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Hochwasser

Spenden für die Kleinsten

300 Babyschalen, Kindersitze und Kinderwagen werden an Flutopfer verteilt

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Die Flutkatastrophe Mitte Juli hat unsere Region und die Menschen hart getroffen. Die Betroffenen sind sehr dankbar für die Hilfe, die sie in den ersten Stunden und Tagen erfahren durften. Heute, einige Wochen nach der Flut, ist die Lage in den einzelnen Gebieten sehr unterschiedlich. Bei vielen im Rhein-Erft-Kreis und im Kreis Euskirchen kehrt eine Art Normalität in den Alltag ein. Nach der Sicherung der Existenz und dem noch übergeblieben ‚Hab und Gut‘ wird jetzt bewusst, welche Alltagsgegenstände fehlen und wie schwierig es ist, seinen Hausstand wieder aufzubauen und zu finanzieren. In der Region des Ahrtals ist man noch nicht soweit. Hier ist das Bangen um die Heimat und der Wiederaufbau noch in einem anderen Stadium.

Nachhaltige Organisation

Der Verein Helfen helfen e.V. sowie viele namhafte Unternehmen und Sponsoren haben sich bereits ab der ersten Stunde bereit erklärt, anzupacken und zu helfen. Nach der ersten Welle der Hilfsbereitschaft und des Wegräumens gilt es jetzt, die Hilfe neu auszurichten. „Wir von Helfen helfen e.V. richten unseren Fokus auf die nachhaltige Organisation“ sagt Daniel Lublinsky. Zusammen mit Logistikpartnern hat man ein System aufgebaut, um in allen betroffenen Regionen schnell und unkomplizierte zu unterstützen sowie Sachspenden zu organisieren.

Maxi-Cosi & Co für Betroffene

Besonders groß ist die Freude über eine Spende der Firma Dorel Juvenile, das weltweit führende Unternehmen für Baby- und Kleinkinderprodukte mit bekannten Marken wie Maxi-Cosi, Bébé Confort, Safety 1st, Tiny Love und Baby Art.

300 Maxi-Cosi Babyschalen, Kindersitze und Kinderwagen konnte der Verein im ADLOQ-Logistikzentrum in Erftstadt entgegennehmen. Bernhard Bergemann, Mass Market Sales Director bei Dorel Juvenile kam mit einem vollgeladenen LKW mit Neuware der beliebten Baby- und Kinderartikel. „Es war erschütternd zu hören, welche dramatischen Auswirkungen die Überschwemmungen auf so viele Familien in den verschiedenen betroffenen Gebieten hatten.“ untermauert Bergemann das Engagement, der direkt in den ersten Tagen seine Unterstützung anbot.

Die eingetroffenen Baby-Spenden werden abgeladen und für den Weitertransport fertig gemacht / Foto: REGIONAL.report

Babyschalen, Kindersitze und Kinderwagen

Zu den gespendeten Baby- und Kinderartikeln zählen u.a. die meistverkaufte Maxi-Cosi Babyschale CabrioFix, die für Neugeborene bis 12 Monate geeignet ist, Maxi-Cosi Kindersitze sowie zwei verschiedene Kinderwagen der Traditionsmarken Maxi-Cosi und Safety 1st, von denen einer für Zwillinge geeignet ist. Betroffene Familien können sich über www.helfen-helfen.de melden. Der Verein organisiert die Verteilung.

Dauerhafte Einrichtung

„Wenn die Kameras weg sind und das Interesse nachlässt, muss weiter geholfen werden“ sagt Klaus Voussem, Verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion NRW. „Wir brauchen jetzt nachhaltige Konzepte“ betont Heinz-Peter Recht, Geschäftsführer der ADLOQ Logistik GmbH, der die Lagerkapazitäten zur Verfügung stellt. Zusammen mit den vor Ort agierenden Unternehmen und Helfen helfen e.V. wird eine Organisation aufgebaut, die das in Zukunft sicherstellen soll.

