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Kreise & NRW

Kommunen bekommen 73 Millionen Euro

Walsken übereichte Zuwendungsbescheide

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Regierungspräsidentin Gisela Walsken überreichte den Zuwendungsbescheid für Wesseling an Daniel Warwas, Leiter des Amtes für Verkehrsflächen, ÖPNV und Mobilität. (Foto: Bezirksregierung Köln)

Regierungspräsidentin Gisela Walsken hat Zuwendungsbescheide in Höhe von insgesamt 73 Millionen Euro an 48 Städte und Gemeinden des Regierungsbezirks übergeben. „Die Städtebauförderung hat in den vergangenen Jahrzehnten gezeigt, welch bedeutenden Beitrag für die Daseinsvorsorge, den Zusammenhalt und die Lebensqualität sie vor Ort hat“, sagte Walsken. Das Modell der Bund-Länder-Städtebauförderung gibt es nun seit 50 Jahren.

Aufwertung der Wesselinger Innenstadt

Die Stadt Wesseling hat Fördermittel in Höhe von 1.066.808 Euro erhalten. Aktuell läuft mit der Einkürzung und Umgestaltung der Fußgängerunterführung zwischen Bahnhof und Flach-Fengler-Straße das umfangreichste Projekt zur Aufwertung der Innenstadt. Danach folgt die denkmalgerechte Sanierung des Bahnhofsgebäudes.

Kreise & NRW

Vom Tatort ins Labor

50 Jahre Rechtsmedizin für die Region. Ein spannender Einblick in die Welt der Toten.

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Professor Dr. Markus Rothschild (2.v.r.) und seine Mitarbeiter werden oft mit Gutachten zu komplexen Blutspuren beauftragt (Foto: Uniklinik Köln)

Rechtsmediziner haben Hochkonjunktur: Kein Krimi kommt heutzutage ohne Szenen aus dem Sektionssaal aus. Wenn sich im überwiegend in Köln produzierten Münsteraner „Tatort“ der schrullig-arrogante Professor Dr. Dr. Karl-Friedrich Boerne über die Leiche beugt und seinem Hassfreund Kriminalhauptkommissar Frank Thiel sagt: „Der Mann ist exakt um 22.40 Uhr gestorben“, dann ist das reine Fiktion. „Wir können allenfalls eine stundengenaue Orientierung geben. Das liegt an der Temperaturabhängigkeit aller zu messenden Befunde. Die Umgebungstemperatur ist nicht immer bekannt oder ändert sich während der Liegezeit des Körpers“, erklärt Professor Dr. Markus Rothschild, Leiter des nun seit 50 Jahren  bestehenden Instituts für Rechtsmedizin der Uniklinik Köln für die Region und bekennender „Tatort“-Fan.  Den 58-jährigen faszinieren die vielfältigen spannenden Aufgaben, denen er sich mit 60 Beschäftigten widmet  Das Institut verfügt über drei große Abteilungen: Die forensische Traumatologie und Pathologie untersucht sowohl Lebende als auch Tote vor dem Hintergrund rechtlicher Fragestellungen. In der forensischen Molekulargenetik beschäftigen sich die Experten vor allem mit der Abstammung und spurenkundlichen Fragestellungen. In den Laboren der forensischen Toxikologie werden Giftnachweise erbracht.

Mord mit der Armbrust

Ein Beispiel aus der Untersuchung von Tötungsdelikten – in diesem Fall eine tödliche Schussverletzung durch eine erlaubnisfreie Armbrust: Der Täter lockte seinen 22-jährigen Nebenbuhler in der Nähe einer regionalen Diskothek unter einem Vorwand auf ein freies Feld, wo er ihm dann von hinten in den Kopf schoss. Anschließend brach der Täter den aus dem Einschussbereich herausragenden Rest des Bolzens ab, sodass von außen nichts zur erkennen war, da die Eintrittsverletzung innerhalb der dicht behaarten Kopfschwarte lag und kein Blut aus der Wunde trat. Der Armbrustbolzen verletzte das Kleinhirn und den Hirnstamm tödlich. Erst durch die Obduktion wurde dieses Tötungsdelikt aufgedeckt. Auch die Identifizierung von Toten etwa durch das Zahnschema, Fingerabdrücke und Körpermerkmale gehören zu den Aufgaben.

