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Beruf & Karriere

Know-how und Netzwerk

Soloselbstständigkeit in der professionellen Seniorenbetreuung

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Professionelle Senioren-Assistentinnen stehen älteren Menschen mit individueller Begleitung und Beratung zur Seite. Sie hören ihnen zu, fühlen mit ihnen mit und verhelfen ihnen zu einer aktiven Teilhabe am Leben. Foto: djd/Büchmann/Seminare/Martin Hänisch

In einer alternden Gesellschaft sind Dienstleistungen im sozialen Bereich gefragt wie nie. Doch der Eintritt in die verschiedenen Berufe gelingt nicht über Nacht. Das gilt auch für selbstständig tätige Senioren-Assistentinnen und -Assistenten. Was leisten sie, und wie kann man in diesem Beruf Fuß fassen?

Fachwissen zum Aufbau einer Soloselbstständigkeit

Professionelle Senioren-Assistentinnen stehen älteren Menschen mit individueller Begleitung und Beratung zur Seite. Sie hören ihnen zu, unterstützen sie im Alltag und verhelfen ihnen zu einer aktiven Teilhabe am Leben. Ute Büchmann, die „Erfinderin“ dieses Berufsbildes, qualifiziert an sechs Seminarorten in Deutschland Interessierte nach dem sogenannten Plöner Modell. In der 120-stündigen Kursreihe vermitteln fachkundige Referenten Basiswissen zur Psychologie des Alterns, zur Freizeitgestaltung mit Senioren sowie zu Fachthemen aus den Bereichen Gesundheit, Rechtsfragen und Pflege. Daneben werden rechtliche Aspekte, Praxistipps sowie Erfahrungen zur Existenzgründung, zur Kundengewinnung sowie zur Selbstpräsentation nähergebracht. Nach der Präsentation einer Abschlussarbeit erlangen die Teilnehmer am Ende eine Zertifizierung zur Senioren-Assistentin/Plöner Modell“. Termine und Orte der nächsten Kurse sind unter www.senioren-assistentin.de zu finden. Inzwischen gibt es 1.700 nach diesem Modell qualifizierte Kräfte in Deutschland.

Unterstützung auch nach Abschluss der Ausbildung

„Nach Abschluss der Ausbildung sind die Kursteilnehmer nicht auf sich allein gestellt“, erklärt Ute Büchmann. Dazu trage beispielsweise das bundesweite Vermittlungsportal www.die-senioren-assistenten.de bei. Hier finden Senioren oder deren Angehörige die Profile und Kontaktdaten aller dort registrierten Fachkräfte. Auch untereinander gibt es unter den Senioren-Assistentinnen und -Assistenten einen regen Austausch. Viele von ihnen haben zudem in den letzten 15 Jahren regionale Netzwerke gegründet. In Sachen wirtschaftlicher Tragfähigkeit einer Soloselbstständigkeit haben sich zwei Sicherheitselemente bewährt. „Wer sich noch in einem Beschäftigungsverhältnis befindet, kann die Senioren-Assistenz zunächst in Teilzeit aufbauen“, erklärt Ute Büchmann. Zudem können Senioren-Assistenten Leistungen der Senioren-Assistenz über die Pflegeversicherung als Verhinderungspflege und in den meisten Bundesländern auch als Entlastungsleistungen abrechnen. Zu den entsprechenden Voraussetzungen für Entlastungsleistungen nach Paragraf 45a SGB XI und zu den unterschiedlichen Länderverordnungen gibt es fachlichen Rat und praktische Hinweise in den Seminaren und nach Ausbildungsabschluss.

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Mamoudou will durchstarten

Spannende Karrierechancen für Fleischer und Metzger

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Mamoudou Sadio Diallo erlernt während seiner dreijährigen Ausbildung alles, was heute mit dem Beruf des Fleischers beziehungsweise Metzgers zu tun hat. Foto: djd/Metten Fleischwaren

m Süden nennt man den Beruf „Metzger“, im Westen und Norden Deutschlands ist es der „Fleischer“ oder „Schlachter“. Wer als Mann oder Frau in dieser Branche gelernt hat, muss sich um seine Zukunft keine Sorgen machen. Denn gutes Personal wird bundesweit händeringend gesucht. Trotz aussichtsreicher Perspektiven gestaltet sich die Suche der Betriebe nach Auszubildenden jedoch schwierig.

