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Kreise & NRW

Herbstliche Veranstaltungen in der Nordeifel

Von Open-Air Kino bis Handwerkermarkt und Literatur.

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Alte Handwerkskunst vor Ort erleben / Foto: Nordeifel Tourismus GmbH (Nils Nöll)

Bunt und vielseitig wie der Herbst ist auch das Veranstaltungsprogramm in der Nordeifel. Eine lebendige Kulturszene, ungewöhnliche Spektakel bei Nacht, erlebbares Handwerk und herrlich Traditionelles zur Erntezeit erwartet Sie.

Kürbis-Zirkus in Mechernich-Obergartzen

Manege frei für den Kürbis-Zirkus lautet das Motto der diesjährigen Kürbisschau auf dem Krewelshof Eifel in Mechernich-Obergartzen, bei der Sie täglich bis Ende Oktober 2021 die bunten Gewächse erleben, schmecken und bewundern können. Lassen Sie sich von den kunstvollen Kürbisfiguren und spannenden Aktionen mitreißen. Mehr als 100.000 Kürbisse wurden dafür eigens auf dem Krewelshof bearbeitet und kunstvoll in Formen und Farben als Zirkusfiguren in Szene gesetzt. Das absolute Highlight der Kürbisschau ist die „Pumpkin Pyramide“. Sie ist seit Jahren eines der beliebtesten Fotomotive und als Fotopoint bereits ein bekannter Instagram-Star, der jährlich zahlreiche Besucher:innen anzieht.

Lit.Eifel findet statt

Wunderbare Nachrichten für Literaturfreunde: Die Lit.Eifel, das Literaturfestival im nordrhein-westfälischen Teil der Eifel, findet 2021 wieder statt. Von Mitte September bis zum 21. November 2021 wird ein ebenso anspruchsvolles wie frisches und aktuelles Programm angeboten. In den oftmals außergewöhnlichen Lesungsorten treffen Zuhörer:innen auf hochkarätige Namen. Ein Höhepunkt ist die Lesung mit Wolfgang Niedecken, dem Frontmann von BAP, mit seiner außergewöhnlichen Liebeserklärung an Bob Dylan. Der eigentlich als Eifeler Krimiautor bekannte Carsten Sebastian Henn hat mit „Der Buchspazierer“ eine gefühlvolle Geschichte verfasst, die ihm eine Platzierung in der Spiegel-Bestseller-Liste beschert hat. Der Bestsellerautor Ewald Arenz hat sich mit seinem Roman „Der große Sommer“ angekündigt.

Openair Kino und leuchtende Gärten

Kino unter freiem Himmel heißt es ab dem 15. September bei der Premiere des Freiluftkinos in Zülpich auf dem Quirinusplatz im Stadtzentrum von Zülpich. An sechs Abenden bis Ende Oktober kommen Besucher:innen in den Genuss anregender Filme und einem kleinen, feinen Rahmenprogramm unter freiem Himmel.

Vom 17. September bis zum 03. Oktober 2021 locken die Leuchtenden Gärten in den Seepark nach Zülpich. Mit Anbruch der Dunkelheit verzaubern Lichter, Farben und mystische Wesen die Besucher:innen auf dem ehemaligen Landesgartenschau-Gelände am Zülpicher See. Die Wege im Seepark erleuchten in warmen Lichttönen, Büsche und Bäume erstrahlen in den unterschiedlichsten Farben und auch die Rasenflächen und Gebäude werden mit magischen Illuminationen faszinierend in Szene gesetzt. Bekannte Ecken erscheinen in einem ganz anderen Licht und werden durch phantastische Lichtinszenierungen neu interpretiert. Auch besteht die Möglichkeit jeweils freitags bis sonntags bei einem Nachtflug im Flying Fox-Park einen ganz besonderen Blick von oben auf die Licht-Inszenierungen zu erhalten und auf dem Seeplateau „Adventure-Golf by night“ zu genießen.

