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Umwelt & Nachhaltigkeit

Gemeinsam gegen Plastikmüll

Clean-up-Events: 1.000 Aufräumaktionen in ganz Deutschland

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Gemeinsam für mehr Umweltschutz: Beim Aufsammeln von Plastikmüll kann man mit persönlichem Engagement viel erreichen. Foto: djd/Paul Ambrusch

Kunststoffabfälle belasten die Umwelt über Jahrzehnte. Das gilt vor allem, wenn sie in Meere, Flüsse und andere Gewässer gelangen. Die Bilder von Plastikstrudeln vor vielen Küsten sowie von Tieren, die sich darin verheddern, sind nur allzu gut bekannt. Lösungen für diese ökologische Krise sind längst vorhanden, doch gemeinschaftliches Engagement ist notwendig – und jeder Einzelne kann sich einsetzen. Zum einen durch den Verzicht auf Kunststoffverpackungen und der Entscheidung für umweltfreundliche Alternativen wie Mehrwegglas. Zum anderen durch Müllsammelaktionen – dabei kann jeder sogar einen solchen Clean-up in seinem Ort organisieren oder sich daran beteiligen.

Weg mit dem Plastikmüll

Um Strände, Seen und Gewässer von Plastikmüll zu befreien, sind viele helfende Hände notwendig. So will die gemeinnützige Surfrider Foundation Europe in Kooperation mit fritz-kola 1.000 Clean-ups in ganz Europa ermöglichen. Vereine, Freunde, Familien und Bürokollegen können eigene Aufräumaktionen veranstalten. „Jede helfende Hand bringt uns weiter in Richtung unseres Ziels. Daher rufen wir alle auf, aus Glas zu trinken, aufzuräumen und sich dem Kampf gegen Plastik anzuschließen“, erklärt Mirco Wolf Wiegert, Gründer und Geschäftsführer des Getränkeherstellers, der von Anfang an für seine Produkte auf Glasmehrwegflaschen gesetzt hat.

Clean-up-Termine finden oder eine eigene Aktion planen

Alles, was für den Clean-up benötigt wird, senden die Organisatoren kostenfrei zu. Das sogenannte Ocean-Initiative-Kit enthält Handschuhe, Müllbeutel und Infobroschüren, um den Teilnehmenden die Problematik der Meeresabfälle näherzubringen. Unter www.trink-aus-glas.de gibt es eine Übersicht aller geplanten Termine und detaillierte Informationen dazu, wie sich eine eigene Müllsammelaktion organisieren lässt. Ein zusätzlicher Bonus für alle, die sich gegen das Problem des Plastikmülls engagieren möchten: Wer über die sozialen Medien eine „Clean-up-Story“ einreicht, hat die Chance, für sich und sein Team einen Jahresvorrat an Getränken zu gewinnen. Geliefert wird die Verköstigung selbstverständlich in Glasmehrwegflaschen.

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Papier statt Schachtel

Ideen aus der Systemgastronomie für weniger Verpackungsmüll

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Mehrweg statt Einweg, Papier statt Burgerschachteln: Führende Anbieter der Systemgastronomie wollen dazu beitragen, das Aufkommen von Plastik- und Verpackungsmüll in den Restaurants deutlich und kontinuierlich zu reduzieren. Foto: djd/McDonald's Deutschland

Die Top-100-Unternehmen der deutschen Systemgastronomie konnten ihre Umsätze zwischen 2010 und 2019 laut einer auf Statista veröffentlichten Food-Service-Studie von 10,6 auf 15,3 Milliarden Euro steigern. Im vergangenen Jahr gab es aufgrund des lang anhaltenden Lockdowns zwar einen Umsatzeinbruch auf 10,7 Milliarden Euro. Nach Überwindung der Pandemie dürften allerdings die Umsätze sowie die Zahl der Filialen weiter deutlich steigen. Wachstum in der Systemgastronomie bedeutet aber auch: Für den Verzehr der Gerichte fällt potenziell immer mehr Verpackungsmüll an, der die Umwelt belastet. Führende Anbieter wollen dem Müllaufkommen mit verschiedenen Maßnahmen entgegensteuern.

Papier aus zertifiziert nachhaltigen Quellen

Mehrweg statt Einweg, Papier statt Burgerschachteln: So soll der Plastik- und Verpackungsmüll in den Restaurants deutlich und kontinuierlich reduziert werden. McDonald’s Deutschland beispielsweise will nach Firmenangaben allein durch die Umstellung von Karton- auf Einwickelpapier bis zu 70 Prozent Verpackungsmaterial einsparen. Außerdem setzt das Unternehmen bei der Materialherkunft an. So besteht der Großteil der Verpackungen inzwischen aus Papier, welches komplett aus zertifiziert nachhaltigen Quellen stammt. Alle Abfälle, die in den Restaurants anfallen, werden zudem getrennt und die Wertstoffe dem Recycling zugeführt: Gebrauchte Getränkebecher beispielsweise werden zu Hygienepapier oder Rigipsplatten weiterverwertet.