Aus Guinea ins Sauerland

Digitalisierung und Automatisierung haben auch das Fleischer- und Metzgerhandwerk entscheidend verändert und eröffnen den Beschäftigten ganz neue Optionen. Beim Wurstwarenhersteller Metten Fleischwaren im sauerländischen Finnentrop etwa sind Fleischer als Produktionsleiter, Key Account Manager, Einkaufsleiter oder Abteilungsleiter im Produktionsbereich beschäftigt. Ganz am Anfang seines Berufsweges steht Mamoudou Sadio Diallo, er wird seine dreijährige Ausbildung zum Fleischer/Metzger in diesem Jahr beenden. Mamoudou flüchtete 2015 aus seinem Heimatland Guinea und lebte zunächst drei Jahre in einer Flüchtlingsunterkunft in Drolshagen. „Die Ausbildung macht mir viel Freude, die Kolleginnen und Kollegen sind alle freundlich und hilfsbereit und machen es mir leicht“, so der 29-Jährige. Am liebsten macht er die Arbeit in der Brühwurstabteilung, wo die „Dicke Sauerländer“ Bockwurst und die Rostbratwurst hergestellt werden. Im Werksverkauf des Unternehmens lernt er aber auch die Zubereitung von Speisen, das Bedienen von Kunden, das Zerlegen von Schweine- und Rinderfleisch und alles, was heute mit dem Beruf des Fleischers zu tun hat. Die Metten-Gruppe ist bereits in der vierten Generation tätig und setzt seit jeher auf Qualitätsprodukte. Wertschätzung der Mitarbeiter und Förderung von Weiterbildung, Eigeninitiative und Übernahme von Verantwortung sind dem sauerländischen Unternehmen wichtig. Wer Interesse an einer Ausbildung im Fleischerhandwerk hat, findet mehr Informationen unter www.metten.net. Nach der Lehre bietet das Handwerk zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen.

Techniker, Meister und weitere Weiterbildungen

Nach erfolgreich abgeschlossener Lehre als Fleischer oder Fleischerin kann man beispielsweise eine Weiterbildung zum Techniker oder zur Technikerin absolvieren oder die Meisterprüfung ablegen. Wer den Meisterbrief in der Tasche hat, kann sogar ohne Abitur studieren. Oder sein eigener Chef werden und eine Metzgerei gründen oder übernehmen. Auch ohne Meistertitel gibt es bereits für Auszubildende zahlreiche Möglichkeiten, sich in Seminaren und Kursen weiterzubilden. Unter www.fleischerberufe.de erhält man einen umfassenden Überblick zu den entsprechenden Chancen.

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Als Firmenlenker die Kraft der Vielfalt nutzen

In Unternehmerboards von der Erfahrung anderer profitieren

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Unternehmenschefs mit verschiedenen Hintergründen können voneinander lernen. Foto: djd/Peer Boards/fizkes - stock.adobe.com

Viele Unternehmer beschäftigen sich im beruflichen Alltag mit den gleichen Fragen: Wie kann ich meine Firma gut für die Zukunft aufstellen? Wie den Vertrieb verbessern? Was ist bei der Mitarbeiterführung zu beachten? Und obwohl die Aufgabenstellungen ähnlich sind, haben die einzelnen Chefs oft ganz unterschiedliche Vorgehensweisen. Das kann eine große Chance sein – wenn man offen dafür ist, voneinander zu lernen. Sogenannte Unternehmerboards bieten genau dafür eine Möglichkeit. Hier können sich die unterschiedlichen Entscheider verschiedener Branchen untereinander austauschen und aktuelle Herausforderungen mit Gleichgesinnten besprechen, die vielleicht eine ganz andere Denkweise haben als sie selbst.

Frische Gedankenanstöße

Gerade wenn Unternehmer unterschiedlichen Alters zusammenkommen, sind die Ansichten zu einem Thema vielfältig und die Teilnehmer können vom Erfahrungsschatz des anderen profitieren. Beispiel Unternehmensnachfolge: Hier wird bei einem Gedankenaustausch schnell deutlich, dass der junge Start-up-Gründer und der erfahrene Familienbetriebler ganz unterschiedliche Herangehensweisen zeigen. So profitiert der Ältere vielleicht von der modernen Denkweise eines Millennials. Dieser wiederum lernt durch den Senior, sich selbst mehr als Unternehmer denn als Gründer wahrzunehmen. Unter www.thealternativeboard.biz können Interessierte ein Unternehmerboard in ihrer Nähe suchen und ausprobieren, wie sie von einem solchen gegenseitigen Geben und Nehmen profitieren. In der Regel kommen die Firmeninhaber einmal monatlich zusammen. Für die erforderliche Stringenz bei den Besprechungen sorgt ein Moderator. Er unterstützt zudem auch durch individuelle Coaching-Stunden.

