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Brühl | Freizeit & Kultur

Schlager für die Flutopfer

Spontanes Benefizkonzert im Strandhaus

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„Et Fussich Julchen“ Marita Köllner (2.v.r.) wollte persönlich miterleben, wieviel Geld für die Blessemer Flutopfer zusammen gekommen war. Zwischenzeitlich hatte sie Tränen in den Augen. Foto: Harald Zeyen

Bei einem Benefizkonzert im Strandhaus am Heider Bergsee sind über 2000 Euro an Spenden für die Flutopfer in Blessem zusammengekommen. Das Geld wurde Bürgermeister Dieter Freytag zur Weiterleitung an die Hochwasserhilfe Erftstadt übergeben. Zwei Tage nach den verheerenden Überschwemmungen sollte ursprünglich eine Wiedersehensparty der U 104-Mallorca-Schlagerreise stattfinden. Strandhaus-Betreiber Alfred Burggraf und Mitorganisator Helmut „Lerry“ Lernbecher beschlossen spontan, daraus eine Benefizveranstaltung zu machen. Gemeinsam mit Günter Betzer – die drei bilden übrigens das künftige Heider Dreigestirn – setzten sie sich auch gegen einige kritische Stimmen durch.

Marita Köllner griff zum Mikrofon

Am Abend verpflichteten sie alle Gäste jeweils mindestens 10 Euro in eine Spendenbox zu werfen. Gleichzeitig verzichteten die gebuchten Künstler, selbst durch die Corona-Pandemie gebeutelt, auf ihre Gage. Als Gast war auch Marita Köllner, besser bekannt als „Et Fussich Julche“, anwesend. Nach kurzer Überredung  griff sie zum Mikrofon und sang einige ihrer bekannten Lieder. Am Ende übergab auch sie eine persönliche Geldspende.

Bewegende Wort der Bürgermeisterin

Gemeinsam mit Bürgermeister Dieter Freytag wurde wenige Tage später die Spendenbox im TC-Fredenbruch-Clubheim geöffnet. Per Video zugeschaltet war Erftstadts Bürgermeisterin Carolin Weitzel. Diese berichtete in bewegenden Worten vom Ausmaß der Flutkatastrophe in ihrer Stadt. Sie dankte allen Spenderinnen und Spendern auf das Herzlichste und war hocherfreut über die hohe Spendensumme. „Die Menschen brauchen jede Menge Unterstützung in ihrer Zukunftsangst. Besonders wichtig ist es, ihnen Lebensmut zu geben“, sagte Weitzel. „Ich nehme jetzt viel positive Energie mit in den Tag.“ Sie rief den Party-Organisatoren zu: „Tun Sie es immer wieder!“.

Die Zählung der Spendengelder beginnt: (v.l.) Bürgermeister Dieter Freytag, Alfred Burggraf, Helmut Lernbecher und Günter Betzer. Foto: Harald Zeyen

Nach Ende der Zählung kamen genau 2182 Euro für die Hochwasserhilfe zusammen. Die Summe wurde spontan von Dieter Freytag aus seiner Privatschatulle auf 2500 Euro aufgerundet. „Natürlich werden wir drei künftigen Tollitäten weiter für die Flutopfer sammeln. Deshalb steht im Strandhaus Brühl eine Spendenbox für Blessem“, sagte Lernbecher. Er hat einen besonderen Bezug zu dem Stadtteil, denn er spielte beim VfB Blessem einige Zeit als Torwart.