Tiger auf dem Tisch

2012 sorgte die staatsanwaltlich angeordnete Obduktion eines im Kölner Zoo erschossenen Sibirischen Tigers für landesweite Aufmerksamkeit. „Altai“ hatte eine Tierpflegerin angefallen und getötet. Durch die Untersuchung konnte bestätigt werden, dass nur eine einzelne tödliche Schussverletzung vorlag und das Tier ansonsten in einem guten Zustand war. „Auch stand die Frage im Raum, ob der Tiger erst durch den Schuss so aggressiv wurde, dass es die Tierpflegerin durch einen Biss in den Hals tödlich verletzte. Dies konnte durch die Obduktion ausgeschlossen werden, da das Projektil das verlängerte Halsmark des Tigers durchtrennt hatte, sodass die Raubkatze mit dem Treffer sofort zusammengebrochen sein musste“, erzählte Rothschild.

Die Obduktion des Sibirischen Königstigers aus dem Kölner Zoo (Foto: Uniklinik Köln)

Genetischer Fingerabdruck

In der forensischen Molekulargenetik steht die DNA-Analyse im Mittelpunkt. Diese gibt den Ermittlern neue Möglichkeiten, einen mutmaßlichen Täter mit biologischen Tatortspuren seine Straftat nachzuweisen – auch noch nach Jahrzehnten. Der genetische Fingerabdruck hat die Arbeit der Rechtsmedizin revolutioniert. Im nach dem neuesten Stand der Technik ausgestatteten Labor des Instituts werden jedes Jahr mehrere Hundert Spuren- und Abstammungsfälle mit einigen Tausend Einzelproben analysiert. „Diese Spuren werden entweder in Form von am Tatort gefundenen Abrieben auf Watteträgern übersandt oder als Originalasservate wie Waffen, Werkzeuge oder Kleidungsstücke dem Labor zur Verfügung gestellt“, erläutert Rothschild, dessen Expertise auch von der Bundesanwaltschaft geschätzt wird.  

Dem Giftmord auf der Spur

Bei der forensischen Toxikologie dreht sich alles um den Nachweis von Giften, zu denen auch Medikamente, Alkohol und Drogen gehören. Das können Blut- und Haarproben genauso sein wie Getränkereste, wenn es zum Beispiel um K.O.-Tropfen geht. Untersucht wird, ob ein Autofahrer unter dem Einfluss von Drogen, Medikamenten oder Alkohol unterwegs war. Diese Stoffe spielen auch eine Rolle, wenn es bei Straftaten um eine verminderte Steuerungs- oder Schuldfähigkeit geht. Natürlich werden auch Giftmorde untersucht. Rothschild: „So konnten durch die toxikologischen Untersuchungen an exhumierten Leichen nachgewiesen werden, dass eine Altenpflegerin mehrere Patienten mit Chlorprothixen-haltigen Medikamenten vergiftet hatte.“ Das Landgericht verurteilte die Altenpflegerin in fünf Fällen wegen Mordes zu lebenslanger Freiheitsstrafe.

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Hochwasser

Autobahn AG Update zu A1 und A61

Unwetter verursachten 100 Millionen Euro Schäden

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A1/A61 im Dreieck Erfttal. (Foto: Autobahn AG)

Weggespülte Brücken, auf kompletter Breite durchgepflügte Autobahnen, über Kilometer abgerutschte Böschungen sowie eingestürzte Lärmschutzwände: Die verheerenden Unwetter im Juli verursachten an den Autobahnen in der Region rund 100 Millionen Euro Schaden. Willi Kolks, Außenstellenleiter der Autobahn AG: „Wir gehen davon aus, dass wir bis zum Jahreswechsel das Gros der Schadstellen beseitigt haben. Unser großes Ziel ist es, die A61 in beiden Fahrtrichtungen allen Verkehrsteilnehmern möglichst schnell wieder zur Verfügung zu stellen.“ Aufgrund nicht auszuschließender Spätfolgen wird es punktuell aber immer wieder zu Eingriffen in den Verkehr auf den Autobahnen im südlichen Rheinland kommen.

Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick

A1/A61: Erneuerung der Fahrbahn zwischen Kreuz Bliesheim und Dreieck Erfttal. Die Erneuerung der Fahrbahn in Richtung Norden soll Ende 2021 abgeschlossen sein. Im Zuge dieser Maßnahme wird eine provisorische Rampe im Dreieck Erfttal zur A61 nach Venlo geplant. Um die A61 in diese Richtung dann komplett öffnen zu können.

A1/A61/A553: Schäden im Kreuz Bliesheim. In zwölf Bereichen rutschten Böschungen ab. In den nächsten Wochen erfolgt die Erneuerung der Fahrbahn und der Kanäle. Anfang 2022 sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

A61: Zerschneidung bei Swistal. Die Fahrtrichtung Venlo kann voraussichtlich Anfang Oktober zwischen der Anschlussstelle Rheinbach und dem Kreuz Bliesheim wieder freigegeben werden, um den regionalen Verkehr zu entlasten. Eine Öffnung ab dem Autobahnkreuz Meckenheim erfolgt bis auf Weiteres nicht.

A553: Böschungsschäden zwischen Autobahnkreuz Bliesheim und Anschlussstelle Brühl. Aktuell laufen Sicherungsmaßnahmen und die Errichtung einer neuen Drainage entlang der A553. Alle Arbeiten sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Bereits im Oktober soll eine durchgängige Zweizügigkeit in Fahrtrichtung Köln eingerichtet werden.

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Kreise & NRW

Erfrischend einfach

Auch Eistee lässt sich nun mit Wassersprudler und Sirup einfach selbst mischen

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Wer seinem Wasser etwas mehr Geschmack verleihen möchte, kann auch Erfrischungsgetränke bekannter Marken mit einem Wassersprudler zubereiten. Foto: djd/www.sodastream.de

Selbstmachen lautet die Devise. Das gilt nicht nur für den Do-it-yourself-Geist beim Heimwerken, sondern auch beim Mixen erfrischender Getränke. Schätzungen zufolge nutzen bereits Millionen Haushalte, egal ob Familien, Pärchen oder Singles, einen Wassersprudler, um Leitungswasser selbst aufzusprudeln. Tatsächlich können wir kaum ein anderes Lebensmittel in Deutschland so unbekümmert zu uns nehmen wie Trinkwasser aus dem Hahn. Es wird regelmäßig kontrolliert und ist somit von hervorragender Qualität und als Basis zum Sprudeln bestens geeignet.

Eistee-Sirups in drei Geschmackssorten

Wer seinem Wasser gerne etwas mehr Geschmack verleihen möchte, kann auch Erfrischungsgetränke bekannter Marken ganz einfach und schnell mit einem Wassersprudler zubereiten. Der Wassersprudler-Hersteller SodaStream beispielsweise bietet in Zusammenarbeit mit der Eisteemarke Lipton drei neue Sirups an. Die Auswahl umfasst neben den Klassikern Pfirsich und Zitrone auch die Trendsorte Green Tea mit fruchtigem Citrusgeschmack. Aus einer 440-Milliliter-Sirup-Flasche lassen sich bis zu neun Liter Eistee zubereiten. Das entspricht der Getränkemenge eines regulären Sixpacks mit 1,5 Literflaschen. Einfach kaltes Leitungswasser aufsprudeln, mit den Sirups mischen und fertig ist das sommerliche Erfrischungsgetränk.

Praktisch und gut für die Umwelt

Das ist einer der Vorteile von Wassersprudlern: Unzählige Einwegplastikflaschen lassen sich damit einsparen. Das kommt vor allem der Umwelt zugute und jeder kann damit ganz einfach einen aktiven Beitrag leisten. Die Sprudelgeräte sind handlich und leicht, dank ihrer geringen Größe nehmen sie kaum Platz zu Hause ein. Allem voran ist aber mit dem Schleppen von Kisten, Sixpacks und Co. endlich Schluss.