Gegen das achtlose Wegwerfen von Müll sensibilisieren

Die Restaurantkette geht noch weiter und will beim sogenannten „Littering“ ansetzen. So wird die Unsitte bezeichnet, Abfälle im öffentlichen Raum achtlos wegzuwerfen oder liegenzulassen, ohne die dafür vorgesehenen Mülleimer oder Papierkörbe zu benutzen. Die Sauberhaltung des Umfelds ist bereits ein fester Bestandteil des Restaurantbetriebs. Die Anstrengungen bei McDonald’s für mehr Achtsamkeit bei der Müllentsorgung sollen nun weiter verstärkt werden, etwa durch Aufkleber für Abfallbehälter und Tablettwagen sowie Hinweise auf den Kassenbons. Darüber hinaus testet das Unternehmen an ausgewählten McDrive-Standorten spezielle Abfall-Fangkörbe. Für eine möglichst große Aufmerksamkeit nutzt man auch seine Reichweite auf den eigenen Social-Media-Kanälen.

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Der Müll gehört in den Korb

Systemgastronomie will gegen das achtlose Wegwerfen von Abfall sensibilisieren

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Abfälle wegzuwerfen kann auch Spaß machen - umso mehr mit den neuen speziellen Müllbehältern. Foto: djd/McDonald's Deutschland

Als „Littering“ wird die Unsitte bezeichnet, Abfälle im öffentlichen Raum achtlos wegzuwerfen oder liegenzulassen, ohne die dafür vorgesehenen Mülleimer oder Papierkörbe zu benutzen. Verschmutzte Plätze und Grünanlagen sind vor allem während der Pandemie zu einem zunehmenden Problem für die Kommunen und Ärgernis für die Bürger geworden. Auswärts essen war lange Zeit nur „to go“ möglich und eine Lawine von Take-away-Verpackungen die Folge. Feiern konnte und kann man vorwiegend nur draußen – das sorgte für eine Verschärfung des Problems mit Unmengen an Abfall im Freien.

Restaurantumfeld soll sauber gehalten werden

In der Systemgastronomie sind Verpackungen notwendig, um einen schnellen, hygienischen und unkomplizierten Service zu bieten. McDonald’s will nun zum einen das Müllaufkommen in seinen Restaurants deutlich reduzieren und vor allem auch seine Gäste gegen das achtlose Wegwerfen von Müll sensibilisieren. 94 Prozent der rund 1.450 Restaurants in Deutschland werden von 204 mittelständischen Franchisepartnern geführt. Als Bürger der jeweiligen Kommune haben diese ein ureigenes Interesse an Abfallvermeidung und Umweltschutz.

Die Sauberhaltung des Umfelds ist deshalb ein fester Bestandteil des Restaurantbetriebs, etwa durch die Bereitstellung von Abfallbehältern im Außenbereich sowie regelmäßigen Außenrundgängen durch Mitarbeiter, um weggeworfene Verpackungen einzusammeln. Hierbei gibt es vielerorts Kooperationen mit den kommunalen Entsorgungsbetrieben oder anderen Gewerbetreibenden, um Synergien zu nutzen. Einige Franchisepartner unterstützen zudem lokale Abfallsammelaktionen, etwa mit Manpower aus dem Kreis der Mitarbeiter, der Bereitstellung von Sammelequipment oder einer Verköstigung der Helfer. Mit der Kampagne „Gib Müll ’nen Korb“ rückt etwa McDonald’s den richtigen Umgang mit Verpackungen in den Fokus. Dazu stattet man alle Restaurants mit Aktionsmaterialien wie Aufklebern mit dem Aktionslogo für die Abfallbehälter im Außenbereich aus. An ausgewählten McDrive-Restaurants werden spezielle Abfall-Fangkörbe installiert, die zum zielgenauen Einwerfen ermuntern. Eine breite Social-Media-Kampagne begleitet die Aktionen.

Plastik- und Verpackungsmüll reduzieren

Im Rahmen eines sogenannten Verpackungsfahrplans soll zudem Plastik- und Verpackungsmüll kontinuierlich reduziert werden. So wurden die Dessertverpackungen im letzten Jahr auf nahezu plastikfreie Alternativen umgestellt, wodurch 2020 bereits 904 Tonnen Kunststoff eingespart werden konnten. Darüber hinaus werden alle anfallenden Abfälle von Mitarbeitern in den Restaurants getrennt und die Wertstoffe dem Recycling zugeführt.