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Karin Hochstatter zeigt „Ex/Misc/Fell“

Ausstellung im Brühler Kunstverein bis 31. Oktober

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Bis zum 31. Oktober zeigt der Brühler Kunstverein die Ausstellung „Karin Hochstatter - Ex/Misc/Fell“ in der Alten Schlosserei. Foto: Harald Zeyen

Bis zum 31. Oktober zeigt die Kölner Künstlerin Karin Hochstatter ihre Ausstellung „Ex/Misc/Fell“ beim Brühler Kunstverein. Die Öffnungszeiten in der Alten Schlosserei des Marienhospitals sind mittwochs bis sonntags jeweils von 15 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Zur Eröffnung begrüßt die 2. Vorsitzende Dr. Karola Meck-Theben zahlreiche interessierte Gäste. In seiner vierten Ausstellung in diesem Jahr präsentiert der Kunstverein Werke der in Köln lebenden Künstlerin. Darin steht die Seh-Erfahrung, der Austausch zwischen den Sehenden und dem Gesehenen im Zentrum. Zur Ausstellung erscheint das Künstlerbuch „Textebifinis“.

Material pur

In ihrer Einführung betont Kunsthistorikerin Sabine Elsa Müller, dass das Werk Hochstatters einer Festlegung widerstrebt. „Es ist nicht geschlossen, sondern öffnet sich in und für alle Aspekte des Raumes. Material pur – ohne Umschweife – vor die Augen geworfen. Jedoch, und darin liegt Überraschendes, ist es zugleich unsichtbar, unbestimmt, unfasslich und ins Endlose weisend“, sagt sie.

Ende der 80er-Jahre hat Karin Hochstatter bereits im Brühler Kunstverein ausgestellt. Und sie knüpft nun an eine Arbeit aus dieser Zeit an. „Doch ist alles Erinnerung, kein physisches Artefakt, zerfallen, nur eine verblasste Fotografie ordnet sich in die Ausstellung ein. Fotografie, dann Skulptur, erzählen ohne zu erzählen, ein Augenblick des Erinnerns“, beschreibt Müller die Werke.

Fragil, variabel, zerfallend

Hochstatters für Brühl geschaffene Installationen haben eine Absicht. Prozess, Produktion und Präsentation agieren gegen die Wiedergabe eines Geschehens in mündlicher oder schriftlicher Form. Urbanität, Konstruktionen, inszeniertes und dokumentarisches Material tauchen auf. Fragil, variabel, auch monumental, dann wieder zerfallend: Ihre Skulpturen entwickeln sich als Versuchsanordnung von kurzer Dauer, ohne bleibende Bedeutung. Die Wandelbarkeit der Form, die sich zuletzt auflöst, die stetige Diffusion und ihre immer gleiche Wiederholung machen die Qualität des Unabhängigen sichtbar.

Am Sonntag, 31. Oktober gibt es um 15 Uhr die Finissage mit einem Gespräch mit Karin Hochstatter. Weitere Informationen zur Künstlerin finden Interessierte unter: https://karinhochstatter.de/.

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„Der undogmatische Hund“

Präsentation des neuen Buchs in der Galerie am Schloss

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Scheck, Schenk und Stubbs / Foto: Stadt Brühl

Ihre Liebe hat einen Namen: Stubbs, im Ruhrpott geborener Jack- Russell-Terrier. Jahrelang haben Scheck und Schenk ihrer Sehnsucht nach einem Hund widerstanden. Zu eng die Etagenwohnung, zu reisefreudig ihr Lebensstil. Bis ein befreundeter Koch ihnen einen Hundewelpen zeigt und sie dahinschmelzen wie Eis in der Sahara. Das neue Familienmitglied verändert nicht nur die Beziehungsdynamik. Sondern auch ihren Blick auf die Welt: Sie wird reicher, kurioser, überraschender.

Höchst amüsant und originell erzählt. Was, glauben Sie, passiert, wenn Sie die Literaturgeschichte mit den Augen eines Hundes betrachten? Sie werden Stubbs nie mehr vergessen, soviel sei versprochen…

Karten sind im Vorverkauf ab 20,70 € / ermäßigt 14,10 € im brühl-info, Uhlstraße 1, 50321 Brühl, Tel. 02232 79-345, online im Veranstaltungskalender der Stadt oder im Webshop und in allen Vorverkaufsstellen von kölnticket erhältlich. Mögliche Restkarten werden an der Abendkasse verkauft. Zusätzliche Informationen zu der Veranstaltung sind in der HIERO-Brühl App einsehbar. Bei der Veranstaltung herrscht freie Platzwahl.