Ähnlich und doch anders

Obwohl es ratsam ist, sich in einer Gruppe mit ganz unterschiedlichen Menschen einzubringen, sollte man doch darauf achten, dass die Unternehmensgröße der Teilnehmer zusammenpasst. „Von Diversität in Bezug auf Alter, Geschlecht, kulturellen Hintergründen und Geschäftsfeldern kann man in Unternehmerboards sehr profitieren“, erläutert Ariane Bödecker von The Alternative Board. „Wir beobachten, dass viele Unternehmer mit ähnlichen Themen – ganz unabhängig von der Branche – zu tun haben.“ Zudem sollte die Gruppe nicht zu groß sein. Bewährt habe sich eine Teilnehmerzahl von sechs bis acht Mitgliedern je Unternehmerboard, so Bödecker.

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Gesundheit und Sicherheit zum Beruf machen

Berufsgenossenschaften bieten vielfältige Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten

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Teamwork ist Trumpf bei den Berufsgenossenschaften. Foto: djd/www.BGETEM.de/Getty Images/TommL

Ihre Aufgabe ist es, vorbeugend die Arbeit anderer Menschen sicherer zu machen. Oder falls es doch zu einer Berufserkrankung oder einem Arbeitsunfall kommen sollte, geeignete Hilfen zur Verfügung zu stellen. Mitarbeiter der Berufsgenossenschaften arbeiten oft im Hintergrund, leisten aber vielfältige Aufgaben für Beschäftigte in den unterschiedlichsten Branchen. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts und Teil der Sozialversicherung in Deutschland bieten die dortigen Arbeitsplätze alle Vorteile des öffentlichen Dienstes: von einer fundierten Ausbildung über zahlreiche Weiterbildungs- und Karrierechancen bis hin zu einer sicheren, krisenfesten Beschäftigung.

Sicherheit am Arbeitsplatz

Allein die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) beispielsweise ist für rund vier Millionen Menschen in gut 220.000 Unternehmen verantwortlich. Sie unterstützt Mitgliedsbetriebe dabei, Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz zu gewährleisten. Außerdem kümmert sie sich um Verletzte und Erkrankte sowie um deren Wiedereingliederung nach einem Arbeitsunfall oder einer berufsbedingten Erkrankung. Neben der Hauptverwaltung in Köln ist die BG ETEM an 13 weiteren Standorten präsent, darunter Berlin, Braunschweig, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg und Dresden. Um den vielfältigen Aufgaben gerecht zu werden, wird laufend Verstärkung gesucht – ob mit technischem Hintergrund, für den IT-Bereich oder als Sozialversicherungsangestellte.

Students learning in a modern library.

Duales Studium oder Berufsausbildung

Fachkräfte aus verschiedensten Bereichen finden bei der Berufsgenossenschaft ein abwechslungsreiches Arbeitsfeld vor. Organisationsschick ist dabei genauso gefragt wie kommunikative Stärken und Teamgeist. Unter karriere.bgetem.de etwa gibt es einen aktuellen Überblick zu den offenen Stellenangeboten. Aber auch Berufsneulinge werden jedes Jahr gesucht, schon jetzt hat die Bewerbungsphase für das Ausbildungsjahr 2022 begonnen. Besonders beliebt sind die dualen Studiengänge, die eine Berufsausbildung mit einem Studienabschluss kombinieren. Studieren und gleichzeitig ein festes Gehalt beziehen, so lautet hier das Motto. Einsatzgebiete nach dem dualen Studium können in den Bereichen Rehabilitation und Entschädigung, Regress, Mitglieder und Beitrag oder in der IT-Abteilung liegen. Attraktive Perspektiven bietet auch die Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten.

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Die Produktion am Laufen halten

Beruf mit Perspektive: Maschinen- und Anlagenführer in der Brauwirtschaft

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Qualifizierte Fachkräfte sind in Brauereien notwendig, auch um hochkomplexe Maschinen und Anlagen bedienen und instand halten zu können. Foto: djd/Brauerei C. & A. Veltins

Die deutsche Brauwirtschaft besteht nach Angaben des Statistikportals Statista aus mehr als 1.500 Braustätten. Diese produzierten im Jahr 2020 einschließlich alkoholfreier Sorten insgesamt rund 87 Millionen Hektoliter Bier. In Europa ist Deutschland das führende Land in der Bierproduktion, nur China, die USA, Brasilien und Mexiko haben höhere Ausstoßzahlen. Die industrielle Brauwirtschaft – Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten – setzt laut Statistischem Bundesamt jährlich rund 7,6 Milliarden Euro um. Jungen Leuten bietet dies nach Abschluss einer Ausbildung oder eines Studiums unterschiedlichste Karrierechancen. Wie in vielen anderen Wirtschaftszweigen sind auch hier Fachkräfte sehr gefragt.