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Packen wir’s an

Vier Tipps, mit denen jeder etwas für den Klimaschutz tun kann

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Für jeden Einzelnen gibt es Möglichkeiten, im Alltag durch Verhaltensänderungen CO2 zu sparen und damit einen Beitrag gegen den Klimawandel zu leisten. Foto: djd/LichtBlick SE/Getty Images/alvarez

Rekordhitze mit bis zu 50 Grad Celsius in Kanada und Südeuropa. Starkregen und Flutkatastrophe in Deutschland und weltweit die zunehmende Gefahr durch Tornados: Immer mehr Menschen bekommen den Klimawandel hautnah zu spüren. Der Ökostromanbieter Lichtblick beispielsweise zeigt unter www.lichtblick.de/klimaneutral-leben, wie es gelingen kann, bis 2035 in fünf Schritten zur Klimaneutralität zu kommen. Für jeden Einzelnen gibt es auf dem Weg dahin noch weitere Möglichkeiten, im Alltag durch Verhaltensänderungen CO2 zu sparen und damit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Das Gute daran: Die meisten Maßnahmen sind einfach umzusetzen und bedeuten keinen Verzicht auf Lebensqualität. Hier sind vier Tipps:

1. Den persönlichen CO2-Fußabdruck ermitteln

In Deutschland verbraucht jede Person im Durchschnitt etwa 11,2 Tonnen CO2 pro Jahr. Von diesem Durchschnittswert gibt es je nach Lebensstil teilweise große Abweichungen nach oben oder unten. Den eigenen C02-Fußabdruck kann man heute im Internet leicht ermitteln: Einen C02-Rechner bietet etwa das Umweltbundesamt unter www.uba.co2-rechner.de an. Mit dem „CO2-Szenario“ kann man dabei auch in die Zukunft schauen und sehen, was Verhaltensänderungen bringen.

Beim Strom kann man auf Ökostrom umsteigen, der Wechsel ist einfach und bringt viel fürs Klima. Foto: djd/LichtBlick SE/PantherMedia/Andriy Popov

2. Ökostrom und Wäscheleine

Der größte Teil der Treibhausgas-Emissionen entfällt auf das Thema Heizen und Strom. Hier können Haushalte ganz leicht ansetzen und dabei auch noch Geld sparen. Beim Strom kann man beispielsweise auf Ökostrom umsteigen, der Wechsel ist einfach und bringt mehrere Tonnen CO2-Ersparnis fürs Klima, Infos gibt es etwa unter www.lichtblick.de. Strom sparen lässt sich derweil bei Waschmaschine und Geschirrspüler. Sie sind am sparsamsten, wenn sie voll beladen laufen. Kleine Helfer wie Toaster und Wasserkocher verbrauchen weniger Strom als Herd und Backofen. Und am günstigsten und umweltfreundlichsten ist es, wenn Wäsche zum Trocknen auf der Leine flattert.

3. Lohnt sich Solarstrom für mich?

Photovoltaikanlagen sind eine lohnende Investition, wenn möglichst viel des erzeugten Stroms selbst genutzt wird. Solarstromanlagen kann man kaufen oder mieten, vom Staat gibt es dafür teilweise attraktive Förderungen.

4. Bahn statt Flugzeug

Zwischen den Verkehrsmitteln gibt es riesige Unterschiede im Hinblick auf den CO2-Ausstoß. So verursacht eine Reise mit der Bahn im Vergleich mit einem Inlandsflug nach Daten des Bundesumweltbundesamtes bis zu zehn Mal weniger Emissionen pro Reisendem.

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Wenn die Natur das Grab schmückt

Wie Angehörige und Freunde im Bestattungswald trauern und gedenken

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Wildblumen dekorieren die Baumgräber in einem Bestattungswald und locken natürliche Gäste an. Foto: djd/FriedWald GmbH

Ein Grab im Wald braucht keine Gestecke oder Kerzen – das Schmücken und die Pflege übernimmt allein die Natur. Das bedeutet: Wildblumen, Pilze, Moose und Farne wachsen, wie es ihnen bestimmt ist. Sie verändern den Bestattungsort im Wechsel der Jahreszeiten immer wieder, und das bunte Laub trägt im Herbst seinen Teil dazu bei. Beim Naturbestattungsanbieter FriedWald hat die Erfahrung gezeigt: Wer seine letzte Ruhe in einem Bestattungswald anstatt auf einem Friedhof finden möchte, der wünscht sich, dass Angehörige und Freunde diesen natürlichen Kreislauf erleben. So können sie in ihrem eigenen Rhythmus trauern, statt zum Setzen von Pflanzen oder zum Gießen vorbeizukommen.