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„Memento Mori – Ne kölsche Dudedanz “

Wie man den Tod mit Humor nimmt

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Das Plakat der Veranstaltung lässt erahnen das der Tod auf die Schüppe genommen wird / Foto: Stadt Brühl

Im Kapitelsaal wird es am 10.10. um 17 Uhr spannend, wenn Rolly und Benjamin Brings ihr Programm Memento Mori –ne kölsche Dudedanz – Ein kölscher Totentanz präsentieren.

Das Wort „Totentanz“ klingt hart und unnachgiebig – spricht man es jedoch in Kölsch – „Dudedanz“ – aus, wird der schroffe Begriff plötzlich ganz weich und harmlos. Rolly und Benjamin Brings‘ Programm beschäftigt sich nicht nur mit einem oft verdrängten Thema, dem Tod, sondern ist gleichzeitig auch ein Exkurs über die Wirkung der Sprache.

Verblüffend, was für einen Unterschied es macht, einen hochdeutschen Text im Kölschen „Singsang“ zu hören. Verblüffend auch, wie Musiker Rolly Brings das Thema „Tod“ von zwei sehr unterschiedlichen Seiten beleuchtet: Hier das schwere, bedrückende Abschiednehmen von einem geliebten Menschen, dort ein augenzwinkernder, lockerer Umgang mit dem Tod als Alltagsphänomen.

Genussvoll zeigen Rolly und Benjamin Brings auf, dass man auch den Tod mit (schwarzem) Humor nehmen kann.

Karten sind im Vorverkauf ab 18,50 € / ermäßigt 11,90 € im brühl-info, Uhlstraße 1, 50321 Brühl, Tel. 02232 79-345, online im Veranstaltungskalender der Stadt Brühl und in allen Vorverkaufsstellen von kölnticket erhältlich. Mögliche Restkarten werden an der Abendkasse verkauft. Zusätzliche Informationen zu der Veranstaltung sind in der HIERO-Brühl App einsehbar.

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Eva Eiselt im Rathausinnenhof

Kabarett für Frauen im ausverkauften Rathausinnenhof.

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Einen großen Erfolg feierte die Kabarettistin Eva Eiselt bei ihrem Auftritt im Rathausinnenhof. Foto: Cibura

Mit ihrem Programm „Wenn Schubladen denken könnten“ gastierte Eva Eiselt im ausverkauften Rathausinnenhof. Neben einem Feuerwerk an Kabarett gelang es der Künstlerin, die Brühler Frauen auch nachdenklich zu stimmen.

Laute Lacher, aber auch leise Gedanken zum Klimawandel, zu Corona und zur gendergerechten Sprache waren wie immer tiefgründig und unterhaltsam. Erst nach mehrmaliger Zugabe wurde Eiselt mit tosendem Applaus von der Bühne verabschiedet wurde.

2022 wieder richtige Frauenwoche

„Endlich wieder geselliges Beisammensein in tollem Ambiente“, war die Meinung vieler weiblicher Gäste. Sie spendeten großen Beifall, als die städtische Gleichstellungsbeauftragte Antje Cibura ihnen für 2022 wieder eine richtige Frauenwoche versprach.

„Wir haben uns am 8. März diesen Jahres erstmalig digital erprobt und hoffen auf eine weitere Frauenwoche in Präsenz, scheuen aber andere Formate auch nicht mehr, sodass wir uns sicher im März 2022 wiedersehen werden“, so Cibura.

Vorschläge zur Mitgestaltung einer weiteren spannenden Frauenwoche mit interessanten Workshops, politischen Diskussionen oder ernsten Frauenthemen können ab sofort bis Ende Oktober eingereicht werden unter ddiniro@bruehl.de. Alle Rückfragen werden unter 02232-793061 oder -792250 beantwortet.