Erntetage im Freilichtmuseum

Die Erntetage im LVR-Freilichtmuseum Kommern am 18. und 19. September 2021 zeigen die Vielfalt traditioneller bäuerlicher und handwerklicher Arbeiten unserer Vorfahren. Das LVR-Freilichtmuseum Kommern erinnert damit an die facettenreiche und anstrengende Arbeit, die bei den Bauern auf dem Hof, auf dem Feld und in den Bauernküchen und mit dem Abschluss der Ernte im Spätsommer auch bei den Handwerkern im Dorf anfiel. Zahlreiche Kaltblutpferde, Zugochsen, historische Wagen und Arbeitsgeräte werden im Einsatz zu sehen sein. Wer frische Produkte aus der Region kosten und erwerben möchte, ist auf dem „Landmarkt“ bestens aufgehoben.

Sportliches Schleiden

Sportbegeisterte sollten sich den 23. Oktober 2021 schon einmal vormerken. Beim Crossduathlon in Schleiden beweisen die Athlet:innen ihr Können beim Laufen und auf dem Mountain-Bike. Geboten wird eine Mischung aus einmaligem Naturerlebnis und sportlichem Wettkampf. Dadurch wird dieses Sportereignis für Aktive und Zuschauer:innen gleichermaßen zu einem Highlight im sportlichen Jahreskalender der Nordeifel.

Freund:innen des natürliches Nachterlebnisses bietet sich im Herbst an zahlreichen Abenden wieder ein einmaliges Schauspiel. Der sternenreiche Eifeler Nachthimmel als unvergessliches Naturerlebnis fasziniert dabei Jung und Alt zugleich. Eine unterhaltsame und informative Einführung und der Blick auf die Schätze des Nachthimmels mit Ferngläsern und Teleskopen werden in der Astronomiewerkstatt „Sterne ohne Grenzen“ auf dem Gelände in Vogelsang IPangeboten. Es wird je nach Termin möglich sein den Saturn mit seinem Ringsystem durch die Teleskope zu beobachten oder die Milchstraße mit bloßen Augen zu sehen.

Traditionelle Handwerkskunst

Das fahrende Völkchen der alten Handwerkszünfte sowie die Kunsthandwerker macht am 16. und 17. Oktober 2021 wieder Halt in Kommern.
Beim Kommerner Handwerkermarkt verwandelt sich der Ort in ein wahres Handwerkerdorf. Interessierte können dem Schmied, Drechsler, Buttermacher, Spinnerinnen und den Seilern über die Schulter schauen. Feinschmecker:innen kommen bei diversen Spezialitäten auch auf Ihre Kosten.

Kreise & NRW

Kleine Geschenke, liebevoll verpackt

Zum Basteln: Adventskalender mit kreativen Weihnachtsmotiven

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An den glänzenden grünen Bändern lassen sich die 24 Adventskalenderschachteln dekorativ aufhängen. Foto: djd/Pilot Pen

Alle Jahre wieder weckt die Adventszeit große Vorfreude auf Weihnachten. Mit kleinen Ritualen lassen sich die stimmungsvollen Wochen besonders intensiv genießen. Auf keinen Fall fehlen darf dabei ein Adventskalender: Mit 24 Überraschungen versüßt er täglich die Zeit bis zum Heiligabend. Besonders schön und individuell ist eine selbst gebastelte Variante, um die kleinen Geschenke liebevoll zu verpacken. Alle dafür nötigen Materialien sowie kreative Vorlagen gibt es beispielsweise gebündelt als praktisches Starter-Set unter www.pilotpen.de. Das „DIY Kit Advent Calendar“ von Pilot enthält 24 Faltschachteln, Pintor Marker in den Farben Gold, Weiß und Grün für die Ausgestaltung sowie weihnachtliche Motivvorlagen und Bänder zum Aufhängen.

Und so funktioniert es

Die aufgedruckten Weihnachtsmotive auf den Faltschachteln mit den Markern in Grün und Gold ausmalen. Diese erste Schicht gut trocknen lassen und anschließend kleine Verzierungen aufmalen – zum Beispiel gestrichelte Muster in die Sterne, Streifen in die Nikolausstrümpfe oder Punkte auf die Geschenke. Dabei den weißen Marker benutzen, um Highlights zu setzen, und jede Schachtel mit einer hübsch gemalten Zahl von 1 bis 24 nummerieren. Das im Set enthaltene Motiv-Vorlagenpapier bietet weitere Inspirationen, um die Schachteln weihnachtlich-kreativ zu finalisieren. Tipp: Im Vorfeld ausprobieren, ob es leichter fällt, auf dem flachen Papier zu malen oder die Schachteln vorher zu falten. Zum Schluss das mitgelieferte grüne Band in etwa 15 Zentimeter lange Stücke schneiden. Diese anschließend in die ausgestanzten Löcher der Schachteln einfädeln und als Schlaufe zusammenknoten. Fertig ist der selbst gemachte Adventskalender.