Spazieren gehen und sich erinnern

Ein Waldspaziergang hilft dabei, zu entspannen und den Erinnerungen freien Lauf zu lassen. Viele Menschen wählen diese Möglichkeit des Gedenkens und legen dabei eine kleine Pause am Andachtsort ein. Zu besonderen Anlässen wie Jubiläen oder Geburtstagen wird schon einmal ein Glas Sekt am Baum des Verstorbenen getrunken oder ein kleines Picknick gemacht. Wer die Atmosphäre in einem FriedWald erleben möchte, kann sich unter www.friedwald.de über Standorte und die Möglichkeit von Führungen informieren. Bei der Rückkehr nach Hause nehmen Hinterbliebene vielfach ein Blatt, einen Zweig oder eine Frucht des Waldes wie eine Eichel oder Buchecker als Erinnerungsstück mit – und dekorieren damit zum Beispiel ein Bild des geliebten Menschen, der nicht mehr lebt. Auf diese Weise entsteht ein kleiner Ort des Gedenkens.

Eine Umarmung durch den Baum schicken

Manche nutzen den Baum im Bestattungswald auch als stummen Gesprächspartner, berühren und umarmen ihn oder lesen ihm einen selbst verfassten Brief an den Verstorbenen vor. Kinder finden die Idee, diesem Menschen eine Umarmung durch den Baum zu schicken, oft sehr nachvollziehbar.

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Hochwasser-Check gibt Sicherheit

Bayerische Wasserwirtschaft und Landesamt für Umwelt starten Onlineaktion

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Hochwasser kann fast jeden treffen. Ein neuer Onlinecheck hilft jetzt bei der Planung vorbeugender Maßnahmen. Foto: djd/Bayer. Landesamt für Umwelt/Getty Images/FooTToo

Ob Flusshochwasser, Überflutungen durch Starkregen oder hohe Grundwasserstände: Hochwasser kann fast alle Menschen treffen. Die Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre haben erneut bestätigt, dass es keinen hundertprozentigen Schutz geben kann. Trotzdem hilft eine gründliche Vorbereitung dabei, die Gefahren für Leib und Leben zu reduzieren sowie dem Verlust von ideellen Gegenständen und materiellen Schäden effektiv vorzubeugen. Dabei können alle einen Beitrag leisten: der Freistaat durch Steuerung und Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen, Städte und Gemeinden durch regelmäßige Übungen mit den Einsatzkräften und eine hochwasserangepasste Planung neuer Baugebiete. Unternehmer könnten sich beteiligen durch die sichere Lagerung gefährlicher Stoffe, Landwirte durch den Rückhalt in der Flur, Planer und Architekten durch bauliche Schutzmaßnahmen sowie Bürgerinnen und Bürger durch eine gute Vorbereitung für den Ernstfall.

Selbstcheck machen und als Hochwasserschützer sichtbar werden

Als vorsorgende Maßnahme hat „Hochwasser.Info.Bayern“, eine Initiative der Bayerischen Wasserwirtschaft, daher jetzt den Hochwasser-Check ins Leben gerufen. Wer online genügend Fragen der Checkliste positiv beantworten kann, erhält mit dem Ergebnis die Bestätigung, bereits gut auf den Fall der Fälle vorbereitet zu sein. Auf diese Weise kann jeder ein Teil der Hochwasserschützer-Community werden und seinen Beitrag auf der interaktiven Bayernkarte teilen. Hier werden beispielhafte Projekte vorgestellt, um praxisnahe Tipps zu geben und zum eigenen Handeln zu motivieren. Schließlich ist Hochwasserschutz eine Gemeinschaftsaufgabe, die von vielen Institutionen und Personen gemeinsam getragen wird. Unter www.hochwasser-check.de kann jeder den Fragenkatalog bearbeiten, zudem gibt es hier viele nützliche Informationen.

Verlosung unter allen Teilnehmenden

Bürgerinnen und Bürger wie auch die weiteren Akteure und Zielgruppen sichern sich mit der Teilnahme am Hochwasser-Check zudem die Chance auf eine von insgesamt 30 Profi-Funkwetterstationen, die unter allen Teilnehmenden verlost werden. Städte und Gemeinden haben die Möglichkeit, ein zu 100 Prozent gefördertes Audit „Hochwasser – Überflutung und Starkregen“ durchführen zu lassen. Die Ergebnisse und Stärken-Schwächen-Analysen dienen dabei beispielsweise der Verbesserung der Regional- und Städteplanung. So lassen sich geeignete Maßnahmen besser priorisieren und die vorhandenen Ressourcen gezielter einsetzen. Weitere Informationen, Vorhersagen und aktuelle Warnungen gibt es unter www.hochwasserinfo.bayern.de sowie über den Twitter-Kanal @Hochwasser_Info.