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SURREALE TIERWESEN

Ausstellung im Max Ernst Museum Brühl des LVR ab 3. Oktober

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Ein Bild von Leonora-Carrington welches in der Ausstellung zu sehen ist / Foto: LVR Max-Ernst-Museum

Die Ausstellung „Surreale Tierwesen“ mit rund 140 Werken von 74 internationalen Künstler:innen widmet sich der Welt der (erdachten) Tiere. Sie lädt vom 3. Oktober bis zum 6. Februar 2022 zu einem ungewöhnlichen Zoobesuch im Max Ernst-Museum ein. 

Sei es der Vogel bei Max Ernst, der Hund bei Dorothea Tanning oder die Sphinx bei Léonor Fini: Das Bestiarium, das die Bildwelten des Surrealismus beherrscht, hat bisher wenig Aufmerksamkeit erfahren. Obwohl sich zahlreiche Künstlerinnen und Künstler Mischwesen, oft halb Mensch, halb Tier, teilweise als Alter Ego, erschaffen haben.

Von Breton bis Varo

Die Werke, darunter Gemälde, Skulpturen, Arbeiten auf Papier, illustrierte Bücher und Zeitschriften sowie Filme, werden zusammen mit literarischen Texten präsentiert. Damit wird der Bogen von den Anfängen der surrealistischen Bewegung in der Literatur und bildenden Kunst der frühen 1920er Jahre bis zur Jahrtausendwende gespannt. Die Ausstellung versammelt Werke u.a. von André Breton, Luis Buñuel, Leonora Carrington, Salvador Dalí, Marcel Duchamp, Max Ernst, Meret Oppenheim, Man Ray und Pablo Picasso sowie weniger bekannte bzw. wiederzuentdeckende Arbeiten von Jean Benoît, Greta Knutson, Edith Rimmington, Friedrich Schröder-Sonnenstern oder Remidios Varo. 

Bereits aufgebaut ist eine Interpretation der Installation „Coin Sale“ von Marcel Duchamp von 1960/61. Sie befindet sich aktuell im Zwischengeschoss des Museums. Anders als in der originalen Installation sind ausgestopfte anstatt lebender Hühner in einem grün beleuchteten, mit einem Gitter und 77 One-Cent-Münzen ausgestatteten Raum zu sehen.

Öffentliche Führungen

Begleitet wird die neue Ausstellung von öffentlichen Führungen immer sonntags von 11.30 bis 12.30 Uhr und von 15 bis 16 Uhr. Am 9. Oktober finden samstägliche Führungen zwischen 15.30 und 16.30 Uhr statt (5,-/ermäßigt 3,- Euro; zzgl. Museumseintritt, max 12 Teilnehmer).

Zudem findet am Freitag, 15. Oktober um 16.30 Uhr eine Kuratorenführung unter dem Titel „Bretons Tierwesen“ statt. Dr. Jürgen Pech erläutert anhand ausgewählter Beispiele, welche Aspekte und Methoden den Surrealismus maßgeblich geprägt haben. Höchstens zwölf Teilnehmer sind zugelassen. Der Anmeldeschluss ist am 12. Oktober (5,- Euro zzgl. Eintritt). Alle Infos und Anmeldung beim kulturinfo rheinland, Tel.: 02234-9921555 (Mail: info@kulturinfo-rheinland.de).

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Vorstandswahlen beim Brühler Kunstverein

Gaby Zimmermann weiter an der Spitze

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Der neugewählte Vorstand des Brühler Kunstvereins: (v.l.) Günter Wagner, Dr. Carola Hagnau, Dr. Karola Meck-Theben, Vorsitzende Gaby Zimmermann, Dieter Schöddert, Elvira Callies und Karin Friedrich. Foto: Claus Theben

Mit Gaby Zimmermann an der Spitze geht der Brühler Kunstverein in die nächsten Jahre. Die turnusgemäße Wahl des Vorstandes war vor allem eine Wiederwahl des eingespielten Teams um die beliebte Vorsitzende. Lediglich die Position der Schatzmeisterin ist neu besetzt durch Elvira Callies. Die Brühlerin arbeitet als selbständige Bauzeichnerin. zu dem bewährten Team gehören zudem Günter Wagner, Dr. Carola Hagnau, Dr. Karola Meck-Theben, Dieter Schöddert und Karin Friedrich

„Wir sind froh, dass unsere Kulturarbeit erfolgreich fortgesetzt werden kann, sagte Zimmermann. Immerhin steht dem Vorstand im nächsten Jahr die große Aufgabe bevor, das 50-jährige Vereinsjubiläum zu gestalten.