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Brühl | Leben & Menschen

Brühl – vom Sumpfland zur Landeshauptstadt

Eckdaten der Stadtgeschichte bis zum 15. Jahrhundert

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Das Franziskanerkloster wurde Ende des 15. Jahrhunderts erbaut und beherbergt heute das Rathaus der Stadt Brühl. Foto: Harald Zeyen

Im Jahr 1285 wird Brühl durch Erzbischof Siegfried von Westerburg zur Stadt erhoben. Er überträgt gleichzeitig dem Schöffenrat die Rechtsprechung und die Selbstverwaltung. Unter dem Kölner Bischof Kunibert werden über 600 Jahre zuvor die beiden Fronhöfe Pingsdorf und Merreche (Kierberg) aus fränkischem Königsgut der kölnischen Kirche geschenkt

Bevorzugt von Bischöfen und Kurfürsten

Erzbischof Philipp von Heinsberg faßt um 1180 die beiden Höfe zum Burghof „an dem Brule“ zusammen. Seinen Namen erhält dieser Burghof durch die Lage am Rande eines sumpfigen Niederungswaldes. Von diesem ist heute noch ein Teil im Schlosspark erhalten. Der Brühler Burghof in Brühl wird bevorzugter Aufenthaltsort der Kölner Erzbischöfe und Kurfürsten. Diese waren als Landesherren lange Zeit hindurch mit ihrer Hauptstadt Köln verfeindet.

Brühl wird Landeshauptstadt

Nach der Stadtrechteverleihung wurden eine Stadtmauer und eine mittelalterliche Wasserburg errichtet. Sie wurde zu einer der stärksten Landesfesten im Rheinland ausgebaut. Ihr Befehlshaber war gleichzeitig Amtmann über das Amt Brühl mit zahlreichen Unterherrschaften im Vorgebirge und in der Kölner Bucht. Von den ansässigen Handwerkern hatte die Töpferei überörtliche Bedeutung.

Im Jahr 1308 bezeugt das Schöffenkollegium ein Siegel, das den Schutzpatron Kurkölns zeigt, umgeben von den Häuptern der sieben Schöffen.

Kurfürst Ruprecht erhebt 1469 Brühl zur Landeshauptstadt von Kurköln. Während die Regierungsgeschäfte ab 1597 von Bonn aus erledigt werden, residieren die Kurfürsten vor allem in den Sommermonaten in Brühl.

Vom Franziskanerkloster zum Rathaus

Die Grundsteinlegung des Franziskanerklosters erfolgte 1491 durch seinen Stifter, Erzbischof Hermann IV., Landgraf von Hessen. Drei Jahre später wurde es eingeweiht. In seiner weiteren Geschichte wurde es zu Beginn des 18. Jahrhunderts um- bzw. neu gebaut. 1783 wurde in den Räumen des Klosters eine Lateinschule eingerichtet. Während der napoleonischen Besetzung wurde es 1802 säkularisiert und 1811 der Gemeinde Brühl als „Schule“ geschenkt. Von 1823 bis 1925 war dort ein Lehrerseminar sowie ab 1854 20 Jahre lang auch eine Taubstummenschule. Letztere zog danach um an den heutigen Standort der Volkshochschule, wo der Vater von Max Ernst unterrichtete. Viele ältere Brühler kennen das Franziskanerkloster als Berufsschule, die sich bis 1985 an der Uhlstraße befand. Innerhalb dieser Zeit war auch die Knabenschule „St. Franziskus“ (1930 bis 1968) und die Mädchenschule „St. Marien“ (1955 bis 1968) dort untergebracht. Seit 1987 ist das historische Gebäude das Rathaus der Stadt Brühl. Zur Klosterkirche: Grundsteinlegung 1491, geweiht 1493. 1735 zur Hofkirche des Schlosses umgebaut. Der Hochaltar wurde 1745 von Balthasar Neumann geschaffen.

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Rhein-Erft-Kreis

Nabu Rhein-Erft feierte 50-jähriges Bestehen

Qualifizierter Anwalt der Natur im Rhein-Erft-Kreis

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Susanne Kirsch und Wolfgang Dingarten freuten sich über die vielen Gratulanten zum Goldenen Jubiläum des verdienstvollen Vereins. (Foto: Brodüffel)

Vorsitzender Wolfgang Dingarten konnte beim Jubiläumsempfang im Umweltzentrum Friesheimer Busch zahlreiche Gäste begrüßen, unter ihnen der stellvertretende Landrat Bernhard Ripp und Monika Hachtel vom Vorstand Nabu NRW. Markus Stockhausen und der Chor Pulsattila sorgten für die musikalische Umrahmung. Der „Naturschutzbund Rhein-Ert“ wurde 1971 gegründet und ist heute mit über 4.000 Mitgliedern der größte Naturschutzbund im Kreis. Im Laufe der Jahre gelang es, in fast allen Kommunen des Rhein-Erft-Kreises Ortsgruppen zu gründen und Ansprechpartner zu finden. Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung mit Exkursionen, Vorträgen und Festen waren den fachkompetenten Naturschützern von Anfang an besonders wichtig. Der stetige Zulauf erforderte die Anmietung eines Büros in Erftstadt. Heute unterhält der NABU eine viel gefragte Geschäftsstelle im Umweltzentrum Friesheimer Busch.