Unter www.hochwasser-check.de finden sich neben dem Fragenkatalog viele wertvolle Tipps und Informationen rund um den Hochwasserschutz.
Foto: djd/Bayer. Landesamt für Umwelt

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Das sind Deutschlands „grüne Energiemeister“

Aktuelles Ranking: So viel wird vor Ort für eine erfolgreiche Energiewende getan

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Im Kreis-Ranking der „grünsten Region Deutschlands" belegt das bayerische Fürth den ersten Platz. Foto: djd/E.ON/Getty Images/scanrail

Der Erfolg der Energiewende hängt davon ab, dass sich vor Ort Kommunen, Bürgerinnen und Bürger engagieren und ihre jeweiligen Beiträge leisten. Welche Landkreise, kreisfreien Städte und Bundesländer sind dabei heute bereits besonders weit und setzen Maßstäbe in Sachen Erneuerbarer Energien? Hamburg ist der bundesweite Spitzenreiter unter den Bundesländern. Der Stadtstaat überzeugt im aktuellen E.ON Ranking „Grüne Energiemeister“ insbesondere mit einer hohen Quote an Ökostromnutzern und einem dichten Ladenetz für Elektroautos. Damit platziert sich die Freie und Hansestadt im Bundeslandvergleich vor den beiden Zweitplatzierten Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Auf Ebene der 401 deutschen Landkreise und kreisfreien Städte liegen Fürth, Kassel und Ulm auf den vordersten Plätzen.

Jeder kann zur Energiewende beitragen

Der Regionalvergleich zeigt, wie viel von den Kommunen, Bürgerinnen und Bürgern vor Ort für eine erfolgreiche Energiewende getan wird. „Wenn alle Beteiligten gemeinsam an einem Strang ziehen, kann die Energiewende in Deutschland gelingen“, unterstreicht Filip Thon, CEO der E.ON Energie Deutschland GmbH. „Das Ranking verstehen wir daher als Auszeichnung und Ansporn zugleich, dieses Ziel konsequent weiterzuverfolgen.“ Der Blick in die Einzelkategorien zeigt: Hamburg punktet vor allem mit einer hohen Quote an Ökostromnutzern (44,5 Prozent, erster Platz), auch die Dichte des E-Auto-Ladenetzes sticht hervor (Platz zwei). Das insgesamt zweitplatzierte Bundesland Baden-Württemberg schneidet in der Kategorie „Erfinder/Patente“ sogar stärker ab (Platz zwei mit 9,67 Erfindern/Patenten pro 100.000 Einwohnern), Nordrhein-Westfalen liegt bei den E-Auto-Ladestationen pro 100 Quadratkilometer ebenfalls auf den vorderen Plätzen (Platz vier mit einem Wert von 13,31). Im Kreis-Ranking verdankt die erstplatzierte Stadt Fürth ihre Spitzenposition soliden Platzierungen über alle Kategorien hinweg.

So wird das Ranking berechnet

Der bundesweite Index „Grüne Energiemeister“ setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen: der installierten Leistung von Ökostromanlagen pro Quadratkilometer, der Anzahl der Erfinder und deren grüne Patente pro 100.000 Einwohner, der Ökostromnutzung und den öffentlichen E-Auto-Ladestationen pro 100 Quadratkilometer. Für die Ermittlung wurden Daten aus öffentlichen Quellen sowie repräsentative Umfrage-Ergebnisse herangezogen. Unter www.energieatlas.eon.de gibt es weitere aufschlussreiche Details. So lassen sich mithilfe des Online-Tools nicht nur regionale, sondern auch überregionale Trends analysieren, die Plattform wird kontinuierlich mit neuen Datensätzen erweitert.

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Klimapositive Produkte fördern den Umweltschutz

Verbraucher können auf vielfältige Weise den Klimaschutz unterstützen

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Die Klimabilanz kann durch klimapositive Produkte verbessert werden. Foto: djd/HIPP

Der Klimaschutz ist eine wichtige Sache: So sind laut einer Untersuchung der Internationalen Hochschule IUBH knapp 83 Prozent aller Befragten der Meinung, dass jeder einzelne Mensch eine persönliche Verantwortung hat, sich klimafreundlich zu verhalten. Und das schafft jeder mit seinen eigenen Möglichkeiten: Öfter mit dem Fahrrad zu fahren und das Auto dafür stehenzulassen, ist zum Beispiel gerade im Sommer oft ohne Probleme möglich. Beim Einkaufen können Verbraucher in jedem Supermarkt auf umweltfreundlich produzierte Waren achten. Es gibt sogar Produkte, die klimapositiv hergestellt werden.