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Brühl | Leben & Menschen

Ehrenplakette für zwei verdiente Schwadorferinnen

Auszeichnung im Rahmen von „Kunst vor der Haustür“ für Renate Siemann und Margarete Fuchs

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Zwei sehr verdiente Schwadorferinnen: Renate Siemann (l.) und Margarete Fuchs. Foto: Elisabeth Schroeder

Mit der Schwadorfer Ehrenplakette sind in diesem Jahr Renate Siemann und Margarete Fuchs ausgezeichnet worden. Die Verleihung fand im Rahmen der Veranstaltung „Kunst vor der Haustür“ statt.

2013 war von der Dorfgemeinschaft Schwadorf die Ehrenplakettenverleihung an verdiente Schwadorfer Bürgerinnen und Bürger wiederbelebt worden. In diesem Jahr fand sie nach der Corona-Pause in familiär-fröhlicher Runde auf dem alten Schulhof statt.

Begegnung im sicheren Umfeld

Sie war eines der zahlreichen Highlights im Rahmen der Veranstaltung „Kunst vor der Haustür“. Diese fand zum zweiten Mal statt. Sie war 2020 ins Leben gerufen worden, um während der Pandemie eine Begegnung im gesicherten Umfeld zu ermöglichen. Gleichzeitig hatte man die Möglichkeit, die künstlerischen Fähigkeiten der Dorfbewohner kennenzulernen.

„Die Veranstaltung war mit Begeisterung aufgenommen worden, und es gab viele schöne Überraschungen“, sagt Elisabeth Schroeder von der Schwadorfer Dorfgemeinschaft. Daher hatte diese auch in diesem Jahr wieder zum Mitmachen aufgerufen. Die Teilnehmerzahl hatte sich nochmals erhöht, und es gab einige interessante Neuzugänge“, so Schroeder.

Engagement im sozial-kirchlichen Bereich

Mit Renate Siemann und Margarete Fuchs wurden zwei Schwadorferinnen ausgezeichnet, die sich über Jahrzehnte im sozial-kirchlichen Bereich eingebracht haben. Beide Frauen verbindet ihr Engagement in der katholischen Frauengemeinschaf (kfd). Insbesondere bei den legendären kfd-Karnevalssitzungen im eng besetzten Schwadorfer Pfarrheim schlüpften beide in unterschiedliche Charakterrollen. Dabei brillierten sie mit Witz, ob als vornehme Bürgerin oder als bodenständige Bäuerin. Sei es die Organisation von Seniorennachmittagen, Lektorenaufgaben bei Gottesdiensten oder ehrenamtliche Küsterdienste, beide waren und sind stets zur Stelle. „Wertvoll war auch ihre Mitarbeit bei den Kambodscha-Festen oder bei der jährlichen Sternsingeraktion“, so der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Lars Berger. Er hob besonders das Engagement der kfd bei den Dorffesten hervor. „Auf die selbst gebackenen Kuchen und frisch gebackene Waffeln freuten sich die Dorffestbesucher jedes Jahr auf neue.“

Margarete Fuchs sei auch im Verborgenen für die Sorgen und Nöte eine aufmerksame Ansprechpartnerin. Sie habe sich mehrfach für Familien in Not und für das Frauenhaus Bonn engagiert. Als Altistin und Archivarin des Kirchenchores St. Severin habe Renate Siemann vielfach zur festlichen Gottesdienstgestaltung beigetragen. Zudem habe sie mit weiteren Ehrenamtlerinnen den Brauch der Kräuterweihe wiederbelebt, so Berger.

Stellenwert des Ehrenamtes

In ihrem Grußwort betonte Brühls erste stellvertretende Bürgermeisterin Pia Regh den Stellenwert des Ehrenamtes für eine lebendige und Heimat bietende Gemeinschaft. Dieses sei gerade in Zeiten des Wandels und der bevorstehenden Veränderungen durch Zuzug wichtig. Regh dankte Renate Siemann, für ihre die Durchführung der Projektbefragung „Besitzbare Stadt“ und die Vertretung der Belange Schwadorfer Senioren bei der Stadt Brühl. Als ein Symbol des Weitertragens von Tradition wurde die Übergabe der beiden Ehrenplaketten durch zwei Schwadorfer Kinder gewertet.