Trotz moderner Technik bleibt der Mensch entscheidend

Auch im Brauwesen wird das traditionelle Handwerk längst von Hightech unterstützt. „Dennoch kann selbst modernste Maschinentechnologie niemals den Menschen ersetzen“, betont Peter Peschmann, Technik-Geschäftsführer bei der Brauerei C. & A. Veltins. Bei der sauerländischen Brauerei können in nur einer Stunde mehrere Tausend Flaschen Bier abgefüllt werden. Produziert werden die unterschiedlichsten Produkte und Gebinde: morgens alkoholfreie Fassbrause, nachmittags Biermischgetränke und in der Nachtschicht sogenanntes Landbier. Die Maschinen und Anlagen in einer modernen Brauerei müssen deshalb großen Herausforderungen gewachsen sein. „Dazu benötigen wir qualifizierte Fachkräfte, welche die hochkomplexen Systeme bedienen und instand halten können“, so Peschmann.

Zweijährige Ausbildung zur Fachkraft

Mit einer Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer beziehungsweise zur Maschinen- und Anlagenführerin kann man sich zu einer zukunftsreichen Fachkraft ausbilden lassen. Diese lernt auch, Prozessabläufe zu steuern und zu kontrollieren sowie Arbeitsabläufe zu koordinieren. Fertigungs- und Qualitätskontrollen sowie die Kontrolle gelieferter Waren gehören ebenfalls zu den Tätigkeitsfeldern. „Bewerber sollten ein gutes technisches und mathematisches Verständnis mitbringen, eine Vorliebe für Mechanik, Neugierde und Lernbereitschaft sowie Verlässlichkeit“, erklärt Peter Peschmann. Mehr Informationen für Interessentinnen und Interessenten gibt es etwa unter www.veltins.de/karriere. Die Ausbildungsdauer beträgt zwei Jahre, für die Ausbildung ist ein Hauptschulabschluss notwendig. Im Anschluss besteht die Option zur Verlängerung um ein weiteres Jahr für die Weiterbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik.

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Gut vorbereitet um Stimmen werben

Rechtzeitig die Weichen für die Betriebsratswahl 2022 stellen

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Bis zu den Betriebsratswahlen im Frühjahr 2022 sind es nur noch wenige Monate. Schon jetzt können sich Bewerber in Seminaren umfassend vorbereiten. Foto: djd/AUB/Robert Kneschke - stock.adobe.com

Millionen Beschäftigte in Deutschland sind im kommenden Jahr dazu aufgerufen, ihre Interessensvertreter zu bestimmen. Vom 1. März bis 31. Mai 2022 finden die nächsten regulären Betriebsratswahlen statt – turnusgemäß alle vier Jahre. Schon jetzt laufen dafür die Vorbereitungen an: Wahllisten wollen aufgestellt, Programme und Strategien entwickelt werden. Gerade Erstbewerber sehen sich dabei einer Vielzahl an Fragen gegenüber, die sie alleine kaum überblicken können.

Häufige Fehler bei der Wahlvorbereitung vermeiden

Wer darf überhaupt kandidieren? Wie ist die Wahl vorzubereiten? Welche Aufgaben hat ein Wahlvorstand? Bewerber haben häufig eine Vielzahl an Fragen, auch in rechtlicher Hinsicht. Wichtig: Die Initiative muss stets von der Belegschaft ausgehen, Arbeitgeber sind nicht verpflichtet, sich selbst aktiv um die Gründung oder Wahl eines Betriebsrates zu kümmern. „Schon in der Vorbereitung und Organisation kommt es immer wieder zu Fehlern, welche die Wahlen zumindest beeinträchtigen können“, erläutert Mike Bubner von der unabhängigen Arbeitnehmervertretung AUB: „Mit dem entsprechenden Fachwissen lässt sich dies von vornherein vermeiden.“ Genug Augenmerk sollte man etwa auf die Auswahl geeigneter Bewerber legen, um in den kommenden vier Jahren konstruktiv und erfolgreich zusammenzuarbeiten – und um alle rechtlichen Anforderungen an die Wahl zu erfüllen. Ein kleines Beispiel dafür: Kandidieren dürfen alle, die mindestens sechs Monate dem Unternehmen angehören und das 18. Lebensjahr vollendet haben, Führungskräfte hingegen sind als Kandidaten ausgeschlossen. Werden diese Voraussetzungen nicht beachtet, kann bereits eine komplette Wahlliste fehlerhaft und somit ungültig sein.