Künstler gründeten den Verein

Der Brühler Kunstverein ging aus einer Gruppe von Künstlerinnen und Künstlern aus der Region hervor. Anfang 1972 wurde er mit Willi Frommberger als Vorsitzenden in das Vereinsregister eingetragen. Durch mehrere hundert Ausstellungen mit überregionaler Bedeutung festigt er seitdem seinen Ruf in der Kunstlandschaft Deutschlands.

Bekannte Künstler wie Felix Droese, Alfred Hrdlicka, Martin Noël, Blalla W. Hallmann, Carola Willbrand und Inge Schmidt wurden in Brühl gezeigt. Seit 2002 nutzt der Kunstverein den Ausstellungsraum „Alte Schlosserei“ auf dem Gelände des Marienhospitals Brühl.

Ausstellungen auch für Mitglieder

Mit der jährlichen Mitgliederausstellung „Interim“ wird auch den Künstler:innenaus Brühl und Umgebung eine wunderbare Ausstellungsmöglichkeit geboten. Die Ausstellung von Mitgliederarbeiten fand mittlerweile bereist elf Mal statt. Außerdem werden regelmäßig Führungen und Exkursionen zu Kunstereignissen in NRW ermöglicht. An diesen können auch Nichtmitglieder teilnehmen. Viele Brühler sind nun gespannt, mit welchen Überraschungen der Verein im Jubiläumsjahr aufwartet. Über das Programm und die Veranstaltungen kann man sich übrigens jederzeit unter www.bruehler-kunstverein.de informieren.

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Neuer Bürgerkönig in Badorf

Schützenfest der St. Pantaleon-Schützenbruderschaft

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Schießaufsicht Astrid Schmitz weiht Michael Schmitz in den Umgang mit der Donnerbüchse ein. Mit Erfolg - er schoss einen Flügel ab. Foto: Harald Zeyen

Winnie Böhlefeld heißt der neue Bürgerkönig von Badorf. Er schoss den Vogel bei der ersten Veranstaltung der St. Pantaleonsschützen nach 2019 ab. Zahlreiche Menschen verfolgten das Preisschießen auf dem Schützenplatz An Pastorsgarten bei schönem Wetter. Es stand unter der Aufsicht von Astrid Schmitz.

Vorsitzender Gottfried Schmitz und Kommandant Sebastian Steinhauer freuten sich sehr über den Erfolg ihrer Veranstaltung. Das letzte offizielle Event war der Königsabend vor zwei Jahren. Bevor Winnie Böhlefeld sich den Bürgervogel-Rumpf und das 50-Euro-Preisgeld sicherte, mussten erst die Bestecke fallen. Kopf, Flügel und Schweif schossen Michael und Ferdi Schmitz, Franz-Josef Kipshagen sowie Johannes Breidenbach ab. Sie erhielten jeweils ein Preisgeld von 25 Euro.

Kleines, aber feines Schützenfest

„Bereits auf zwei Schützenfeste mussten wir aufgrund der Pandemie verzichten“, sagte Gottfried Schmitz. „Dies hat uns schmerzlich getroffen. Nun haben wir die Möglichkeit genutzt, das Schützenwesen der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen.“ Dank der aktuellen 3G-Regelung wurde die Entscheidung getroffen, ein kleines, aber feines Schützenfest abzuhalten.