Die Schwadorfer Ehrenplakette überreicht: (v.l.) Vizebürgermeisterin Pia Regh, Margarete Fuchs, Renate Siemann und Dorfgemeinschaftsvorsitzender Lars Berger. Foto: Elisabeth Schroeder

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Brühl | Leben & Menschen

Verdienstorden für Wolfgang Drösser

Laschet würdigte Lebenswerk des pensionierten Lehrers und Heimatforschers

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Bürgermeister Erwin Esser gratulierte Wolfgang Drösser zum Verdienstorden des Landes NRW. (Foto: Kanonenberg)

„Wir können uns glücklich schätzen, einen solchen Experten für die Geschichte der Stadt Wesseling zu haben“. Bürgermeister Erwin Esser gratulierte Heimatforscher Wolfgang Drösser zur Auszeichnung mit dem Verdienstorden des Landes NRW. Ministerpräsident Armin Laschet hatte Drösser für sein Lebenswerk mit dem Verdienstorden in Düsseldorf gewürdigt.

Gesamtdarstellung der Geschichte Wesselings

Wolfgang Drösser übernahm von 1983 bis 1995 den Vorsitz des Vereins für Orts- und Heimatkunde, heute der größte Kulturverein Wesseling. Bis heute ist Drösser für bisher alle 76 Hefte der zweimal jährlich erscheinenden „Wesselinger Heimat- und Geschichtsblätter“ verantwortlich. Vor 30 Jahren wurde die Zeitschrift vom Deutschen Heimatbund als beste lokale Heimatzeitschrift Deutschlands ausgezeichnet. „Vom bleibenden Wert für Generationen wird Ihre Gesamtdarstellung der Wesselinger Geschichte sein“, sagte Esser. Am 5. Oktober hält Wolfgang Drösser im Rahmen der jüdischen Kulturwochen einen Vortrag über die Geschichte der Juden in Wesseling (18 Uhr, Rathaus).

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Brühl | Politik & Wirtschaft

Brühl: Geld für Kitas und Projekte

Brühl erhält Millionenzuschuss aus Städtebauförderung

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Regierungspräsidentin Gisela Walsken und Bürgermeister Dieter Freytag bei der Übergabe der Förderbeschede für Brühl. Foto: Bezirksregierung Köln.

Die Stadt Brühl darf sich über einen Landeszuschuss von rund 1,9 Millionen Euro freuen. Die Förderbescheide erhielt Bürgermeister Dieter Freytag aus den Händen von Regierungspräsidentin Gisela Walsken.

Der Millionenzuschuss wird insbesondere für die Umgestaltung des Janshofes verwendet. Für 2021 investiert Brühl rund 3,1 Millionen Euro in den Innenstadtumbau. Der Bund übernimmt 852.000 Euro, das Land NRW etwas über eine Million Euro. Damit verbleibt der Schlossstadt ein Eigenanteil von knapp 1,3 Millionen Euro.

Planungen weiter konkretisieren

„Ich freue mich sehr über die aktuelle Bewilligung unserer Projekte und danke dem Land NRW ganz herzlich für diese Unterstützung. Damit können wir unsere städtebaulichen Planungen weiter konkretisieren und mit der Umgestaltung des Janshofes in die Umsetzung gehen“, so Freytag.

Weitere Projekte, die in Zukunft umgesetzt werden sollen sind die Umgestaltungen des „Clemens-August-Campus“ und „Kölnstraße“ sowie die Aufwertung des Bahnhofsvorplatzes. Hierfür sind entsprechende Folgeanträge, jeweils zum 30. September eines Jahres, zu stellen.

Den zweiten Förderbescheid erhielt Freytag aus dem „Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren des Landes NRW“. Dieses soll Kommunen ermöglichen, ad-hoc-Maßnahmen zu ergreifen, um Innenstädte zu stabilisieren und wiederzubeleben. Geplante Maßnahmen sind Prüfungen des Sortiments in der Innenstadt, der Nutzenden sowie der Wegebeziehungen. Dieser Prozess soll durch eine breite Bürgerbeteiligung mit Bürgerforen und Workshops begleitet werden. Außerdem sollen mit den Geldern neue digitalen Angebote, zusätzlicher Personalaufwand und das Innenstadtmarketing finanziert werden.