Biotope und Projekte

Neben Exkursionen und Vorträgen fand das praktische Handeln der Naturschützer wie Arbeitseinsätze in Pflegebiotopen viel Zuspruch. Hinzu kamen zahlreiche Projekte in Erftstadt, Brühl und anderen Kommunen des Kreises. 2003 wurde die NABU-Naturschutz- und Landschaftspflegestation gegründet. Aus einer anfänglich kleinen Schaf- und Ziegenherde zur Pflege von Biotopen ist ein landwirtschaftlicher Betrieb im Nebenerwerb geworden, unterstützt von einer wachsenden Zahl ehrenamtlicher Mitarbeiter und einer Reihe von Umweltstiftungen.

Naturschützer gesucht

„Wir wollen einen großflächigen und ganzheitlichen Naturschutz erreichen. Die Nutzung der Natur darf nicht zur Ausbeutung werden. Die natürlichen Ressourcen dürfen nur nachhaltig genutzt werden“, betonte Vorsitzender Wolfgang Dingarten. Für die Landwirtschaft bedeute dies eine naturschonende Bewirtschaftung. Im Siedlungsbereich sollen stärker stadtökologische Belange berücksichtigt werden. Heute noch naturnahe Gebiete im Rhein-Erft-Kreis müssten dringend erhalten und angemessen weiterentwickelt werden.

„Für unsere zahlreichen Projekte brauchen wir fachkundige Naturschützer, die draußen mit anpacken. Vor allem in Bergheim und Pulheim brauchen wir dringend Verstärkung. Neue Mitglieder sind herzlich willkommen“, sagten Vorsitzender Dingarten und Pressesprecherin Susanne Kirsch.

Kontakt:

Wolfgang Dingarten, Tel. 017615317755, E-Mail wolfgang.dingarten@t-online.de

Susanne Kirsch, Tel. 01631831202, E-Mail presse@nabu-rhein-erft.de

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Bornheim | Freizeit & Kultur

Böll mit dem Rad und zu Fuß erleben

Geführte Radwanderung auf den Spuren von Heinrich Böll

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Den Heinrich Böll Wanderweg erkunden / Foto: Stadt Bornheim

Zu einer geführten Radwanderung von Bonn nach Bornheim-Merten laden die Stadt Bornheim, der ADFC und das Katholische Bildungswerk Rhein-Sieg-Kreis am Samstag, 2. Oktober 2021, ein. Treffpunkt ist um 13 Uhr am Hauptgebäude der Universität (Hofgartenseite, Regina-Pacis-Weg 3). Von dort geht es mit dem Fahrrad zunächst am Rhein entlang und dann durch die reizvolle Landschaft des Vorgebirges.

Gegen 14:30 Uhr werden die Radfahrer den Heinrich-Böll-Platz erreichen. Von hier geht es zu Fuß weiter entlang des Heinrich-Böll-Wegs, der 2017 eröffnet wurde. Wer möchte, kann sich der Wanderung also auch vor Ort ohne Rad anschließen.

Entlang des Wegs lassen Stadtarchivar Jens Löffler und Kunsthistorikerin Christel Diesler die Mertener Jahre und Lieblingsplätze des Nobelpreisträgers Revue passieren und beleuchten das Verhältnis des seinerzeit umstrittenen Literaten zu den Menschen vor Ort. Die Veranstaltung dauert bis ca. 16:30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos.

Von 1982 bis 1985 lebte Heinrich Böll bei seinem Sohn René Böll in Bornheim-Merten. Dort verbrachte der gesundheitlich angeschlagene Autor und gebürtige Kölner seine letzten Jahre und mischte sich in die politischen und gesellschaftlichen Debatten der 1980er-Jahre ein. Nach seinem Tod am 16. Juli 1985 fand er auf dem Alten Mertener Friedhof seine letzte Ruhe. Das gemeinsame Grab von Böll und seiner Frau Annemarie, die 2004 verstarb, hat Sohn René Böll gestaltet.