Hochwasser

Autobahn AG Update zu A1 und A61

Unwetter verursachten 100 Millionen Euro Schäden

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A1/A61 im Dreieck Erfttal. (Foto: Autobahn AG)

Weggespülte Brücken, auf kompletter Breite durchgepflügte Autobahnen, über Kilometer abgerutschte Böschungen sowie eingestürzte Lärmschutzwände: Die verheerenden Unwetter im Juli verursachten an den Autobahnen in der Region rund 100 Millionen Euro Schaden. Willi Kolks, Außenstellenleiter der Autobahn AG: „Wir gehen davon aus, dass wir bis zum Jahreswechsel das Gros der Schadstellen beseitigt haben. Unser großes Ziel ist es, die A61 in beiden Fahrtrichtungen allen Verkehrsteilnehmern möglichst schnell wieder zur Verfügung zu stellen.“ Aufgrund nicht auszuschließender Spätfolgen wird es punktuell aber immer wieder zu Eingriffen in den Verkehr auf den Autobahnen im südlichen Rheinland kommen.

Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick

A1/A61: Erneuerung der Fahrbahn zwischen Kreuz Bliesheim und Dreieck Erfttal. Die Erneuerung der Fahrbahn in Richtung Norden soll Ende 2021 abgeschlossen sein. Im Zuge dieser Maßnahme wird eine provisorische Rampe im Dreieck Erfttal zur A61 nach Venlo geplant. Um die A61 in diese Richtung dann komplett öffnen zu können.

A1/A61/A553: Schäden im Kreuz Bliesheim. In zwölf Bereichen rutschten Böschungen ab. In den nächsten Wochen erfolgt die Erneuerung der Fahrbahn und der Kanäle. Anfang 2022 sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

A61: Zerschneidung bei Swistal. Die Fahrtrichtung Venlo kann voraussichtlich Anfang Oktober zwischen der Anschlussstelle Rheinbach und dem Kreuz Bliesheim wieder freigegeben werden, um den regionalen Verkehr zu entlasten. Eine Öffnung ab dem Autobahnkreuz Meckenheim erfolgt bis auf Weiteres nicht.

A553: Böschungsschäden zwischen Autobahnkreuz Bliesheim und Anschlussstelle Brühl. Aktuell laufen Sicherungsmaßnahmen und die Errichtung einer neuen Drainage entlang der A553. Alle Arbeiten sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Bereits im Oktober soll eine durchgängige Zweizügigkeit in Fahrtrichtung Köln eingerichtet werden.

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Brühl | Leben & Menschen

Benefiz Sprint in der Brühler Innenstadt

Jeder Start ist eine Spende für den Wiederaufbau der Flutkatastrophe.

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Evtl. werden bei den Benefiz Sprints sogar Talente entdeckt / Foto: Frank Belz (THC Brühl)

Am 18.09.2021 findet auf dem Franziskanerhof in der Brühler Innenstadt ein Benefiz Sprint über die Strecke von 25 Metern fliegend statt.

Beginn ist 11.00 Uhr und jeder Start ist eine beliebige Spende für den Wiederaufbau der Flutkatastrophe. Die 25 Meter fliegend ist genau der richtige Indikator für die Sprintfähigkeit. Für den Start benötigt man Kraft und ab ca. 30 Meter eine gute Kondition. Gemessen wird die Zeit mit einer professionellen Lichtschrankenanlage. Wegen des glatten Steinbodens können keine Spikes eingesetzt werden.

Die kompletten Einnahmen des Events sind für einen guten Zweck. Es ist noch sehr viel beim Wiederaufbau der Flutkatastrophe zu tun und jede Spende zählt. Der Erlös geht zu 100 % an die Flutopfer.

Bei der Veranstaltung gelten die 3G Regeln Genesen, Geimpft oder Getestet
(24 Stunden). Es ist keine Voranmeldung nötig, einfach zwischen 11.00 und 16.00 Uhr vorbeischauen und sich messen lassen. Organisiert wird das ganze von der Leichtathletikabteilung des THC Brühl.

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Hochwasser

A61: Fahrtrichtung Venlo wieder frei

Alle Schäden des Hochwassers nach 2 Monaten beseitigt

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Nach zweimonatiger Sperrung ist die A61 Richtung Venlo wieder freigegeben / Foto: Wikipedia

Voraussichtlich ab Montag (13.9.) ist die A61 zwischen den Anschlussstellen Erftstadt-Gymnich und Kerpen-Türnich auch in Fahrtrichtung Venlo wieder befahrbar. Die Autobahn GmbH Rheinland gibt diesen Abschnitt im Laufe des Montags frei, nachdem hier in den vergangenen zwei Monaten alle Schäden in Folge der Unwetterkatastrophe beseitigt wurden.

