau des Paketshop-Netzwerks sowie intelligente Transport- und Tourensoftware für eine hohe Transporteffizienz“, fasst Olaf Schabirosky einige der Maßnahmen zusammen.

Stichtag: 20. Dezember

Weihnachtspäckchen und -pakete sollten bis spätestens 20. Dezember mittags im Paketshop abgegeben worden sein. Dann erfolgt ein erster Zustellversuch auf jeden Fall noch bis Heiligabend. Für internationale Sendungen innerhalb der EU ist der 14. Dezember ein Richtwert. Länderspezifische Informationen finden sich unter www.myhermes.de. „Wie immer gilt: Weihnachtsbestellungen besser frühzeitig tätigen und auch private Sendungen nicht erst auf den letzten Drücker abschicken. So ist eine pünktliche Lieferung meist dann noch gesichert, wenn die Zusteller und Zustellerinnen vom Winterwetter ausgebremst werden sollten“, rät Olaf Schabirosky.

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Umwelt & Nachhaltigkeit

Auch Bio braucht Düngung

Mineraldünger erhalten in der ökologischen Landwirtschaft die Bodenfruchtbarkeit

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Bio boomt. Nicht nur die großen Discounter haben ein breites Bio-Angebot in ihrem Sortiment. Laut Online-Portal Statista stieg der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln in Deutschland in den letzten 20 Jahren von etwa 2 auf rund 15 Milliarden Euro. Erklärtes Ziel der Bundesregierung: Bis 2030 soll der ökologische Landbau einen Gesamtanteil von 20 Prozent ausmachen. Doch was heißt das für die Biobauern? Wie können sie ihre Erträge auf einem qualitativ hohen Niveau halten? Die Düngung spielt da eine entscheidende Rolle.

Den Pflanzen neue Nährstoffe zuführen

Darf ein Biobauer denn überhaupt düngen? Klare Antwort: Ja, und zwar mit dem richtigen Dünger. Der Hintergrund ist rasch erklärt: Pflanzen brauchen zum Wachstum Nährstoffe wie Kalium, Stickstoff und Phosphor, aber auch Magnesium und Schwefel. Diese werden überwiegend über die Wurzeln aufgenommen. Weil aber die Pflanzen geerntet und damit auch die darin enthaltenen Nährstoffe abtransportiert werden, kommt es über kurz oder lang zu einem Nährstoffmangel im Boden. Das heißt, der Biobauer muss nach einer genauen Bodenanalyse neue Nährstoffe in Form von Dünger zuführen, damit der Boden fruchtbar bleibt.

Dünger aus Kalirohsalzen

„Neben dem Einsatz von organischen Düngern sind in der ökologischen Landwirtschaft auch mineralische Dünger zugelassen. Zu diesen gehören zum Beispiel Kaliumsulfat, Magnesiumsulfat und verschiedene natürlich vorkommende Mineralien wie das Kalirohsalz Kainit“, erklärt ein Sprecher der landwirtschaftlichen Anwendungsberatung bei einem großen Düngemittelhersteller. Entscheidend ist, dass natürliche Mineraldünger verwendet werden. Kali beispielsweise ist ein Mineraldünger, der aus der Erde für die Erde gewonnen wird, und zwar in deutschen Kalibergwerken. Die Rohsalze werden bergmännisch in Tiefen von 300 bis 1.400 Metern abgebaut, in Einzelkomponenten getrennt und ohne chemische Prozesse zu Düngern aufbereitet. Sie entsprechen damit den Anforderungen, die der Ökolandbau an zugelassene Einsatzmittel stellt.

Die Nachfrage nach Nahrungsmitteln steigt

Auch vor dem Hintergrund, dass die Weltbevölkerung ständig wächst, wird das Thema Düngung immer wichtiger – detaillierte Informationen dazu bietet die Broschüre „Düngen, ernten und ernähren“, die unter www.vks-kalisalz.de kostenlos heruntergeladen werden kann. Um künftig alle Menschen ausreichend ernähren zu können, muss die globale Getreideproduktion um 46 Prozent erhöht werden. Da die Anbauflächen aber begrenzt sind, ist es notwendig, dass auf den bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen deutlich mehr geerntet wird. Das wiederum erfordert einen höheren Einsatz von Nährstoffen für die Pflanzen in Form von Mineraldüngern.