Seminare machen fit für die Betriebsratswahl

Damit es gar nicht erst zu formalen Fehlern kommt, ist es ratsam, die Betriebsratswahl mit allen organisatorischen Fragen frühzeitig vorzubereiten. In Seminaren vermittelt etwa AUB fundierte Kenntnisse dazu. Die Teilnehmer erhalten Tipps und umfassende Checklisten, um die Betriebsratswahl reibungslos und ordnungsgemäß durchführen zu können. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der korrekten Einreichung und Prüfung von Wahlvorschlägen. Unter www.betriebsrat-2022.de etwa gibt es ausführliche Informationen dazu und eine Übersicht zu den nächsten Seminarterminen. Auch bereits erfahrene Betriebsräte finden hier maßgeschneiderte Schulungen, ob zur Entwicklung einer individuellen Wahlkampfstrategie oder zu generellen Themen aus dem Arbeitsrecht.

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Lehrjahre für angehende Lehrkräfte

Als Nachhilfelehrkraft den Umgang mit Kindern und der Digitalisierung lernen

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Als Nachhilfekraft kann man Schülern helfen, ihre Corona-bedingten Lernrückstände aufzuholen. Foto: djd/Studienkreis GmbH

Für Jobeinsteiger ist es immer ein Vorteil, bereits vor Beginn des regulären Arbeitsverhältnisses praktische Berufserfahrung gesammelt zu haben. Das gilt auch für angehende Lehrer und Lehrerinnen. Lehramtsstudierende können genauso wie Quereinsteiger früh Arbeitserfahrung als Dozent oder Dozentin in der Nachhilfe sammeln. Dafür sollten sie jedoch auf die Unterstützung des Arbeitgebers zählen können.

Der Job eines Nachhilfelehrers ist es, junge Menschen auf ihrem wichtigen Weg durch die Schule zu unterstützen.
Foto: djd/Studienkreis

Erprobtes pädagogisches Konzept

Als Nachhilfekraft arbeitet man im direkten Kontakt mit seinen Schülerinnen und Schülern. Hier darf ein gutes pädagogisches Konzept nicht fehlen. Professionelle Anbieter geben ihren Mitarbeitern daher erprobte Leitlinien an die Hand, die sowohl der Lehrkraft als auch den Lernenden als Hilfestellung dienen. Der Studienkreis beispielsweise bietet darüber hinaus eine spezielle Zertifizierung zur „geprüften Lehrkraft für individuellen Förderunterricht“ an. Das passende Lernkonzept wurde von Professor Dr. Eiko Jürgens von der Uni Bielefeld entwickelt. Es schult Lehrer und Lehrerinnen unter anderem in den Themenbereichen Motivation, diagnostische Fähigkeiten und Einfühlungsvermögen. Auch ein offizielles TÜV-Siegel ist ein Indikator für ein qualitativ hochwertiges Nachhilfeinstitut, das seine Mitarbeiter ordentlich ausbildet. Um Nachhilfelehrer in einem Institut zu werden, ist ein Lehramtsstudium keine Bedingung. Auch sonstige Studierende, Senioren und aktiv Berufstätige mit fachlicher Qualifikation und pädagogischem Geschick haben dort gute Chancen.

Sich mit digitalen Methoden vertraut machen

Da sich die Digitalisierung in den Schulen immer weiter auf dem Vormarsch befindet, sollten sich auch Nachhilfelehrkräfte mit den wichtigsten digitalen Lehrmethoden vertraut machen. Einige Institute bieten spezielle Schulungen zu diesem Thema an, das auf lange Sicht auch im regulären Schulalltag an Bedeutung gewinnen wird. Unter www.studienkreis.de können sich angehende Nachhilfelehrer und -lehrerinnen zudem über eine separate Qualifizierung zum „eTutor für Online-Nachhilfe“ informieren. Mit dieser erwirbt man alle Kompetenzen, die für einen guten Nachhilfeunterricht im Internet nötig sind. Zum Standard einer Nachhilfelehrkraft im digitalen Umfeld sollte etwa der tägliche Umgang mit Videos, Videokursen oder Apps gehören.