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Rhein-Erft-Kreis

Auftakt zu den jüdischen Kulturwochen

Auf den Spuren jüdischen Lebens im Rhein-Erft-Kreis

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Spektakuläre Leihgabe aus Rom: Kardinal Woelki, Abraham Lehrer vom Zentralrat der Juden in Deutschland und Ulrike Lubek vom Landschaftsverband Rheinland präsentierten mit dem Dekret Kaiser Konstantins ein Dokument von welthistorischer Bedeutung. Das an Köln adressierte Dekret aus dem Jahre 321 ist das Fundament für das Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. (Foto: Brodüffel)

Der Rhein-Erft-Kreis präsentiert mit allen kreisangehörigen Städten vom 24. September bis 25. November 2021 die jüdischen Kulturwochen mit Ausstellungen, Vorträgen, Musik und Literatur. Drei Beispiele aus dem umfang- und facettenreichen Programm: Hürth, Löhrerhof, 24.9.,15 Uhr. Bei einem Rundgang durch Alt-Hürth stellt Archivleiter Michael Cöln geschichtsträchtige Orte vor und erzählt Episoden aus der Geschichte der jüdischen Bevölkerung Hürths. Wesseling, Rathaus, 30.9, 19.30 Uhr. Die Ausstellung „Shalom Chaferim“ thematisiert die vielfältigen Aspekte jüdischen Lebens und des Miteinanders sowie die Geschichte der jüdischen Gemeinden vom Mittelalter bis in die Gegenwart in der Region. Brühl, Museum für Alltagsgeschichte, 22.10. bis 9.11. Das Museum zeigt Einblicke in das Leben ehemaliger jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger in Brühl. Das komplette Programm unter www.juedische-kulturwochen-rhein-erft.de

Dekret Kaiser Konstantins in Köln

Seit dem 15. September ist das Dekret Kaiser Konstantins aus dem Jahre 321 im erzbischöflichen Museum Kolumba ausgestellt.  Das Dokument belegt die mindestens 1700-jährige Existenz von Jüdinnen und Juden nördlich der Alpen. Bis zum 11. Oktober wird die spektakuläre Leihgabe der Bibliotheca Vaticana  anlässlich der Ausstellung „In die Weite. Aspekte jüdischen Lebens in Deutschland“ noch zu sehen sein. Die einzigartige Ausstellung in Kolumba über jüdisches Leben dauert bis 15. August 2022. Im Dezember 321 erließ Kaiser Konstantin ein an Köln adressiertes, im ganzen Reich gültiges Gesetz. Es besagte, dass Juden Ämter in den Kurien, den römischen Stadträten, bekleiden durften. Es ist die früheste Quelle zur Existenz von Jüdinnen und Juden in den nördlichen Provinzen des Reiches und damit in den heutigen deutschsprachigen Räumen. Es begründet das diesjährige Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ und ist Ursprung aller Überlegungen zu diesem Thema.

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Kreise & NRW

Update zu A1 und A61

Anschlussstelle Erftstadt bleibt noch bis Ende Oktober gesperrt

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Foto: Wikipedia

Zur gestern verkündeten vollständigen Öffnung der A61 zwischen den Autobahnkreuzen Kerpen und Meckenheim in Fahrtrichtung Koblenz gibt es eine Ergänzung. Die Anschlussstelle Erftstadt bleibt bis voraussichtlich Ende Oktober gesperrt. Aufgrund der massiven Schäden an der B265 kann hier aktuell kein Verkehr auf- und abfahren.

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Brühl | Leben & Menschen

Wildblumenwiese neu eingesäht

Ausschussmitglieder aktiv für Artenvielfalt

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Der Umweltausschuss säht die Wiese vor dem BTV-Sportzentrum neu ein. Links Beigeordneter Gerd Schiffer und rechts Ausschussvorsitzende Dr. Katja Brennan. Foto: Harald Zeyen

Mitglieder des Ausschusses für Bauen, Umwelt und Klimaschutz haben das Wiesengelände am BTV-Sportzentrum neu eingesäht. Hierfür erhielten sie Eimer mit einer heimischen Kräuter- und Grasmischung. Dabei ließen sie sich auch nicht durch ein kurzfristiges heftiges Gewitter aufhalten.