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Umwelt & Nachhaltigkeit

Papier statt Schachtel

Ideen aus der Systemgastronomie für weniger Verpackungsmüll

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Mehrweg statt Einweg, Papier statt Burgerschachteln: Führende Anbieter der Systemgastronomie wollen dazu beitragen, das Aufkommen von Plastik- und Verpackungsmüll in den Restaurants deutlich und kontinuierlich zu reduzieren. Foto: djd/McDonald's Deutschland

Die Top-100-Unternehmen der deutschen Systemgastronomie konnten ihre Umsätze zwischen 2010 und 2019 laut einer auf Statista veröffentlichten Food-Service-Studie von 10,6 auf 15,3 Milliarden Euro steigern. Im vergangenen Jahr gab es aufgrund des lang anhaltenden Lockdowns zwar einen Umsatzeinbruch auf 10,7 Milliarden Euro. Nach Überwindung der Pandemie dürften allerdings die Umsätze sowie die Zahl der Filialen weiter deutlich steigen. Wachstum in der Systemgastronomie bedeutet aber auch: Für den Verzehr der Gerichte fällt potenziell immer mehr Verpackungsmüll an, der die Umwelt belastet. Führende Anbieter wollen dem Müllaufkommen mit verschiedenen Maßnahmen entgegensteuern.

Papier aus zertifiziert nachhaltigen Quellen

Mehrweg statt Einweg, Papier statt Burgerschachteln: So soll der Plastik- und Verpackungsmüll in den Restaurants deutlich und kontinuierlich reduziert werden. McDonald’s Deutschland beispielsweise will nach Firmenangaben allein durch die Umstellung von Karton- auf Einwickelpapier bis zu 70 Prozent Verpackungsmaterial einsparen. Außerdem setzt das Unternehmen bei der Materialherkunft an. So besteht der Großteil der Verpackungen inzwischen aus Papier, welches komplett aus zertifiziert nachhaltigen Quellen stammt. Alle Abfälle, die in den Restaurants anfallen, werden zudem getrennt und die Wertstoffe dem Recycling zugeführt: Gebrauchte Getränkebecher beispielsweise werden zu Hygienepapier oder Rigipsplatten weiterverwertet.

Gegen das achtlose Wegwerfen von Müll sensibilisieren

Die Restaurantkette geht noch weiter und will beim sogenannten „Littering“ ansetzen. So wird die Unsitte bezeichnet, Abfälle im öffentlichen Raum achtlos wegzuwerfen oder liegenzulassen, ohne die dafür vorgesehenen Mülleimer oder Papierkörbe zu benutzen. Die Sauberhaltung des Umfelds ist bereits ein fester Bestandteil des Restaurantbetriebs. Die Anstrengungen bei McDonald’s für mehr Achtsamkeit bei der Müllentsorgung sollen nun weiter verstärkt werden, etwa durch Aufkleber für Abfallbehälter und Tablettwagen sowie Hinweise auf den Kassenbons. Darüber hinaus testet das Unternehmen an ausgewählten McDrive-Standorten spezielle Abfall-Fangkörbe. Für eine möglichst große Aufmerksamkeit nutzt man auch seine Reichweite auf den eigenen Social-Media-Kanälen.

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Umwelt & Nachhaltigkeit

Der Müll gehört in den Korb

Systemgastronomie will gegen das achtlose Wegwerfen von Abfall sensibilisieren

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Abfälle wegzuwerfen kann auch Spaß machen - umso mehr mit den neuen speziellen Müllbehältern. Foto: djd/McDonald's Deutschland

Als „Littering“ wird die Unsitte bezeichnet, Abfälle im öffentlichen Raum achtlos wegzuwerfen oder liegenzulassen, ohne die dafür vorgesehenen Mülleimer oder Papierkörbe zu benutzen. Verschmutzte Plätze und Grünanlagen sind vor allem während der Pandemie zu einem zunehmenden Problem für die Kommunen und Ärgernis für die Bürger geworden. Auswärts essen war lange Zeit nur „to go“ möglich und eine Lawine von Take-away-Verpackungen die Folge. Feiern konnte und kann man vorwiegend nur draußen – das sorgte für eine Verschärfung des Problems mit Unmengen an Abfall im Freien.

Restaurantumfeld soll sauber gehalten werden

In der Systemgastronomie sind Verpackungen notwendig, um einen schnellen, hygienischen und unkomplizierten Service zu bieten. McDonald’s will nun zum einen das Müllaufkommen in seinen Restaurants deutlich reduzieren und vor allem auch seine Gäste gegen das achtlose Wegwerfen von Müll sensibilisieren. 94 Prozent der rund 1.450 Restaurants in Deutschland werden von 204 mittelständischen Franchisepartnern geführt. Als Bürger der jeweiligen Kommune haben diese ein ureigenes Interesse an Abfallvermeidung und Umweltschutz.