Originaler Königsvogel

Jeder und jede ab 18 Jahren hatte die Möglichkeit, auf den Bürgervogel zu schießen. Dieser glich dem originalen Königsvogel der traditionellen Badorf-Eckdorfer Schützenfeste. Die Startgebühr pro Startplatz betrug fünf Euro. Geschossen wurde mit der historischen 16-mm-Donnerbüchse auf den Hochstand. Zu gewinnen gab es neben dem Geld auch Sachpreise. Für die musikalische Begleitung sorgte wie in den letzten Jahren auch Marie-Christine Breidenbach.

Jetzt freuen sich die St. Pantaleonsschützen auf ihr großes 150-jähriges Bestehen im kommenden Jahr. Es soll mit einen dreitägigen Fest in Badorf auf dem Schützenplatz gefeiert werden. „Die Vorbereitungen sind bereits angelaufen“, sagte Sebastian Steinhauer, der auch Pressewart seiner Bruderschaft ist.

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Zwei Brühler Turnhallen bleiben gesperrt

Öffnung wohl erst nach den Herbstferien

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Die Turnhalle an der Astrid-Lindgren-Schule bleibt noch bis nach den Herbstferien gesperrt. (Foto: Brodüffel)

Zwei der vom Unwetter am 14. Juli 2021 betroffenen städtischen Turnhallen bleiben weiterhin gesperrt. Die Hallen an der Astrid-Lindgren-Schule in Brühl-West und der Gesamtschule in Brühl-Badorf müssen derzeit noch getrocknet werden. Zum Schulbeginn nach den Herbstferien am 25. Oktober 2022 sollen sie wieder in Betrieb genommen werden – vorbehaltlich nicht vorhersehbarer Folgeschäden. Von der Sperrung sind neben den Schulen auch Vereine betroffen.

Mensa in der Turnhalle

In der Turnhalle der Martin-Luther-Schule ist zurzeit die Schulmensa untergebracht. Der Grund ist der Wasserschaden im Gebäude der Offenen Ganztagsschule (OGS). Mit der Beseitigung des Unwetterschadens und der Wiederaufnahme des Sportunterrichts für die Grundschüler*innen ist der Verwaltung zufolge erst Anfang des Jahres 2022 zu rechnen.

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Denkmalschutz geht alle an

Brühl hat 260 eingetragene Baudenkmäler

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Denkmalgeschützte Häuser auf dem Steinweg. Foto: Harald Zeyen

Brühl blickt auf eine wechselvolle Stadtgeschichte zurück. Davon zeugen zahlreiche Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen. Denkmalschutz und Denkmalpflege zählen heute zu den wichtigsten Aufgaben der Stadt auf kulturellem Gebiet. Immer stärker wird das Bewusstsein, die natürlichen Lebensgrundlagen in hohem Maße zu schützen. Deshalb kommt dem Anliegen, das gebaute oder im Boden verborgene historische Erbe zu bewahren, eine besondere Bedeutung zu.

Einblicke in frühere Epochen

„Denkmalschutz geht alle an, weil er jedem von uns etwas zu sagen hat. Er hilft uns, die Vergangenheit für unsere heutige Zeit verständlich zu machen. Durch die Erhaltung des historischen Erbes bewahren wir den Einblick in die Lebens- und Arbeitsbedingungen früherer Epochen“, sagt Henning von Dewitz. Er ist gemeinsam mit Sabine Fink zuständig für den Schutz der Brühler Denkmäler.

Fünf Kirchen unter Schutz

1980 tritt in Nordrhein-Westfalen das Denkmalschutzgesetz in Kraft. Seit dieser Zeit müssen sämtliche Bau- und Bodendenkmäler erfasst und in getrennten Denkmallisten eingetragen werden. Brühl allein hat 260 eingetragene Baudenkmäler, darunter sind fünf Kirchen, zwei Kapellen und 30 Kreuze. Weiterhin ein Brunnen, eine Skulptur, zwei Gartenanlagen und zwei Friedhöfe. Des Weiteren findet man 21 ausgewiesene Bodendenkmalbereiche mit Resten von mittelalterlichen Töpferbezirken, Stadtbefestigungen, Burganlagen und Vorgängerkirchen. Schloss Augustusburg und Schloss Falkenlust tragen die Nummer 1 und 2 in der Brühler Denkmalliste der Baudenkmäler und wurden 1984 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.