Millionen für Luftfiltergeräte

Eine gute Nachricht kam zudem vom Brühler CDU-Landtagsabgeordneten Gregor Golland für Kindertageseinrichtungen und Schulen in Brühl. Die Stadt kann vom Land eine Förderung für mobile Luftfiltergeräte sowie für einfache bauliche Maßnahmen, die den Luftaustausch verbessern, beantragen. Der Haushalts- und Finanzausschuss des Landtages hatte dafür Fördermittel in Höhe von 90,4 Millionen Euro freigegeben. Durch die Kooperation mit dem Bund ist eine hundertprozentige Finanzierung gesichert.

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Kreise & NRW

Digital den Dammbruch verhindern

Mobiler Escape Room sensibilisiert Mitarbeiter

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Digital dem Escape Room entfliehen / Foto: Tumisu (pixabay)

Neun Monate lang entwickelten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des in Köln ansässigen Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrums eStandards für die Region den mobilen Escape Room, der zu mittelständischen Unternehmen kommt oder für Veranstaltungen buchbar ist. Unterschiedliche Szenarien wurden am Anfang durchdacht, früh fiel die Entscheidung auf die jetzige Geschichte. Das Ziel: Spielerisch zu vermitteln, wie wichtig digitale Technologien und eStandards, wie zum Beispiel Künstliche Intelligenz (KI), Radio-Frequenzy Identification (RFID) und Tracking/Tracing bei der Lösung von heutigen digitalen Herausforderungen sind.

Spielerische Vermittlung

Mit „Mission Standards: Rettet den Staudamm!“ hat das Kompetenzzentrum für den Mittelstand seinen neuen Escape Room eröffnet. Natürlich könne kein Planspiel, so Geschäftsstellenleiterin Bettina Bartz, vor Naturkatastrophen schützen, aber es könne mittelständische Mitarbeiter für die Zukunft der Digitalisierung sensibilisieren. „Wir wollen spielerisch vermitteln wie wichtig digitale Technologien und eStandards bei der Lösung sind.“ Wie passt ein Escape Room in das Portfolio eines Förderprogramms des Bundeswirtschaftsministeriums? „Das Thema Digitalisierung stellt immer höhere Anforderungen. Dies nur theoretisch zu vermitteln, ist eine Möglichkeit. Besser jedoch ist es, für die Teilnehmer Erlebnisse zu schaffen, die nachhaltig die Vorteile innovativer Technologien begreifbar machen. Außerdem kennen viele Menschen Escape Rooms als beliebte Freizeit-Events. Wieso, also nicht wichtige Zukunftstechnologien in betrieblichen Prozessen mit ein bisschen Spaß vermitteln“, so Bartz.

Mit Tablets und Smartphones

Das ist die Story: Das Escape-Room Team hat am vermeintlich ruhigen Wochenende die Schicht der Kolleginnen und Kollegen im virtuellen Wasserwerk übernommen. Zwar waren die letzten Tage regnerisch, doch nun hat sich das Wetter beruhigt. Plötzlich steigt der Wasserstand aber massiv an. Der Staudamm droht zu brechen. Tausende Menschen sind in Lebensgefahr. Den Expertinnen und Experten im Wasserwerk bleiben nur 30 Minuten, um die Katastrophe zu verhindern. Nur, wenn sie Tablets, Smartphones, digitale Technologien und Standards nutzen, ist der Staudamm noch zu retten. Künstliche Intelligenz (KI) bildet die Grundlage für die Spracherkennung bei der Notrufnummer. Der Voicebot erkennt das ins Telefon gesprochene Wort sowie deren Zusammenhang und gibt intelligente Antworten. Darüber hinaus wird KI beim Übersetzen einer chinesischen Warnnachricht verwendet: Zuerst für die Bilderkennung und dann für die eigentliche Übersetzung. Im Escape Room wird der Seriencode der einzelnen Ersatzteile mithilfe der RFID ausgelesen. Diese Technologie ermöglicht Daten mittels Radiowellen/Funkfrequenzen berührungslos und ohne Sichtkontakt zu übertragen. Mithilfe dieser Technologien kann das Team den Staudamm in 22 Minuten retten. Der mobile Escape Room kann ab sofort kostenlos gebucht werden. Informationen unter www.estandards-mittelstand.de/