Die Sauberhaltung des Umfelds ist deshalb ein fester Bestandteil des Restaurantbetriebs, etwa durch die Bereitstellung von Abfallbehältern im Außenbereich sowie regelmäßigen Außenrundgängen durch Mitarbeiter, um weggeworfene Verpackungen einzusammeln. Hierbei gibt es vielerorts Kooperationen mit den kommunalen Entsorgungsbetrieben oder anderen Gewerbetreibenden, um Synergien zu nutzen. Einige Franchisepartner unterstützen zudem lokale Abfallsammelaktionen, etwa mit Manpower aus dem Kreis der Mitarbeiter, der Bereitstellung von Sammelequipment oder einer Verköstigung der Helfer. Mit der Kampagne „Gib Müll ’nen Korb“ rückt etwa McDonald’s den richtigen Umgang mit Verpackungen in den Fokus. Dazu stattet man alle Restaurants mit Aktionsmaterialien wie Aufklebern mit dem Aktionslogo für die Abfallbehälter im Außenbereich aus. An ausgewählten McDrive-Restaurants werden spezielle Abfall-Fangkörbe installiert, die zum zielgenauen Einwerfen ermuntern. Eine breite Social-Media-Kampagne begleitet die Aktionen.

Plastik- und Verpackungsmüll reduzieren

Im Rahmen eines sogenannten Verpackungsfahrplans soll zudem Plastik- und Verpackungsmüll kontinuierlich reduziert werden. So wurden die Dessertverpackungen im letzten Jahr auf nahezu plastikfreie Alternativen umgestellt, wodurch 2020 bereits 904 Tonnen Kunststoff eingespart werden konnten. Darüber hinaus werden alle anfallenden Abfälle von Mitarbeitern in den Restaurants getrennt und die Wertstoffe dem Recycling zugeführt.

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Umwelt & Nachhaltigkeit

Gemeinsam gegen Plastikmüll

Clean-up-Events: 1.000 Aufräumaktionen in ganz Deutschland

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Gemeinsam für mehr Umweltschutz: Beim Aufsammeln von Plastikmüll kann man mit persönlichem Engagement viel erreichen. Foto: djd/Paul Ambrusch

Kunststoffabfälle belasten die Umwelt über Jahrzehnte. Das gilt vor allem, wenn sie in Meere, Flüsse und andere Gewässer gelangen. Die Bilder von Plastikstrudeln vor vielen Küsten sowie von Tieren, die sich darin verheddern, sind nur allzu gut bekannt. Lösungen für diese ökologische Krise sind längst vorhanden, doch gemeinschaftliches Engagement ist notwendig – und jeder Einzelne kann sich einsetzen. Zum einen durch den Verzicht auf Kunststoffverpackungen und der Entscheidung für umweltfreundliche Alternativen wie Mehrwegglas. Zum anderen durch Müllsammelaktionen – dabei kann jeder sogar einen solchen Clean-up in seinem Ort organisieren oder sich daran beteiligen.

Weg mit dem Plastikmüll

Um Strände, Seen und Gewässer von Plastikmüll zu befreien, sind viele helfende Hände notwendig. So will die gemeinnützige Surfrider Foundation Europe in Kooperation mit fritz-kola 1.000 Clean-ups in ganz Europa ermöglichen. Vereine, Freunde, Familien und Bürokollegen können eigene Aufräumaktionen veranstalten. „Jede helfende Hand bringt uns weiter in Richtung unseres Ziels. Daher rufen wir alle auf, aus Glas zu trinken, aufzuräumen und sich dem Kampf gegen Plastik anzuschließen“, erklärt Mirco Wolf Wiegert, Gründer und Geschäftsführer des Getränkeherstellers, der von Anfang an für seine Produkte auf Glasmehrwegflaschen gesetzt hat.

Clean-up-Termine finden oder eine eigene Aktion planen

Alles, was für den Clean-up benötigt wird, senden die Organisatoren kostenfrei zu. Das sogenannte Ocean-Initiative-Kit enthält Handschuhe, Müllbeutel und Infobroschüren, um den Teilnehmenden die Problematik der Meeresabfälle näherzubringen. Unter www.trink-aus-glas.de gibt es eine Übersicht aller geplanten Termine und detaillierte Informationen dazu, wie sich eine eigene Müllsammelaktion organisieren lässt. Ein zusätzlicher Bonus für alle, die sich gegen das Problem des Plastikmülls engagieren möchten: Wer über die sozialen Medien eine „Clean-up-Story“ einreicht, hat die Chance, für sich und sein Team einen Jahresvorrat an Getränken zu gewinnen. Geliefert wird die Verköstigung selbstverständlich in Glasmehrwegflaschen.

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