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Brühl | Aktuelles

Brühl: Teilsperrung A553

Instandsetzung einer abgesackten Böschung sorgt für Beeinträchtigung

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Ein Fahrstreifen der A553 ab Anschlusstelle Brühl muss teilweise gesperrt werden / Foto: pixabay

Aufgrund einer Böschung die durch den Starkregen im Juli abgesackt ist, wird die A553 in Fahrtrichtung Köln voraussichtlich bis Mitte nächsten Monats einspurig sein. Die Autobahn GmbH Rheinland stellt die Böschung wieder her.

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Hochwasser

Innovative Projekte für Hürth und die Region

Gute Nachrichten für Unternehmen

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Hürths Bürgermeister Dirk Breuer informierte über aktuelle Entwicklungen. (Foto: Brodüffel)

Gute Nachrichten konnte Hürths Bürgermeister Dirk Breuer bei seinem Vortrag über aktuelle städtische Entwicklungen im Rahmen der Mitgliederversammlung des Unternehmerverbandes Arbeitskreis Wirtschaft Hürth (AWH) verkünden. Nachdem das Blockchain-Reallabor bereits mit 4,7 Millionen Euro gefördert wurde, hat die Zukunftsagentur Rheinisches Revier nun den Förderzugang für die Projekte AI Village und Entrepreneurship Center Rheinisches Revier (ECRR) bestätigt. Mit dem AI Village soll in Kalscheuren ein Campus für die Forschung und Entwicklung Künstlicher Intelligenz und Robotik entstehen. Das ECRR wird sich mit der Ansiedlung techbasierter Scale-Ups beschäftigen und junge Innovatoren und Entwickler mit etablierten kleinen und mittelständischen Unternehmen zusammenbringen. Breuer: „Mit diesen strahlkräftigen Projekten legen wir den Grundstein, um innovative Start-Ups und damit neue Arbeitsplätze in die Region zu holen.“

Millionenschaden durch Hochwasser

Schlechte Nachrichten hatte der Verwaltungschef im Zusammenhang mit dem Jahrhundertregen vom 14. Juli 2021. Das Hochwasser hat in Hürth nach dem derzeitigen Stand einen Schaden von fast fünf Millionen Euro angerichtet. Die größten Posten fallen auf die Infrastruktur (1.967.000 Euro), Schulen (1.024.000 Euro) und Kitas (900.000 Euro).

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Hochwasser

Umleitung zur A61 ab 27.08.

Weiträumige Umleitung zur Entlastung von Swisttal-Heimerzheim und Weilerswist-Metternich.

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Ab dem 27.08. sollen unzählige Umleitungen für eine Verkehrsentlastung sorgen / Foto: Reginal-pixabay

Ab dem 27.08.2021 sorgt ein Umleitungskonzept über die A61 für Entlastung in Swisttal-Heimerzheim und Weilerswist-Metternich. Infolge der Vollsperrung der Landesstraße L182 zwängt sich derzeit der Durchgangs- und Schwerlastverkehr durch die engen Ortsdurchfahrten.

So kommt man ans Ziel

Die weiteräumige Umleitung führt Verkehrsteilnehmende ab Bornheim über die L183 in Richtung Brühl zur Autobahn A553 (Anschlussstelle Brühl) und von dort weiter über das Autobahnkreuz Bliesheim zur A1-AS Weilerswist-West. Anschließend wird der Verkehr über die L33 und die A61 zur AS Swisttal geleitet. Der Verkehr in Gegenrichtung wird ab der A61-AS Swisttal direkt über das AK Bliesheim und die A553 nach Brühl und von dort aus über die Landesstraße L183 in Richtung Bornheim gelenkt.