Chancen der Digitalisierung

Das Kompetenzzentrum eStandards gehört zu Mittelstand-Digital. Mit Mittelstand-Digital unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die Digitalisierung in den kleineren und mittleren Unternehmen und dem Handwerk. Die Initiative informiert die Unternehmen über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung. Die geförderten Kompetenzzentren helfen mit Expertenwissen, Best-Practice-Beispielen sowie Netzwerken, die dem Erfahrungsaustausch dienen. Das Ministerium ermöglicht die kostenfreie Nutzung der Angebote. Weitere Informationen unter www.mittelstand-digital.de

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Brühl | Freizeit & Kultur

Denkmalschutz geht alle an

Brühl hat 260 eingetragene Baudenkmäler

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Denkmalgeschützte Häuser auf dem Steinweg. Foto: Harald Zeyen

Brühl blickt auf eine wechselvolle Stadtgeschichte zurück. Davon zeugen zahlreiche Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen. Denkmalschutz und Denkmalpflege zählen heute zu den wichtigsten Aufgaben der Stadt auf kulturellem Gebiet. Immer stärker wird das Bewusstsein, die natürlichen Lebensgrundlagen in hohem Maße zu schützen. Deshalb kommt dem Anliegen, das gebaute oder im Boden verborgene historische Erbe zu bewahren, eine besondere Bedeutung zu.

Einblicke in frühere Epochen

„Denkmalschutz geht alle an, weil er jedem von uns etwas zu sagen hat. Er hilft uns, die Vergangenheit für unsere heutige Zeit verständlich zu machen. Durch die Erhaltung des historischen Erbes bewahren wir den Einblick in die Lebens- und Arbeitsbedingungen früherer Epochen“, sagt Henning von Dewitz. Er ist gemeinsam mit Sabine Fink zuständig für den Schutz der Brühler Denkmäler.

Fünf Kirchen unter Schutz

1980 tritt in Nordrhein-Westfalen das Denkmalschutzgesetz in Kraft. Seit dieser Zeit müssen sämtliche Bau- und Bodendenkmäler erfasst und in getrennten Denkmallisten eingetragen werden. Brühl allein hat 260 eingetragene Baudenkmäler, darunter sind fünf Kirchen, zwei Kapellen und 30 Kreuze. Weiterhin ein Brunnen, eine Skulptur, zwei Gartenanlagen und zwei Friedhöfe. Des Weiteren findet man 21 ausgewiesene Bodendenkmalbereiche mit Resten von mittelalterlichen Töpferbezirken, Stadtbefestigungen, Burganlagen und Vorgängerkirchen. Schloss Augustusburg und Schloss Falkenlust tragen die Nummer 1 und 2 in der Brühler Denkmalliste der Baudenkmäler und wurden 1984 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.

Das älteste Baudenkmal ist das „Haus zum Stern“ von 1531 an der Ecke Markt/Kölnstraße. Das jüngste Baudenkmal ist ein Industriebau aus dem Jahre 1977.

Untere Denkmalbehörde

Die Aufgaben des Denkmalschutzes werden in Brühl von der Unteren Denkmalbehörde eigenständig wahrgenommen. Diese handelt auf der Rechtsgrundlage des Gesetzes zum Schutz und zur Pflege der Denkmäler im Lande Nordrhein-Westfalen (Denkmalschutzgesetz – DSchG NRW). Übergeordnete Behörden sind der Rhein-Erft-Kreis als Obere Denkmalbehörde und das NRW-Heimatministerium als Oberste Denkmalbehörde. Die sehr umfangreichen Aufgaben der Unteren Denkmalbehörde gliedern sich in die Bereiche Denkmalschutz und -pflege. Eine Denkmalliste bildet sowohl die Bau- als auch die Bodendenkmälern geführt. Einmal im Jahr – außer in Pandemiezeiten – findet der „Tag des offenen Denkmals“ statt. „Sein Ziel ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken“, sagt Sabine Fink abschließend.

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Rhein-Sieg-Kreis

Vollsperrung der A3 am Wochende

Wieder Verkehrschaos rund um Siegburg?