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Helfen als Berufung

Es dauert nur sieben Monate, um Vitametiker/in zu werden

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Bei der Vitametik wird ein gezielter Impuls in der seitlichen Halsmuskulatur ans Gehirn weitergeleitet, dort als Entspannungsinformation erkannt und an den Körper zurückgegeben. Foto: djd/www.dasbi.de/Markus Münch

Die Corona-Pandemie hat bei zahlreichen Menschen psychische Probleme und körperliche Verspannungen ausgelöst. Fortdauernd sind das Gesundheitswesen und dessen Akteure besonders gefragt. Anderen helfen – nicht wenige haben in den vergangenen Monaten darin ihre „Berufung“ entdeckt. Die Hürden jedoch, einen Beruf wie Heilpraktiker ergreifen zu können, sind gerade in Deutschland extrem hoch und zeitaufwendig. Eine Ausnahme ist beispielsweise die Methode Vitametik. Dabei handelt es sich um einen heilkundlichen Beruf, der ohne die Voraussetzung, Arzt oder Heilpraktiker sein zu müssen, ausgeübt werden darf.

1. Was ist Vitametik?

Sie ist eine wissenschaftlich geprüfte neuromuskuläre Entspannungstechnik. Ein gezielter Impuls in der seitlichen Halsmuskulatur wird ans Gehirn weitergeleitet, dort als Entspannungsinformation erkannt und an den Körper zurückgegeben. Der Impuls kann als „Reset“ gesehen werden, mit dem der Körper seine normale Entspannung und Fähigkeit zur Selbstheilung neu „hochladen“ und zurückgewinnen kann. Die ganzheitliche Methode kommt bei allen Arten von Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen zum Einsatz, aber auch bei Bandscheibenvorfällen, Tinnitus, Schwindel und Schlafstörungen. Sie kann ärztliche Schmerztherapien ergänzen.

2. Ist der Erfolg der Methode belegt?

Ja, ihr Erfolg konnte in einer einjährigen wissenschaftlichen Studie an der Deutschen Sporthochschule in Köln bestätigt werden. Ergebnis: Bei Einbeziehung der Vitametik kam es zu einer signifikanten Reduzierung vorhandener Schmerzen. Dieser Effekt ließ sich auch noch acht Wochen nach Studienende nachweisen.

3. Wie verläuft die Ausbildung?

Sie gliedert sich in fünf Module mit 20 Live-Online-Schulungen, einem Kennenlerntag und zwei Praxiswochenenden. Die siebenmonatige Ausbildung kann gut nebenberuflich absolviert werden. Dabei lassen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch selbst vitametisch behandeln. Alle Informationen zur Ausbildung und zu den nächsten Startterminen hat der Berufsverband für Vitametik unter www.vitametik.de zusammengestellt.

4. Welchen Abschluss erwirbt man und wie geht es weiter?

Die Ausbildung in diesem Beruf im Gesundheitswesen endet mit einer schriftlichen und praktischen Prüfung. Danach ist man Mitglied im Berufsverband und erhält die Lizenz zur Verwendung des eingetragenen Markennamens „Vitametik“. Nun besteht die Möglichkeit, sich mit einer eigenen Praxis selbstständig zu machen.

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Starke Typen gesucht

Eine Ausbildung im Motorgerätefachhandel eröffnet gute Berufsperspektiven

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Die Beratung der Kunden steht bei kaufmännischen Ausbildungsberufen im Motorgeräte-Fachhandel im Mittelpunkt. Foto: djd/qmf/LandBauTechnik Bundesverband/Lisa Schätz

Begeisterung für Technik, handwerkliches Geschick und dazu immer wieder Neugier auf Neues: Mit diesen Eigenschaften bringen Schulabgänger sehr gute Voraussetzungen mit, um eine erfolgreiche Karriere im Motorgerätefachhandel zu beginnen. Natur trifft hier auf Hightech. Moderne Maschinen und komplexe Technologien halten Einzug in die Garten- und Forsttechnik, egal ob für öffentliche Grünflächen oder für den privaten Garten. Damit hat sich das Berufsbild in den vergangenen Jahren stark gewandelt und ist immer anspruchsvoller geworden. Sowohl im technischen Bereich mit einer Ausbildung zum Motorgeräte-Mechatroniker/in als auch in der Kundenberatung als Kauffrau oder Kaufmann für den Einzelhandel oder Groß- und Außenhandel eröffnen sich attraktive berufliche Perspektiven.