Vollsperrung der L182 bis mindestens Ende 2021

Im Zuge der Hochwasserkatastrophe im Juli 2021, die besonders in der Region Ville-Eifel schwere Schäden an der Verkehrsinfrastruktur verursacht hat, wurde zunächst die Fahrbahn der L182 auf Höhe der Ortslage Swisttal-Heimerzheim unterspült und brach daraufhin auf voller Straßenbreite und 6 Metern Länge ein. Wenige Tage später gab eines der Widerlager des Brückenbauwerks über den Swistbach nach, was den Einsturz der Swistbach-Brücke zur Folge hatte. Der Neubau, der vorerst mit Kosten in Höhe von 2 Mio. Euro kalkuliert ist, wird voraussichtlich bis Ende 2021 dauern, je nach Witterungsbedingungen ist auch eine Verlängerung der Bauzeit möglich.

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Hochwasser

Bund und Länder greifen den vom Hochwasser betroffenen Regionen unter die Arme

Bundesregierung bringt neue Hilfspakete für den Wiederaufbau auf den Weg

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Neues Geld für die betroffenen Flutopfer / Foto:Pixabay

Bundesfinanzminister Olaf Scholz: „Mit dem Aufbauhilfefonds stehen Bund und Länder zu ihrem Wort und greifen den betroffenen Regionen finanziell kräftig unter die Arme. Die schnelle Beseitigung der Schäden und der Wiederaufbau der Infrastruktur haben jetzt oberste Priorität! Das ist ein immenser Kraftakt angesichts der Zerstörungen in den von Starkregen und Hochwasser betroffenen Regionen. Bund und Länder nehmen 30 Milliarden Euro in die Hand, um den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern vor Ort, den geschädigten Unternehmen und anderen Einrichtungen beim Wiederaufbau zu helfen. Das ist gelebte Solidarität. Mit vereinten Kräften stemmen wir das!“

Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat Horst Seehofer: „Mit dem heute von uns auf den Weg gebrachten Aufbauhilfegesetz löst der Bund seine Versprechen ein – schnelle und massive finanzielle Hilfe, bauplanungsrechtliche Erleichterungen und die rechtlichen Grundlagen für die notwendige Einführung des Cell Broadcasting. Gemeinsam mit den Ländern packen wir den Aufbau an – entschlossen zu helfen, wo immer unsere Hilfe gebraucht wird.“

Bund setzt entschlossene Hilfe fort

Die Bundesregierung hat schnell auf die Starkregen- und Hochwasserkatastrophe reagiert. Bereits am 21. Juli 2021 wurde durch die Bundesregierung beschlossen, sich hälftig an den Soforthilfen der betroffenen Länder zu beteiligen. Die Soforthilfen dienen der Überbrückung von Notlagen bei Bürgerinnen und Bürgern sowie in Wirtschaft und Kommunen. Konkret wird sich der Bund an den bewilligten Soforthilfen der Länder zunächst in Höhe von 400 Mio. Euro beteiligen. Eine entsprechende Verwaltungsvereinbarung wurde vom Bund und den betroffenen Ländern am 30. Juli 2021 gezeichnet.

Nationaler Solidaritätsfonds „Aufbauhilfe 2021“

In den kommenden Jahren sind erhebliche finanzielle Anstrengungen erforderlich, um die Schäden bei betroffenen Privathaushalten, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen (Vereine, Stiftungen etc.) sowie der Infrastruktur von Bund, Ländern und Gemeinden zu beseitigen bzw. die zerstörte Infrastruktur wiederaufzubauen.
Dazu haben sich die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder auf die Errichtung eines nationalen Fonds „Aufbauhilfe 2021“ als Sondervermögen des Bundes verständigt. Die heute vom Bundeskabinett beschlossenen Formulierungshilfe setzt dies um.
Das Sondervermögen wird mit Mitteln des Bundes in Höhe von bis zu 30 Mrd. Euro ausgestattet. Darin enthalten sind Ausgaben für den Wiederaufbau der Infrastruktur des Bundes in Höhe von 2 Mrd. Euro. Diese werden vom Bund alleine getragen. Die Wiederaufbaumaßnahmen der Länder in Höhe von 28 Mrd. Euro werden solidarisch jeweils zur Hälfte von Bund und Ländern finanziert.
Der Bund wird in einer ersten Tranche aus dem Bundeshaushalt 2021 Mittel in Höhe von 16 Mrd. Euro dem Sondervermögen zuführen. Ab dem Jahr 2022 erfolgen die Zuweisungen des Bundes dann bedarfsgerecht nach Maßgabe des Haushaltsgesetzes. Damit sichert der Bund die Liquidität des Sondervermögens und sorgt dafür, dass ausreichend Mittel zur Verfügung stehen. Die Finanzierungsbeteiligung der Länder erfolgt über eine Anpassung der vertikalen Verteilung des Umsatzsteueraufkommens über 30 Jahre.
Zudem soll durch eine Änderung des Baugesetzbuchs die befristete Errichtung mobiler baulicher Anlagen zur Wohnnutzung für Betroffene von Hochwasserkatastrophen sowie mobiler Infrastruktureinrichtungen (z.B. Rathaus, Schule, Kindertagesstätte) in von Hochwasserkatastrophen betroffenen Gemeinden bauplanungsrechtlich erleichtert werden.