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Gibt es am Wochenende wieder Chaos rund um Siegburg? / Foto: Wikipedia

Auch an den kommenden beiden Wochenenden ist die A3 zwischen dem Autobahnkreuz Bonn/Siegburg und der Anschlussstelle Lohmar in Fahrtrichtung Oberhausen vollgesperrt, jeweils von Freitag, 22 Uhr, bis Montag, 5 Uhr.

Massive Schäden

Die Fahrbahn der A3 ist hier in weiten Streckenabschnitten massiv beschädigt. Der zusätzliche Umfahrungsverkehr aufgrund der gesperrten A1 und A61 hat die Schäden verschärft, so dass sofortige und umfangreiche Reparaturarbeiten vor Beginn der kalten Jahreszeit zwingend ausgeführt werden müssen. Dafür werden im Autobahnkreuz Bonn/Siegburg  die Zufahrten von der A560 aus beiden Fahrtrichtungen auf die A3 in Richtung Oberhausen jeweils bereits ab 20 Uhr geschlossen. Eine Umleitung für den örtlichen Verkehr über die A560 und A59 mit einem rotem Punkt ausgewiesen.

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Kreise & NRW

Die Schattenseite des Fahrradbooms

Radfahrer müssen nach einem Unfall besondere Regeln beachten

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Die Schattenseite des Fahrradbooms: Allein im Jahr 2020 waren mehr als 100.000 Radfahrer in Deutschland an einem Unfall mit Personenschaden beteiligt. Foto: djd/Roland-Rechtsschutzversicherung/arborpulchra - stock.adobe.com

Die wachsende Beliebtheit des Radfahrens in Deutschland hat auch ihre Kehrseite: Je mehr Radler unterwegs sind, desto häufiger kommt es zu brenzligen Situationen. 2020 waren laut Statistischem Bundesamt mehr als 100.000 Radfahrer und Nutzer von E-Bikes an einem Unfall mit Personenschaden beteiligt, deutlich mehr als 2019. Was müssen Betroffene beachten?

Die wichtigsten Schritte

Wie bei jedem Unfall muss zunächst die Unfallstelle abgesichert, Erste Hilfe geleistet und ein Rettungswagen informiert werden. „Bei Verletzten, Streit über die Unfallursache oder hohem Sachschaden ist zusätzlich die Polizei zu informieren“, erklärt Frank Preidel, Fachanwalt für Verkehrsrecht und Partneranwalt von Roland Rechtsschutz. Dagegen sollte man bei einem geringen Schaden die Unfallstelle unverzüglich räumen. Danach ist es wichtig, mit den anderen Unfallbeteiligten persönliche Daten auszutauschen. Bei Autofahrern sollte man sich Name, Anschrift und das Kfz-Kennzeichen notieren. Bei anderen Radfahrern müssen Name und Anschrift reichen – am besten belegt durch den Personalausweis oder ein anderes Dokument. Auch von Zeugen sollte man sich Namen und Telefonnummern aufschreiben. Das weitere Vorgehen hängt von der Schuldfrage ab. Besteht Einigkeit zwischen den Beteiligten, sollte man gemeinsam einen Unfallbericht ausfüllen. Vorlagen gibt es im Internet. Bei Uneinigkeit muss im Zweifel ein Gericht entscheiden. „In einem solchen Fall sollte man die Polizei informieren, die dann den Unfallhergang rekonstruiert. Ratsam sind zudem eigene Beweisfotos von der Unfallstelle, die im Gerichtsprozess vorgezeigt werden können“, rät Rechtsanwalt Preidel.

Ansprüche nach einem Unfall

Trägt die Gegenseite die Schuld am Unfall, kommt die Haftpflicht des Verursachers für Schäden auf. Ist der Fahrradfahrer verantwortlich, springt seine Privathaftpflicht ein – sofern er eine besitzt. Denn Radfahrer sind gesetzlich nicht zu einem Abschluss dieser Versicherung verpflichtet. Unabhängig davon hilft nach einem Unfall auch ein Fahrrad-Schutzbrief weiter, etwa beim Abschleppen des Rads nach Hause oder in eine Werkstatt. Trägt der Radfahrer keine Schuld am Unfall, kann er bei der gegnerischen Haftpflichtversicherung diverse Ansprüche geltend machen. Dazu zählen eine Unkostenpauschale von 20 bis 25 Euro für allgemeine Kosten, die Kosten der Reparatur oder eines neuen Fahrrads sowie unter Umständen eine Entschädigung für den Nutzungsausfall des Rads. „Bei einem Personenschaden kann man zudem Ansprüche auf Schmerzensgeld geltend machen. Hier empfiehlt es sich, einen Anwalt für Verkehrsrecht hinzuzuziehen, denn Schmerzensgeld lässt sich oft nur schwer durchsetzen“, so Rechtsanwalt Preidel.