Das älteste Baudenkmal ist das „Haus zum Stern“ von 1531 an der Ecke Markt/Kölnstraße. Das jüngste Baudenkmal ist ein Industriebau aus dem Jahre 1977.

Untere Denkmalbehörde

Die Aufgaben des Denkmalschutzes werden in Brühl von der Unteren Denkmalbehörde eigenständig wahrgenommen. Diese handelt auf der Rechtsgrundlage des Gesetzes zum Schutz und zur Pflege der Denkmäler im Lande Nordrhein-Westfalen (Denkmalschutzgesetz – DSchG NRW). Übergeordnete Behörden sind der Rhein-Erft-Kreis als Obere Denkmalbehörde und das NRW-Heimatministerium als Oberste Denkmalbehörde. Die sehr umfangreichen Aufgaben der Unteren Denkmalbehörde gliedern sich in die Bereiche Denkmalschutz und -pflege. Eine Denkmalliste bildet sowohl die Bau- als auch die Bodendenkmälern geführt. Einmal im Jahr – außer in Pandemiezeiten – findet der „Tag des offenen Denkmals“ statt. „Sein Ziel ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken“, sagt Sabine Fink abschließend.

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Kunstvereins zeigt „Annebarbe Kau – plop“

Ausstellung in der Alten Schlosserei

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Zeigt derzeit eine Ausstellung im Brühler Kunstverein: Die mehrfach preisgekrönte Künstlerin Annebarbe Kau. Foto: Harald Zeyen

In der Alten Schlosserei des Marienhospitals präsentiert der Brühler Kunstverein die Ausstellung „Annebarbe Kau – plop“. Sie ist dort mittwochs bis sonntags jeweils von 15 bis 17 Uhr zu sehen. Die Finisage findet am 25. September um 15 Uhr statt. Die Künstlerin steht dabei für Gespräche bereit. Der Eintritt ist frei.

Kunstvereinsvorsitzende Gaby Zimmermann begrüßte zur Ausstellungseröffnung besonders Vizebürgermeisterin Pia Regh und Anne Mager. Letztere führte in die gezeigten Werke und in die Arbeit von Annebarbe Kau ein.

Zeichnungen und Klangarbeiten

Deren Ausstellung widmet sich den leisen Tönen und zarten Linien. „Sie möchte sie uns die Einfachheit des Sinnlichen erlebbar machen“, so Mager. In dem Raum, der fast an ein japanisches Teehaus erinnert, werden Zeichnungen aus Draht und auf Papier aktuellen Klangarbeiten gegenübergestellt. Die neueste Arbeit „soso/maa maa“ ist eine Schallplattenproduktion der Künstlerin, musikalisch entwickelt in Zusammenarbeit mit dem japanischen Sounddesigner Jun Mizumachi. Seine Klänge wurden durch eine zeichnerische Komposition von Annebarbe Kau inspiriert. Sie wiederum singt oder, genauer formuliert, kreiert mit eigenem Sprechgesang das Blatt klanglich nach. So entsteht neben der Korrespondenz mit der konkreten Poesie eine ganz eigene räumliche Atmosphäre. „Zeichnen ist wie Denken, meine Zeichnungen haben eine eigene Wirklichkeit, sie sind keine Abbildung von Wirklichkeit“, so Annebarbe Kau.

Preis und Stipendien Die Künstlerin wurde 1958 in Ratingen geboren. Sie lebt als freischaffende Künstlerin in Köln und hat verschiedene Preise und Stipendien erhalten. Ihre Arbeiten werden international ausgestellt, so 2016 in London, 2019 im französischen Angers und 2020 in Berlin. Weitere Informationen zur Künstlerin Annebarbe Kau finden Kunstinteressierte unter: www.annebarbekau.de

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