Schnelle Hilfen zur Beseitigung der durch das Hochwasser entstandenen Schäden

Für die Errichtung des Fonds besteht dringender Handlungsbedarf. Das Gesetzgebungsverfahren soll sehr kurzfristig abgeschlossen werden. Mit dem Gesetz wird die Bundesregierung zudem ermächtigt, im Einvernehmen mit den Ländern eine Verordnung zu erlassen, in der die Aufteilung der Mittel für den Wiederaufbau auf die betroffenen Länder und die Ermittlung einheitlicher Förderungsgrundsätze festzulegen sind.
Bei der Verteilung der Mittel auf Bund, Länder und Gemeinden sowie bei der Gewährung der Hilfen werden die unterschiedlichen Schadensbelastungen der Betroffenen berücksichtigt.

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Brühl | Politik & Wirtschaft

Stadt Brühl erstellt Konzept für Klimaschutz

Digitale Bürgerbeteiligung am 30. August

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Astrid Mühlenbrock und Karsten Kaiser erstellen derzeit ein umfassendes Klimaschutzkonzept für die Schlossstadt (Foto: Brodüffel)

Starkregen, Hitze, Überflutungen: Mit dem Klimawandel nimmt Extremwetter zu. Daran lässt der jüngste Bericht des Weltklimarats keinen Zweifel. Auch das verheerende Hochwasser in NRW und Rheinland-Pfalz hat viele Menschen aufgeschreckt. Der Klimawandel fordert die Kommunen heraus, sich gegen Extreme zu rüsten. Die Stadt Brühl erstellt derzeit ein umfassendes Klimaschutzkonzept. Am Montag, 30. August, 17 bis 18.30 Uhr, werden Bürgermeister Dieter Freytag und die Klimaschutzmanagerin Astrid Mühlenbrock Inhalte und Erarbeitungsstand des Konzeptes in einer digitalen Auftaktveranstaltung der Öffentlichkeit vorstellen. Die Veranstaltung wird über die Internetplattform „Zoom“ stattfinden. Interessierte können sich über fb61@bruehl.de unter „Infoveranstaltung Klima“ bis zum 27. August anmelden und bekommen danach einen Zugangslink zugesendet. Die Teilnehmer haben im Anschluss an diese Veranstaltung die Möglichkeit, ihre Ideen und Vorstellungen einzubringen. Darüber hinaus können Jugendliche und junge Erwachsene über einen eigenen digitalen Umfragebogen, der über die Jugendeinrichtungen und weiterführenden Schulen verteilt wird, teilnehmen „Wir wollen alle Akteure aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft einbinden. Alle können für den Klimaschutz aktiv werden“, betont Astrid Mühlenbrock, die das Konzept ebenso wie Karsten Kaiser, Bereichsleiter Bauen und Umwelt, als dynamischen Prozess der Partizipation verstanden wissen will.

Konzept für alle Handlungsfelder

„Fäden vernetzen, alle an einen Tisch bringen“ lautet das Motto der Klimamanagerin. Im Herbst will Mühlenbrock verwaltungsintern Experten-Workshops zum Thema Klimaschutz organisieren. Die ehemalige Umweltberaterin arbeitet seit rund einem Jahr an dem alle Handlungsfelder betreffenden Konzept, das bis Mitte 2022 fertiggestellt werden soll.  Ein erstes  Projekt der  Klimaschutzmanagerin war die Aktion Zukunftsbaum im letzten Frühling. Dabei wurden 100 junge Apfelbäume an interessierte Brühlerinnen und Brühler vergeben. Mit der Aktion sollten sie ermuntert werden, den so notwendigen Klimaschutz voranzutreiben. „Die Interessenten mussten sich online anmelden. In noch nicht mal vier Stunden waren die Bäume vergeben. Wir denken darüber nach, die Aktion im nächsten Jahr zu wiederholen“, sagte Astrid Mühlenbrock.