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Brühl | Politik & Wirtschaft

Neue Abfalleimer in der City im Test

Getrennte Müllsammlung in der Innenstadt

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Vor dem neuen Mülleimer: (v.l.) Gabriele Schulz, Andreas Fertig, Danja Beilmann, Christoph Reuter und Bürgermeister Dieter Freytag. Foto: Stadt Brühl

Auf dem Steinweg hat der StadtServiceBetrieb Brühl einen für Brühl neuen Mülleimer aufgestellt. Er soll den Passanten ermöglichen, ihren Müll getrennt zu entsorgen.

Die Idee zu dem Projekt hatte der Brühler Ortsverband Parents4Future. Gabriele Schulz, Danja Beilmann und Andreas Fertig waren auf den StadtServiceBetrieb mit ihrem Vorschlag herangetreten. Sie schlugen vor, in der Fußgängerzone eine getrennte Müllsammlung einzuführen bzw. zu testen.

Geeigneter Standort ausgesucht

Dies fiel beim Vorstand des StadtServiceBetriebes auf fruchtbaren Boden. Es wurde vereinbart, einen Müllbehälter mit der Einwurfmöglichkeiten für drei verschiedene Abfallfraktionen als Testversuch in der Innenstadt aufzustellen.  

Gemeinsam mit dem Fachbereich Bauen und Umwelt und dem Leiter des StadtServiceBetriebes, Christoph Reuter, ging man auf die Suche. Schließlich wurde ein geeignetes Modell und ein stark frequentierter Standort gefunden.

Der neue Abfallbehälter bietet die Möglichkeit, Restmüll, Papier und Verpackungsabfall zu entsorgen. Zusätzlich ist an dem Behälter noch ein Ascher angebracht, der die Entsorgung von Zigarettenkippen ermöglicht.

Der Abfallbehälter wurde auf dem Steinweg neben dem Schlesinger-Brunnen aufgestellt. „Mit diesem Testlauf soll nun festgestellt werden, ob eine gezielte Mülltrennung im öffentlichen Bereich funktioniert. Gegebenenfalls kann sie auch noch ausgeweitet werden“, sagte Bürgermeister Dieter Freytag.

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Rhein-Sieg-Kreis

Pferdetransport an A3 gestoppt

Die Tiere waren teils unterernährt, von Parasiten befallen und nicht gesichert.

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Die 14 Pferde waren in dem Anhänger regelrecht eingepfercht / Foto: Rhein-Sieg-Kreis

Das Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises hat 14 teils unterernährte und kranke Pferde aus Spanien in eine Pflegeunterkunft bringen lassen. Die Tiere wurden bei einer Polizeikontrolle eines Lastwagens aus Spanien auf der A3 Anfang der Woche am Rastplatz Sülztal entdeckt. Der Transport war in Spanien gestartet und auf dem Weg in die Niederlande. Wegen des schlechten Zustandes der Tiere wurde das Veterinäramt eingeschaltet.

Pferde wurden durch Tierarzt versorgt

Das Team des Veterinäramtes fand einen mit 14 Pferden völlig überbelegten Transporter mit Anhänger vor. Einige Tiere waren unterernährt, litten an Parasitenbefall, hatten ausgebrochene Hufe oder waren krank. Fast alle Pferde trugen keine Halfter und standen lose im Transporter, 2 Wallache waren tierschutzwidrig mit dem Kopf nach oben festgebunden. Die Pferde standen dicht an dicht und hatten kaum Möglichkeit sich zu bewegen. Zudem stand den Tieren weder Futter noch Wasser zur Verfügung. Wie sich bei der Kontrolle zudem herausstellte, lag für den Pferdetransport aus Spanien auch kein, für Tiertransporte in der EU vorgeschriebenes, Gesundheitszeugnis vor. Das Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises konnte die Tiere zunächst für 14 Tage auf einem Pferdehof unterbringen. Dort wurden die Pferde von einem Tierarzt versorgt.

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