Mehr ausgleichen als verursachen

Gleicht ein Unternehmen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg genauso viel schädliches CO2 aus, wie durch Rohwaren, Verpackungen und Transporte entstehen, so spricht man von Klimaneutralität. Neben CO2-Einsparungen und dem Einsatz erneuerbarer Energien kann der Ausgleich auch durch die Unterstützung weltweiter Klimaschutzprojekte stattfinden. Einige Unternehmen gehen jedoch deutlich weiter. Der Hersteller für Babynahrung Hipp beispielsweise gleicht für jedes seiner klimapositiven Bio-Gläschen durchschnittlich 350 Gramm schädliches CO2 aus. Das ist mehr, als insgesamt für ein Gläschen bei der Produktion vom Acker bis zum Handel anfällt. Dabei spielen auch eigene Klimaschutzprojekte eine Rolle. Diese haben das Ziel, durch verstärkten Humusaufbau langfristig mehrere Tausend Tonnen Kohlenstoffdioxid in landwirtschaftlichen Böden zu binden. Bei jährlich rund 108 Millionen klimapositiv produzierten Gläschen für Deutschland, Österreich und die Schweiz hält das Pfaffenhofener Unternehmen nach eigenen Angaben so 37.984 Tonnen CO2 aus der Atmosphäre fern.

Selbst zum Klimaschützer werden

Zum Thema Bodenverbesserung und Umweltschutz können auch Verbraucher abseits des Supermarktes aktiv beitragen. Mit einer Wurmkiste im eigenen Keller oder Garten beispielsweise produzieren sie eigenen Dünger aus Küchenabfällen. Mit der Zeit wandeln Kompostwürmer in der Kiste Bananenschalen, Kartoffelpellen oder Salatstrünke in fruchtbaren Humus um, der wiederum den Pflanzen im eigenen Garten zugutekommt – und gekauften Dünger in vielen Fällen überflüssig macht. Unter www.hipp-klimapositiv.de gibt es ein Gewinnspiel, bei dem man mit solchen und anderen umweltfreundlichen Ideen punkten kann. Wer bei dieser Aktion erzählt, wie er persönlich zum Klimaschutz beiträgt, kann mit etwas Glück einen Besuch auf einem Bio-Bauernhof gewinnen. Wer noch weitere zündende Ideen braucht, findet Tipps auf den Webseiten etwa vom Nabu und anderen Umweltorganisationen.

83 Prozent aller Befragten sind der Meinung, dass jeder einzelne Mensch eine persönliche Verantwortung hat, sich klimafreundlich zu verhalten.
Foto: djd/HIPP/Statista

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Stoffhaube statt Plastikfolie

Lebensmittel umweltfreundlich und natürlich frisch halten

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Warme Sonnenstrahlen und Blumenduft: Jetzt gibt es nichts Schöneres, als im Freien zu schlemmen. Egal ob Picknick im Grünen, Frühstück auf der Terrasse oder rauschende Grillparty, an der frischen Luft schmeckt es noch mal so gut. Bunte Salate, würzige Dips und sahnige Desserts werden liebevoll für das Outdoor-Event in Schüsseln zubereitet. Doch wie so oft findet sich kein passender Deckel für den Transport. Endet die erfolglose Suche nun mit dem Griff zur Frischhaltefolie, belastet dies die Umwelt. Laut Statista liegt der Plastikverpackungsabfall je Einwohner pro Jahr in Deutschland bei 38,5 Kilogramm. Mehr als die Hälfte der Kunststoffverpackungen landet in der Müllverbrennung, verpestet die Luft und winzige Mikroplastikteilchen gelangen über die Nahrungskette früher oder später sogar auf unsere Teller.