Das Plakat zum Klimakonzept

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Brühl | Leben & Menschen

Bürgermeister Freytag „übergibt“ Spendenbox

Benefizkonzert im STRANDHAUS war ein voller Erfolg für die Flutopferhilfe.

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Foto v.l.n.r.: Günter Betzer, Helmut Lernbecher, Alfred Burggraf, Marita Köllner und Bürgermeister Dieter Freytag

Die verheerende Flutkatastrophe hat Mitte Juli vielen Menschen einen enormen Schaden zugefügt. Auch Wochen nach der Katastrophe sinkt die Solidarität mit den Betroffenen nicht. Einzelne Personen, Gruppen, Vereine sowie kleine und große Organisationen – um nur ein paar zu nennen – unterstützen die Betroffenen sowohl mit Sach- als auch Geldspenden und „packen an“.

Wiedersehen wird zum spontanen Benefizkonzert

So auch Helmut „Lerry“ Lernbecher von der Clubgastronomie des TC Fredenbruch Brühl 1979 e.V. und Alfred Burggraf vom Strandhaus Brühl. Ursprünglich hatten beide für den 17. Juli eine Wiedersehensparty der U-104 Schlagerreise im STRANDHAUS Brühl geplant. Kunstschaffende, Veranstaltende und auch das Publikum freute sich nach der langen Pause, im gesetzlich erlaubten Rahmen zu feiern. Nach Bekanntwerden der Katastrophe in den Nachbarkommunen war klar, dass eine Party unter diesen Umständen nicht stattfinden kann. Schnell wurde aus einer geplanten Veranstaltung im STRANDHAUS Brühl ein Benefizkonzert, bei dem fleißig gespendet wurde.

Kurz danach fand in kleiner Runde die Spendenübergabe statt. Helmut Lernbecher, seine Frau Yvonne Lernbecher, Alfred Burggraf und Günter Betzer, die „helfende Hand und gute Seele des STRANDHAUSES“, übergaben die Spendenbox an Bürgermeister Dieter Freytag.

Die Kunstschaffenden spendeten ihre komplette Gage und Anwesende mindestens 10 Euro in die aufgestellte Box. „Dazu brauchte es keine Überredungskunst“, sinnierte Helmut Lernbecher. „Lars Hagen, Tanja Sommer und Christian Franke als Kunstschaffende der Schlagerreise waren sofort dazu bereit, ihre Gage zu spenden und schafften an diesem Abend mit der als Gast anwesenden Marita Köllner (Et fussich Julche), die dann auch noch auftrat und privat spendete, ein unvergessliches Ereignis. Ihnen gilt ein herzliches Dankeschön, aber auch den anwesenden Gästen, die fleißig gespendet haben, den Initiatoren der Schlagerreise und allen Helfenden.“

Helmut Lernbecher und Alfred Burggraf überließen Bürgermeister Dieter Freytag die Entscheidung, wohin das Geld gespendet werden sollte.

Spende geht ohne lange Überlegung nach Erftstadt

Die Entscheidung fiel nicht schwer und die Bürgermeisterin der Stadt Erftstadt, Carolin Weitzel, konnte trotz ihres vollen Terminkalenders über Video zugeschaltet werden.

„Als ich gehört habe, dass die Veranstaltung direkt in eine Benefizveranstaltung zugunsten der Hochwasser-Opfer umgewandelt wurde, war ich sofort ergriffen und fand es toll! Die Spendenbereitschaft der Kunstschaffenden und auch der Besucherinnen und Besucher ist keine Selbstverständlichkeit. Die Idee, Spenden zu sammeln, zeigt die Solidarität zu den betroffenen Kommunen und deren Einwohnerinnen und Einwohnern deutlich“, so Bürgermeister Dieter Freytag.

Vor laufender Kamera wurde eine Spendensumme in Höhe von 2.182 € gezählt. Bürgermeister Freytag stockte diesen Betrag aus eigener Tasche kurzerhand zu 2.500 € auf und freute sich, dieses Ergebnis bekannt zu geben.