Komplexe Technik sicher beherrschen

Den passenden Einstieg bietet zum Beispiel eine Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker, Bereich Motorgeräte. Besonders reizvoll ist dieser Beruf aufgrund der großen fachlichen Bandbreite, die Elektronik, Mechatronik sowie moderne Diagnosetechnik umfasst. Auch Instandhaltung, Wartung, Mess- und Prüfaufgaben gehören zum Alltag. Vom smarten Rasenroboter bis zum XXL-Rasentraktor, vom Kleingerät bis zur Kettensäge reicht das Spektrum der Maschinen, die sicher beherrscht werden wollen. „Ein weiterer Vorteil dieser Ausbildung ist, dass sie stets wohnortnah erfolgen kann, denn Betriebe gibt es flächendeckend im gesamten Bundesgebiet, und der Fachkräftebedarf ist überall groß“, schildert Niklas Schulte von QMF e. V. (Qualifizierung des Motorgerätefachhandels e. V.). Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und findet im Fachbetrieb sowie in der Berufsschule statt. Sie wird ergänzt durch überbetriebliche Kurse an Bildungsstätten des Handwerks.

Attraktive Qualifizierungschancen auch nach der Ausbildung

Mit einem Praktikum können Interessierte vorab herausfinden, ob ihnen die Ausbildung liegt und den eigenen Vorstellungen entspricht. Unter www.qmf.de/qmf-haendler-vor-ort etwa findet man Adressen aus der Nähe, um sich über Praktikumsmöglichkeiten und freie Ausbildungsplätze zu informieren. Nach der bestandenen Gesellenprüfung verfügen Kauffrauen/-männer sowie Mechatroniker im Motorgerätefachhandel nicht nur über gute Übernahmeperspektiven, sondern können zahlreiche Aufstiegs- und Qualifizierungsmöglichkeiten nutzen. Die Weiterbildung zum Servicetechniker oder Meister ist möglich, mit entsprechenden Voraussetzungen auch ein Studium. Neben der Arbeit in der Servicewerkstatt, im Verkauf oder im Außendienst ist ebenso eine Spezialisierung im technischen Verkauf oder im administrativen Bereich vorstellbar.

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Mit Holz in die Zukunft

Im Fachhandel bieten sich vielfältige Ausbildungs- und Karrierechancen

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Auch im Logistikbereich bietet der Holzhandel vielfältige Ausbildungs- und Karrierechancen. Foto: djd/Gesamtverband Deutscher Holzhandel

Holz ist eines der ältesten Materialien, das der Mensch zum Bauen nutzt – und gleichzeitig ein Rohstoff mit viel Zukunft. Gerade angesichts des wachsenden Wunsches nach nachhaltigen, natürlichen und ressourcenschonenden Gebäuden gewinnt es stark an Bedeutung. Produktinnovationen wie Brettschicht- und Brettsperrhölzer, die sich aufgrund ihrer Tragfähigkeit für Wände, Decken und Dachkonstruktionen eignen, machen es heute möglich, Neubauten fast vollständig aus Holz zu errichten.

Gute Übernahmechancen inklusive

Mit der steigenden Nachfrage nach Holz wächst auch der Bedarf nach kompetenten Fachleuten im Holzfachhandel, die den Werkstoff kennen, beschaffen und bearbeiten können, sowie nach Logistikern, die das Baumaterial dorthin bringen, wo es benötigt wird. Gefragt sind so unter anderem Kaufleute im Groß- und Außenhandel mit Schwerpunkt Großhandel. Der Ausbildungsberuf wird immer komplexer und bietet sehr gute Perspektiven für eine Übernahme und kontinuierliche Qualifizierungen auch nach Abschluss der Berufsausbildung. Wer sich dafür interessiert, sollte neben der Begeisterung für den Werkstoff Holz viel Kommunikationsgeschick mitbringen sowie Freude am direkten Kontakt mit Lieferanten und Kunden haben. Ein gutes Verständnis für Zahlen und wirtschaftliche Zusammenhänge ist ebenso gefragt.