Alles frisch mit der Hood

Immer mehr Menschen wollen dem Plastikwahn unserer Zeit entgegenwirken, so auch Kristina Parr Günther, Gründerin des Frankfurter Labels ever&again. „Ich habe es mir mit meinem Unternehmen zur Aufgabe gemacht, Wegwerfbares und Einwegartikel durch praktikable und gleichzeitig schöne Alternativen zu ersetzen“, erklärt die Unternehmerin. Zum Frischhalten von Lebensmitteln kommen beispielsweise farbenfrohe Food Hoods aus Unikat-Stoffen mit Innenfutter zum Einsatz. Die bunten Hingucker werden einfach über gefüllte Schüsseln gezogen. Für guten Halt auf dem zu „behütenden“ Gefäß sorgt ein eingenähtes Gummiband. Mit den verschiedenen Größen und Formen lassen sich quadratische, ovale oder eckige Behälter abdecken. Die geruchsneutralen und kühlschranktauglichen Schüsselhauben kann man auswischen oder in die Waschmaschine geben – schon sind sie wieder einsatzbereit.

Die bunten Hauben sind immer wieder verwendbar und im Gegensatz zu Bienenwachstüchern vegan.
Foto: djd/ever&again

Bitte ohne Folie

Mit den in Handarbeit in einer Reha-Werkstatt in Frankfurt gefertigten Alltagshelfern erschafft das Label Accessoires, die das Leben schöner und nachhaltiger gestalten. „Jedes unserer Produkte ist ein Unikat und wurde mit viel Hingabe entworfen“, so Kristina Parr Günther, die unter www.everandagain.com weitere nützliche und praktische Produkte anbietet, die dabei helfen, Plastik und Einwegartikel im täglichen Leben zu vermeiden. Nicht zuletzt fängt Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein beim Einkauf an. So sollte man unverpacktem Obst und Gemüse den Vorzug geben. Eventuell findet sich ein Wochenmarkt mit regionalen Waren oder ein Unverpackt-Laden, wo mitgebrachte Behälter aufgefüllt werden. Naturkosmetik wiederum kommt ganz ohne erdölbasierte Bestandteile aus. Außerdem können feste Seife und Shampoo in Seifenform für die Körperhygiene eine gute Alternative sein. Für natürliche Peelings eignen sich Kaffeesatz, Zucker oder Meersalz.

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Schwellenländer im Kampf gegen die Klimakrise unterstützen

So können deutsche Anleger einen Beitrag zum Ausbau der Solarenergie leisten

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Martin Baart und der Ingenieur Ali Pirbhai bei der schwimmenden Solaranlage für die Blumenfarm Rift Valley Roses in Kenia. Foto: djd/ecoligo.investments/Yves Didier

Nach Eindämmung der Corona-Pandemie wird der weltweite Kampf gegen den Klimawandel wieder in den Fokus rücken. Laut einer aktuellen Studie kann Deutschland das Ziel Klimaneutralität 2045 und damit fünf Jahre früher als geplant erreichen. So hoffnungsvoll die Bemühungen hierzulande sind: Der Kampf gegen die Klimakrise wird vor allem auch in Schwellenländern entschieden. Wie kann man gerade in sonnenreichen Ländern wie Vietnam, Costa Rica oder Kenia den Ausbau erneuerbarer Energien wie der Solarenergie vorantreiben? Und wie können Deutsche ihren Beitrag dazu leisten?

Deutsche Firma betreibt Solarprojekte in Schwellenländern

Das Berliner Unternehmen Ecoligo etwa setzt auf ein Modell, das beitragen kann, die Energiewende voranzutreiben: Die Firma plant, finanziert und betreibt Solaranlagen zur Versorgung von Unternehmen in Schwellenländern. Aufgrund mangelnder Finanzierungsmöglichkeiten vor Ort bringt Ecoligo die Finanzierung mit. Die Firma verantwortet Installation und Wartung und finanziert Projekte über Investments von Privatanlegerinnen aus Deutschland über die online Plattform www.ecoligo.investments. Die Unternehmen vor Ort, die Strom aus den Solaranlagen beziehen, zahlen eine monatliche Gebühr – günstiger als die oft sehr hohen lokalen Strompreise – an die jeweilige lokale Tochtergesellschaft des deutschen Unternehmens. Somit kommt es zu einer Win-win-Situation. Die Solaranlagen werden bis zu 20 Jahre betrieben und gehen anschließend in den Besitz des lokalen Kunden über. Seit 2016 wurden 66 Solarprojekte finanziert, viele weitere sind in Planung. Derzeit wird das größte Finanzierungsvorhaben der Firmengeschichte mit der vietnamesischen Firma Kim Duc, Hersteller wiederverwendbarer Einkaufstaschen, umgesetzt. Die Anlage wird dem vietnamesischen Unternehmen zur Umstellung auf Ökostrom sowie zur Einsparung von über 2.400 Tonnen CO2 im Jahr verhelfen. Ein weiteres Solarprojekt ist die erste schwimmende Solaranlage Kenias, die die Blumenfarm Rift Valley Roses mit sauberer und bezahlbarer Energie versorgt und von 125 Investorinnen finanziert wurde.