Bürgermeisterin Carolin Weitzel zeigte sich bewegt. „Diese Dinge geben uns so viel Kraft und es ist wohltuend, was hier gerade passiert. Wir haben in Erftstadt seit einer Woche einen Ausnahmezustand. Die Wassermassen haben mit ihrer unvorstellbaren Zerstörungskraft Existenzen zerstört. Insofern brauchen die Menschen wirklich jede Unterstützung. Wir haben in den letzten Tagen jede Menge Naturalien, Nahrungsmittel, Hygieneartikel etc. erhalten, es geht aber auch um das Geld, um den Ausgleich des finanziellen Verlustes, der Werte der Schäden von Dingen für den täglichen Bedarf aber auch um Existenzen in der Zukunft.“

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Hochwasser

Verteilung der Hilfen zur Bewältigung der Hochwasserfolgen

Die Stadt Erftstadt verteilt die Spenden an die betroffenen Haushalte und Personen

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Hochwasserbewältigung in Erftstadt /Foto:Pixabay

Durch die ungeheure Zerstörungskraft des Starkregenereignisses vom 14. und 15. Juli 2021 haben Erftstädter Einwohnerinnen und Einwohner in vielen Ortsteilen, besonders in Blessem und Bliesheim, erhebliche Schäden erlitten. Nur in wenigen Fällen sind diese durch Versicherungsleistungen abgesichert.

Um die Betroffenen schnell finanziell unterstützen zu können, hat die Stadt Erftstadt ein Spendenkonto zur Unterstützung der Opfer der Hochwasserkatastrophe eingerichtet. Der Rhein-Erft-Kreis und die Stadt Erftstadt haben darüber hinaus umgehend Mittel zur Verfügung gestellt.

Soforthilfe des Landes Nordrhein-Westfalen

Aktuell können Soforthilfen des Landes Nordrhein-Westfalen beantragt werden. Bürgermeisterin Carolin Weitzel erklärte, „dass die Mitarbeitenden der Stadt Erftstadt alles tun, diese so schnell wie möglich auszuzahlen, um eine rasche und unbürokratische Hilfe zu gewährleisten. Aktuell sind bereits rund 4,4 Mio. Euro an 1.843 Betroffene ausgezahlt worden.

Verteilung der Spenden

Auf das Spendenkonto der Stadt Erftstadt sind bisher rund 5,5 Mio. Euro eingegangen. Zur Verteilung dieser Spenden an Privathaushalte wird derzeit mit Hochdruck an einer transparenten Richtlinie gearbeitet. Diese Richtlinie wird dem Rat der Stadt Erftstadt, der dieser zustimmen muss, in der Sondersitzung am 24. August 2021 zur Beschlussfassung vorgelegt.

Diese Nothilfe ist eine zusätzliche Hilfe bei akuten Notlagen von Privatpersonen. Ein vollständiger finanzieller Ausgleich des erlittenen Schadens wird durch die eingegangenen Spenden nicht möglich sein. Bürgermeisterin Carolin Weitzel erklärte in diesem Zusammenhang, dass ein Ausgleich der entstandenen Schäden nur durch weitere Hilfen des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen möglich sein wird.

Unabhängige Ombudsperson für die gerechte Spendenverteilung

Die Erfahrungen anderer Kommunen mit vergleichbaren Katastrophen, hat die Stadt Erftstadt veranlasst, eine erfahrene und anerkannte Persönlichkeit als „Ombudsperson“ zu berufen. Das Gespräch mit Oberbürgermeister Matthias Berger der Stadt Grimma, die vom Hochwasser 2002 und im Mai/Juni 2013 stark betroffen war, hat diese Entscheidung als wichtige Unterstützung bestätigt. Mit der Benennung einer Ombudsperson zur Unterstützung bei der transparenten Verteilung der Spendengelder hat die Stadt Grimma äußerst positive Erfahrungen gemacht.

Deshalb wird in Erftstadt kurzfristig eine unabhängige Schiedsperson berufen. Die Ombudsperson soll im Streitfall die Spendenverteilung unabhängig betrachten und eine für alle zufriedenstellende und akzeptable Lösung herbeiführen.

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