Digitalisierung und Verkaufen per Internet spielen auch beim traditionellen Material Holz eine wachsende Rolle. Viele Unternehmen bilden daher zusätzlich Ausbildungsplätze für zukünftige Kaufleute im E-Commerce an. Damit sichern sich Azubis wichtiges Fachwissen in einem Zukunftsfeld. Unter www.holzvomfach.de/ausbildung gibt es weitere Informationen, Einblicke in die Erfahrungen anderer Auszubildender und Ansprechpartner in den Unternehmen. Mit einer PLZ-Suche können Schulabgänger offene Stellen in der eigenen Region finden.

Experten für die Logistik

Wenn das Holz verkauft ist, will es termingerecht zur Baustelle transportiert werden. Auch Fachlageristen und Fachkräfte für Lagerlogistik werden von vielen Firmen des Holzhandels gesucht. Diese Ausbildungsberufe verbinden einen fundierten Start in den Beruf mit ebenfalls sehr guten Zukunftsperspektiven. So sind Fachlageristen für die sachgerechte Lagerung der Produkte und die Zusammenstellung der Auftragsware verantwortlich. Sie verpacken und verladen die Ware und stellen den Versand zum Kunden sicher. Durch eine darauf aufbauende Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik lässt sich dieser Ausbildungsweg noch weiter abrunden.

In der Ausbildung lernen angehende Kaufleute, wie man Kunden berät, Einkaufs- und Verkaufsverhandlungen führt oder Preise kalkuliert.
Foto: djd/Gesamtverband Deutscher Holzhandel

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Beruf & Karriere

Zweigleisig in die Karriere starten

Duales Studium der Wirtschaftsinformatik macht fit für zukunftssichere IT-Berufe

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IT-Berufe erfordern sowohl Praxiserfahrung als auch gründliches Fachwissen. Ein Duales Studium schafft die Voraussetzungen dafür. Foto: djd/www.BGETEM.de/iStock.com/gorodenkoff

Nach dem Schulabschluss einen Beruf erlernen oder erst einmal ein Studium absolvieren? Aus dem „Entweder-oder“ wird immer häufiger ein „Sowohl-als-auch“. Die Zahl der Dualen Studiengänge in Deutschland hat sich seit 2004 auf aktuell über 1.600 Angebote mehr als verdreifacht, berichtet das Bundesinstitut für Berufsbildung in einer Veröffentlichung aus dem Jahr 2020. Viele Studierende schätzen den Vorteil, neben dem theoretischen Rüstzeug an der Hochschule gleichzeitig praktisches Wissen in Form einer Berufsausbildung zu sammeln. Außerdem beziehen sie schon während des Studiums ein festes Gehalt – und am Ende verfügen sie über gleich zwei Abschlüsse.

Praxis und Theorie auf einen Nenner gebracht

Insbesondere im IT-Bereich ist diese Verknüpfung weit verbreitet. Schließlich ändert sich hier das Fachwissen permanent, gleichzeitig sind aber auch praktische Erfahrungen unverzichtbar. Beim Dualen Studium Wirtschaftsinformatik etwa absolvieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer parallel zur Fachinformatiker-Ausbildung für Anwendungsentwicklung den Studiengang zum Bachelor of Science. Die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) zum Beispiel bietet den Bildungsgang in Kooperation mit der Fachhochschule Südwestfalen, dem Berufskolleg ATIW und der Siemens Professional Education in Paderborn an. Die Studierenden sammeln auf diese Weise umfassende Kompetenzen in den Bereichen IT-Management, Systeme und Sicherheit, Software Engineering, Datenbanksysteme, aber auch in allgemeiner Betriebswirtschaftslehre sowie den Bereichen Personal- und Unternehmensführung.

Angehende Wirtschaftsinformatiker bearbeiten komplexe Anforderungen aus der IT-Welt.
Foto: djd/www.BGETEM.de/iStock.com/gorodenkoff

Festes Gehalt schon während des Studiums

Studium und Ausbildung nehmen zusammen dreieinhalb Jahre in Anspruch. Zusätzlich zur Ausbildungsvergütung werden die Kosten für Lehrgänge und die Unterbringung während der Studieneinheiten übernommen. Als Einstiegsvoraussetzung sollte mindestens die Fachhochschulreife vorliegen, unter karriere.bgetem.de gibt es alle Details zu dem Dualen Studiengang und eine Möglichkeit zur Onlinebewerbung. Die Berufsgenossenschaft unterstützt Unternehmen im Arbeitsschutz, betreut Versicherte nach Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten und sichert deren Lebensunterhalt finanziell ab. Damit verbunden sind vielfältige Aufgabenfelder und Berufsbilder nicht nur im IT-Bereich, an den bundesweit 14 Standorten wird laufend Verstärkung gesucht.

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