Ein Ingenieur bereitet sich auf die Installation von Kenias erster schwimmender Solaranlage vor.
Foto: djd/ecoligo.investments/Paul Kidero

Deutsche Anleger können Geld nachhaltig und gewinnbringend investieren

Über die grüne Stromerzeugung in den Schwellenländern erwirtschaftet das Berliner Unternehmen jährliche Zinsen für Investoren in Höhe von fünf bis acht Prozent. Über www.ecoligo.investments kann investiert werden und können auch weitere Infos eingeholt werden. Deutsche Anleger können ihr Geld gewinnbringend in nachhaltigen Strom investieren und sich an der globalen Energiewende beteiligen. Das Geld der Investor*innen wird auf ein Treuhandkonto eingezahlt und darf ausschließlich für das jeweils konkrete Projekt verwendet werden.

Die schwimmenden Solarmodule für die Blumenfarm Rift Valley Roses in Kenia.
Foto: djd/ecoligo.investments

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Hochwasser-Check gibt Sicherheit

Bayerische Wasserwirtschaft und Landesamt für Umwelt starten Onlineaktion

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Hochwasser kann fast jeden treffen. Ein neuer Onlinecheck hilft jetzt bei der Planung vorbeugender Maßnahmen. Foto: djd/Bayer. Landesamt für Umwelt/Getty Images/FooTToo

Ob Flusshochwasser, Überflutungen durch Starkregen oder hohe Grundwasserstände: Hochwasser kann fast alle Menschen treffen. Die Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre haben erneut bestätigt, dass es keinen hundertprozentigen Schutz geben kann. Trotzdem hilft eine gründliche Vorbereitung dabei, die Gefahren für Leib und Leben zu reduzieren sowie dem Verlust von ideellen Gegenständen und materiellen Schäden effektiv vorzubeugen. Dabei können alle einen Beitrag leisten: der Freistaat durch Steuerung und Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen, Städte und Gemeinden durch regelmäßige Übungen mit den Einsatzkräften und eine hochwasserangepasste Planung neuer Baugebiete. Unternehmer könnten sich beteiligen durch die sichere Lagerung gefährlicher Stoffe, Landwirte durch den Rückhalt in der Flur, Planer und Architekten durch bauliche Schutzmaßnahmen sowie Bürgerinnen und Bürger durch eine gute Vorbereitung für den Ernstfall.

Selbstcheck machen und als Hochwasserschützer sichtbar werden

Als vorsorgende Maßnahme hat „Hochwasser.Info.Bayern“, eine Initiative der Bayerischen Wasserwirtschaft, daher jetzt den Hochwasser-Check ins Leben gerufen. Wer online genügend Fragen der Checkliste positiv beantworten kann, erhält mit dem Ergebnis die Bestätigung, bereits gut auf den Fall der Fälle vorbereitet zu sein. Auf diese Weise kann jeder ein Teil der Hochwasserschützer-Community werden und seinen Beitrag auf der interaktiven Bayernkarte teilen. Hier werden beispielhafte Projekte vorgestellt, um praxisnahe Tipps zu geben und zum eigenen Handeln zu motivieren. Schließlich ist Hochwasserschutz eine Gemeinschaftsaufgabe, die von vielen Institutionen und Personen gemeinsam getragen wird. Unter www.hochwasser-check.de kann jeder den Fragenkatalog bearbeiten, zudem gibt es hier viele nützliche Informationen.

„Hochwasser.Info.Bayern“, eine Initiative der Bayerischen Wasserwirtschaft, hat den Hochwasser-Check ins Leben gerufen.
Foto: djd/Bayer. Landesamt für Umwelt

Verlosung unter allen Teilnehmenden

Bürgerinnen und Bürger wie auch die weiteren Akteure und Zielgruppen sichern sich mit der Teilnahme am Hochwasser-Check zudem die Chance auf eine von insgesamt 30 Profi-Funkwetterstationen, die unter allen Teilnehmenden verlost werden. Städte und Gemeinden haben die Möglichkeit, ein zu 100 Prozent gefördertes Audit „Hochwasser – Überflutung und Starkregen“ durchführen zu lassen. Die Ergebnisse und Stärken-Schwächen-Analysen dienen dabei beispielsweise der Verbesserung der Regional- und Städteplanung. So lassen sich geeignete Maßnahmen besser priorisieren und die vorhandenen Ressourcen gezielter einsetzen. Weitere Informationen, Vorhersagen und aktuelle Warnungen gibt es unter www.hochwasserinfo.bayern.de sowie über den Twitter-Kanal @Hochwasser_Info.

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