Brühls Technischer Beigeordneter Gerd Schiffer ist auch Vorstandsvorsitzender des StadtServiceBetriebes Brühl AöR. Gemeinsam mit der Stadt Brühl und der Biologischen Station Bonn/Rhein-Erft will die AöR artenreiche Wildblumenwiesen entwickeln. Faktoren wie zunehmender Freiflächenverlust, intensive Landwirtschaft und die Folgen der Klimaerwärmung tragen zu einem dramatischen Artensterben und Biodiversitätsverlust bei. „Umso wichtiger ist es, die vorhandenen Freiflächen im Sinne der Artenvielfalt zu entwickeln. Die Extensivierung der Wiesenpflege hat vielfältige positive ökologische Effekte. Sie fördert nicht nur Artenvielfalt, sondern steigert die Wasserspeicherkapazität des Bodens und erhöht die Aufnahmekapazität von CO2“, sagte Schiffer.

Mit gutem Beispiel voran

Ausschussvorsitzende Dr. Katja Brennan dankte für die rege Beteiligung der Mitglieder, die vier lange Streifen der Wiese mit einer Dreijahresmischung und einer weiteren Samenmischung versorgten. „Wir wollen nicht nur über den örtlichen Umweltschutz diskutieren, sondern auch mit gutem Beispiel vorangehen und aktiv werden“, sagte sie. Bereits vor zwölf Jahren war die Grünfläche nach dem Bau des Sportzentrums nach amtlicher Vorgabe ökologisch eingesäht worden. Doch immer wieder wurde die Fläche komplett abgemäht.

Viele Maßnahmen umgesetzt

Nichtsdestotrotz wurden über den Ratsbeschluss zum ökologischen Grünflächenmanagement bereits viele Maßnahmen umgesetzt. Zwei Beispiele sind die extensive Mahd der Bachläufe des Palmersdorfer Bachverbandes oder die Überhangfläche am Nordfriedhof. Extensiv heißt vor allem, dass die Wiesen nur ein- bis zweimal im Jahr gemäht werden und das auf Entfernung des Schnittgutes geachtet wird.

Anfang 2021 wurde ein weiteres Wiesenprojekt von der Stadt Brühl ins Leben gerufen. Der StadtServiceBetrieb Brühl AöR, die Stadt Brühl, Abteilung Planung und Umwelt, und die Biologische Station Bonn Rhein-Erft entwickeln einen gemeinsamen Pflegeplan für eine Freifläche auf dem Nordfriedhof. Auch dort heißt das Ziel, standortgerechte artenreiche Blühwiesen zu entwickeln.

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Brühl | Leben & Menschen

Mobiles Impfen für Kinder ab 16 Jahren

Impfangebot für Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren auf Platz vor dem Rathaus.

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Am 16.09. steht vor dem Rathaus ein mobiles Impfteam für Jugendliche ab 15 Jahren bereit / Foto: whitesession (pixabay)

Für Schülerinnen und Schüler, die das 15. Lebensjahr vollendet haben und in Brühl zur Schule gehen, bietet das Gesundheitsamt des Rhein-Erft-Kreises am Donnerstag, den 16.09.2021 eine Corona-Schutzimpfung an. Die Mobilimpfung findet in der Zeit von 10:00 – 15:00 Uhr auf dem Platz vor dem Rathaus statt.

Das mobile Impfteam des Rhein-Erft-Kreises wird Erst- und Zweitimpfungen vornehmen. Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 – 17 Jahren werden mit BioNTech geimpft. Für volljährige Schülerinnen und Schüler ist grundsätzlich der Impfstoff Johnson & Johnson vorgesehen.

Wer eine Zweitimpfung vornehmen lassen möchte, muss die Erstimpfung durch Vorlage des Impfausweises nachweisen. Impfwillige, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sind darüber hinaus aufgefordert, eine Einverständniserklärung eines Elternteils und einen Ausweis, mit dem die eigene Identität nachgewiesen werden kann, zur Impfung mitzubringen.

Die Einwilligungserklärung steht unter folgendem Link zum Download bereit.:https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/Downloads-COVID-19-Vektorimpfstoff/Einwilligung-de.pdf?__blob=publicationFile

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